CoD Black Ops 3: Vorschau: Koop-Kampagne für vier Spieler kommt

Special Sandro Odak
Im Singleplayer bauen wir einen eigenen Helden.
Quelle: Activision

Am Sonntag hat Activision endlich den lang erwarteten neuen Teil der CoD-Reihe enthüllt. Call of Duty: Black Ops 3 ist erneut ein dreigeteiltes Spiel mit Zombie-Modus, Multiplayer und Kampagne. Zum ersten Mal kann man die Geschichte komplett im Vierer-Koop spielen. Wir haben alle Infos für euch.

Quick-Facts

- Drei Hauptspielmodi: Kampagne, Zombie-Modus, Multiplayer
- Kampagne erstmals im 4er-Koop spielbar
- Singleplayer "Entschlauchisiert": Maps bekommen alternative Lösungspfade
- Freerunning-System mit kurzen Jetpack-Schüben, Wallruns
- PC-Version erstmals in 4K

In Santa Monica enthüllten Activision und Treyarch am Sonntag Call of Duty: Black Ops 3. Der Name des Shooters war bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben worden. Nun kennen wir auch die Details. Doch warum ist es überhaupt Black Ops 3? Activision erklärt's: "Black Ops war schon immer die stärkste Marke innerhalb der Reihe." Jeder Black-Ops-Teil brach Umsatzrekorde und war bei Spielern besonders beliebt. Auch, weil mit Black Ops erstmals das Gameplay dreigeteilt war: Kampagne, Zombie-Modus und Multiplayer.

Die völlig neue Kampagne

Im Singleplayer bauen wir einen eigenen Helden. Quelle: Activision Im Singleplayer bauen wir einen eigenen Helden. Wie seine beliebten Vorgänger basiert Call of Duty: Black Ops 3 auf drei elementaren Teilen. Die Kampagne erzählt eine überraschend dystopische Geschichte um bionische Erweiterungen und technische Hilfen. Der erste Trailer erinnert fast ein bisschen an Deus Ex, passt aber sehr gut zu dem bereits im Vorgänger angerissenen Zukunftssetting. Die große Überraschung gibt's bei Spielbeginn: Alte Chatraktere wie Raznov oder Menendez trifft man in Black Ops 3 zwar, man steuert sie aber nicht selbst. Stattdessen kann man sich erstmals in der Geschichte der Reihe eine eigene Spielfigur erstellen. Der kann männlich oder weiblich sein - Treyarch hat also aus den Sexismus-Skandalen des letzten Jahres gelernt.

Die Handlung von Black Ops 3 spielt sich gerade mal an etwa zehn aufeinanderfolgenden Tagen ab. Der Vorgänger war noch auseinandergerissen, spielte in verschiedenen Jahrzehnten. Das will Treyarch arg komprimieren, um die selbsterstellten Charaktere in den Vordergrund zu rücken. Zwischen den Levels gibt es nicht wie bisher kurze Pausen. Man kommt stattdessen in ein frei begehbares Hub. In der Basis kann man dann seinen Charakter pimpen und individualisieren. Wie im Multiplayer lassen sich die Figuren nämlich mit steigender Spielerfahrung verändern und verbessern.

Die große Überraschung: Zum ersten Mal haben die Entwickler den Koop nicht komplett von der Kampagne getrennt. Bis zu vier Spieler können gleichzeitig der Geschichte folgen und jederzeit einem Freund beitreten oder sein Spiel verlassen. Um der gestiegenen Spielerzahl gerecht zu werden, haben die Macher das Gameplay von Grund auf geändert: Die Karten sollen "entschlaucht" worden sein - einer der schwerwiegendsten Kritikpunkte der Serie. Jede Mission ist nun auf verschiedenen Wegen lösbar und wenn man mit Freunden spiel, macht es Sinn sich aufzuteilen. Zwei könnten dann frontal angreifen, während ein Spieler aus der Ferne mit einem Snipergewehr Gegner unter Beschuss nimmt und ein anderer die Gegner flankiert.

Schnelles Freerun-System

Waffen und Ausrüstung von Black Ops 3 sind futuristisch - jedoch nicht ganz so 'over the top' wie Advanced Warfare. Quelle: Activision Waffen und Ausrüstung von Black Ops 3 sind futuristisch - jedoch nicht ganz so "over the top" wie Advanced Warfare. Ungewohnt ist, dass Soldaten in Call of Duty: Black Ops 3 unendlich lang sprinten und gleichzeitig schießen können. In den Vorgängern war das nicht oder nur durch ein Perk möglich. Das geht aus den biomechanischen Veränderungen hervor, denn offensichtlich spielt man eine Art verbesserten Supersoldaten. Auch ein Doppelsprung gehört dank eines kleinen Mini-Jetpacks zur Standardausrüstung aller Soldaten, egal ob im Single- oder Multiplayer. Mithilfe dieses Geräts kann man nun auch für kurze Zeit an Wänden entlanglaufen. Die anderen Features kannte man schon aus Advanced Warfare, auch wenn sie in dem Teil noch wuchtiger und stärker zum Einsatz kamen, doch Wallruns sind neu. Damit baut Black Ops 3 seine vertikales Gameplay noch weiter aus. Neu im Bewegungs-Repertoire ist außerdem, dass Spieler rutschen und gleichzeitig frei beweglich in alle Richtungen schießen können. Dadurch fühlt sich die Steuerung noch beweglicher an - das Gameplay wirkt schneller!

Was sich nach Gimmicks anhört, funktioniert in der Praxis tatsächlich sehr gut - so schnelle und spaßige Call of Duty-Matches durften wir bisher nur selten spielen. Die Steuerung wirkt trotz einiger noch nicht völlig ausgereifter Elemente wie dem Schlittern am Boden unterhaltsamer als das im Ansatz ähnliche Konzept von Advanced Warfare. Kleine Entwarnung für Spieler, die Advanced Warfare für zu futuristisch hielten: Alle Gimmicks in Black Ops 3 sind etwas schwächer als in dem indirekten Vorgänger. Jetpack-Duelle in der Luft sollen nicht mehr an der Tagesordnung stehen. Die Entwickler wollen mit den Neuerungen lediglich das Pacing erhöhen.

Sandkasten-Held im Singleplayer, fertiger Held im Multiplayer

Der Hüne Ruin ist einer der neuen MP-Helden. Das sind im Prinzip Klassen-Charaktere mit unterschiedlichen Spezialfähigkeiten und Waffen. Quelle: Activision Der Hüne Ruin ist einer der neuen MP-Helden. Das sind im Prinzip Klassen-Charaktere mit unterschiedlichen Spezialfähigkeiten und Waffen. Skurril: Während man im Singleplayer seine eigene Spielfigur erstellen kann und damit auch seine eigene Geschichte schreibt, fällt das Feature im Multiplayer untern Tisch. Hier gibt es von nun an neun vorgegebene Helden mit jeweils unterschiedlichen Spezialwaffen und -Fähigkeiten. Diese Helden nehmen somit eine Art Spielerklasse ein und haben sogar kurze Hintergrundgeschichten. Vier der Figuren hat uns Treyarch vorgestellt: Hüne Rain verfügt über eine Stachelkanone und kann eine mächtige Bodenattacke ausführen, Seraph besitzt eine Art Magnum und kann den Punkte-Zähler kurzzeitig erhöhen, Outrider hantiert mit einem Bogen samt Sprengköpfen und markiert Gegner auf der Map, Reaper kann seinen Arm in ein Maschinengewehr verwandeln und durch einen "Glitch" eine Sekunde in der Zeit zurückspringen. Letzteres soll Gegner verwirren., klingt aber ziemlich unbalanciert.

Um zukünftig noch mehr Individualismus zu fördern, hat Treyarch das Pick-10-System weiter verfeinert. Im Gunsmith-Modus kann man, vermutlich im Basis-Hub der Story-Kampagne, seine Waffen noch feiner einstellen. So lassen sich Magazine mit unterschiedlicher Ladedauer verändern oder Zielfernrohre und Aufsätze anpassen. Jedes Einzelteil hat Auswirkungen aufs Balancing der Waffe und wie schnell man damit im hektischen Kampf vom Hip-Fire- in den Zielmodus umschalten oder Nachladen kann.

Wer den Multiplayer ausprobieren will, wird dazu noch im Laufe des Jahres Gelegenheit haben: Zum ersten Mal seit vielen Jahren will Activision 2015 eine Multiplayer-Beta anbieten. Wann die startet, hat der Publisher jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Drittes Standbein: Zombie-Modus

Levels 'entschlauchisiert': Dank Koop-Ausrichtung wird die Kampagne dynamischer. Quelle: Activision Levels "entschlauchisiert": Dank Koop-Ausrichtung wird die Kampagne dynamischer. Die Black-Ops-Reihe bestand schon immer aus drei elementaren Spielmodi: Kampagne, Zombies und Multiplayer. Über Kampagne und Multiplayer hat Activision bereits gesprochen - über Zombies jedoch noch nicht. Die Entwickler haben uns in Los Angeles zwar bestätigt, dass der Modus in Black Ops 3 wieder auftaucht, also nicht von der Koop-Kampagne geschluckt wurde. Exakte Details wollen die Macher aber erst zu einem späteren Zeitpunkt enthüllen.

PC-Version

Nach eher verhaltenen Reaktionen von PC-Spielern bei den vergangenen Veröffentlichungen rückt Treyarch die Spielversion laut eigener Aussage stärker in den Fokus der Entwicklung. In Los Angeles spielten die Entwickler uns Material der PC-Fassung live vor und veröffentlichten bereits vorab die Mindestanforderungen (siehe Kasten unten). Die Computerversion wird außerdem die einzige sein, die in 4K aufgelöst ist. Während sich die technischen Unterschiede ansonsten in Grenzen zu halten scheinen, macht die glasklare Auflösung schon jetzt definitiv was her.

Betriebssystem: Windows 7 64bit, Windows 8 64bit, Windows 8.1 64bit
Prozessor: Intel® Core™ i3-530 @ 2.93 GHz / AMD Phenom™ II X4 810 @ 2.60 GHz
Arbeitsspeicher: 6 GB RAM
Grafikkarte: NVIDIA® GeForce® GTX 470 @ 1GB / ATI® Radeon™ HD 6970 @ 1GB
DirectX: Version 11
Netzwerk: Broadband Internet connection
Soundkarte: DirectX Compatible

In eigener Sache: Gamezone war nicht selbst in Los Angeles vor Ort, um Call of Duty: Black Ops 3 anzuspielen. Unser Partnermagazin PC Games war mit einem Redakteur vor Ort und hat uns mit Informationen beliefert. Alle Gameplay-Eindrücke erschienen zuerst auf pcgames.de.

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