Call of Duty Modern Warfare 3: Diskussion über Matchmaking - ist es notwendig?
Kolumne
Am 10. November feiert Call of Duty: Modern Warfare 3 seinen Release. Bereits die Beta spaltete die Gemüter der Community. Der Grund: Matchmaking. Auch unsere Redakteure Toni und Michi sind sich uneins.
Eigentlich erscheint alle zwölf Monate ein neues Call of Duty. Ob das auch in diesem Jahr so sein würde, stand allerdings lange in den Sternen. Immer wieder kamen Gerüchte auf, dass 2023 kein neues CoD veröffentlicht werden würde. Ab einem gewissen Zeitpunkt hieß es, Modern Warfare 2 bekomme stattdessen eine umfangreiche, kostenpflichtige Erweiterung. Doch am Ende haben sich diese Leaks nicht bestätigt. Die internen Pläne bleiben daher ein Geheimnis. Mit Modern Warfare 3 gibt's nun ab dem 10. November eine richtige Fortsetzung von MW2, vor allem, was die Kampagne angeht. Aber auch der Multiplayer-Modus schließt an den Vorgänger an, schließlich kann man sämtliche Skins und Waffentarnungen direkt in MW3 übernehmen.
Auf manche Aspekte freue ich mich als langjähriger Fan tatsächlich sehr, die Rückkehr der alten Maps aus dem ursprünglichen Modern Warfare 2 beispielsweise. Auf den ersten Blick klingt das für viele sicherlich langweilig, doch die Karten hatten Charme und einen deutlich besseren Aufbau als alle, die in den letzten Spielen waren. Noch dazu ist es möglich, in der Lobby vor einem Match endlich wieder eine Map zu voten, Totenstille kehrt als Extra zurück und das Bewegungstempo wurde erhöht. Skillbased Matchmaking bleibt mir allerdings nach wie vor ein Dorn im Auge. Darauf kann ich nämlich gut und gerne in öffentlichen Runden verzichten.
Ein langjähriger Prozess
Wann genau sich diese besondere Art von Spielersuche in die CoD-Geschichte eingeschlichen hat, wissen vermutlich nur die Entwickler von Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games genau. Schon vor Jahren wurden Patente angemeldet, die auf eine Implementierung schließen lassen.
So richtig wahrgenommen habe ich die skillbasierte Spielersuche zum ersten Mal in Modern Warfare aus dem Jahr 2019. Doch schon in den Teilen davor war sie definitiv enthalten - nur eben weniger spürbar.
Auch im kommenden MW3 werden die Meinungen darüber die Fans spalten. Die einen mögen es, die anderen möchten wieder die Spielerfahrung der alten Call-of-Duty-Zeit. Ich sehe mich bei den Letztgenannten und kann das auch begründen.
Ich finde, dass in einem Shooter für Gelegenheitsspieler so eine eingreifende Mechanik nichts zu suchen hat. Zumindest nicht in den öffentlichen Lobbys, in denen sich tagtäglich Hunderttausende Spieler herumtreiben.
Es gibt genügend andere Beispiele, bei denen mir die freie Wahl gelassen wird. Zocke ich um die Wette in einem Ranked Mode oder messe ich mich in einer zufälligen Zusammensetzung mit Widersachern. Wer bei Call of Duty nach "Ranked" sucht, wird nach wie vor nicht fündig.
Zwar gibt es im Menü eine versteckte Möglichkeit, zwischen "Zwanglos" und "Wettkampf" zu wechseln, doch eine spürbare Auswirkung bleibt aus. So muss ich eben weiter Abend für Abend in jeder Runde schwitzen, um am Ende als Sieger vom Schlachtfeld zu gehen. Denn das möchte ich definitiv als ehrgeiziger Typ. Daher würde ich auch, wenn es denn die Möglichkeit gäbe, immer wieder Ranked-Modi spielen. Für noch mehr Anreiz könnten die Entwickler zudem ein Ligasystem einführen. Wer Spiele gewinnt, steigt auf und kann sich mit den Besten messen.
