Call of Duty Modern Warfare 3 Zombies: Retten die Untoten ein mittelmäßiges Spiel?
Special
Seit dem 10. November steht nicht nur der Multiplayer von Call of Duty Modern Warfare 3 allen Fans zur Verfügung, sondern auch der Zombies-Modus. Wir haben uns in den runderneuerten Teil des Shooters gestürzt und berichten über unsere Erfahrungen.
Beißer, Matschbirnen, Infizierte oder Zombies: Für unsere Lieblingsuntoten gibt's mittlerweile etliche Bezeichnungen. Call of Duty bietet seit Jahren neben Kampagne, Multiplayer und Warzone in unregelmäßigen Abständen ebenfalls einen Modus mit dem schlichten Namen "Zombies". In dem geht es darum, so lange wie möglich zu überleben und sich durch Massen von Untoten zu schnetzeln. Normalerweise steht uns der Part des Spiels nur in Titeln von Entwicklerstudio Treyarch zur Verfügung. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: In CoD Vanguard aus dem Jahr 2021 arbeitete das Treyarch-Team mit Sledgehammer zusammen und stellte den beliebten Modus auf die Beine. Insgesamt kam der damals allerdings nicht wirklich gut an.
In diesem Jahr erhält auch erstmals ein Modern-Warfare-Titel Zombies. Nach der schwachen Story und dem spaßigen Multiplayer haben wir uns durch riesige Horden gekämpft, Gleichgesinnten geholfen und sind mit dem Helikopter aus dem Krisengebiet entkommen. Der Modus erinnert dieses Mal an das letztjährige DMZ. Das bedeutet: Nur, wer überlebt, kann sich die beste Ausrüstung sichern. Allerdings bleiben wir nach mehreren Stunden Spielzeit hin- und hergerissen, wenn es um die qualitative Beurteilung geht. Denn die gewaltige Open World kann nicht immer überzeugen.
Keine perfekte Welle
Call of Duty: World at War führte 2008 den ersten Zombies-Modus ein - allerdings nicht in Deutschland, denn hierzulande war das Gemetzel indiziert. Seitdem erfreut sich der Part in der Community großer Beliebtheit. Die bekannten Karten Shi No Numa und der Riese aus ebenjenem Spiel sind bis heute äußerst beliebt.
Der große Unterschied zu Zombies aus dem aktuellen Modern Warfare liegt in der unterschiedlichen Spielwelt. Damals waren die Areale ziemlich eng und durch freikaufbare Türen ging's ab einem bestimmten Zeitpunkt in neue Gebiete.
Doch schon in den letzten Titeln der Reihe wurden die Welten offener und verdrängten die Linearität. In MW3 versuchen wir nun in einer kompletten Open World zu überleben - und zwar der kommenden Warzone-Map Urzikstan.
Vorbei sind also die Stunden, in denen wir Welle für Welle Zombies abwehren müssen. Damit geht leider auch sehr viel an Spannung und Atmosphäre verloren. Zwar schalten sich über Funk immer wieder mehr oder weniger bekannte Charaktere zu und bringen die Geschichte mit Monologen voran. Doch trotzdem und auch trotz Zwischensequenzen kommt die ganze Story nicht wirklich ins Rollen.
Die Erzählung rund um die Figuren Richtofen, Nikolai und Dempsey aus den alten Spielen brannte sich damals deutlich mehr ins Gedächtnis ein als die neue. Das liegt in erster Linie daran, dass wir beispielsweise von Soap Aufträge erhalten, den wir aber nicht mit dem Zombies-Modus, sondern der Kampagne verbinden. Gingen die Runden in früheren Spielen noch bis zum bitteren Ende, also bis alle Mitspieler von den Zombiewellen überrannt wurden, können wir in MW3 zu auf der Map verteilten Helikoptern flüchten, um uns in Sicherheit fliegen zu lassen. Na, hört sich das vertraut an?
