Modern Warfare 4 setzt auf klassisches CoD-Feeling, neue Waffen-Features und chaotische Multiplayer-Action.
Egal, ob MG, SMG oder Sturmgewehr - die Waffen sollen sich richtig wuchtig und realistisch anfühlen. Dafür wurde an Framing, Darstellung und Bloom gearbeitet.
So fühlen sich die Waffen an
Spieler von Online-Shootern wissen, in den letzten Jahren ist das Field of View immer größer geworden. Das hat jedoch den Nachteil, dass das Bild verzerrt wird und die Gegenspieler und Waffen etwas unproportional wirken. Um dem entgegenzuwirken liefert Modern Warfare 4 das Enhanced FOV. Damit soll das Field of View also erhöht werden, ohne dass Gegner und Waffen kleiner werden.
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Auch die Schärfentiefe beim ADS (also dem Blick durch Kimme und Korn) wurde überarbeitet. Hier orientiert man sich nun etwas mehr am Fokus des echten Auges. Bisher war es so, dass man das Ziel im ADS scharf und die Waffe etwas unscharf gesehen hat. Nun werden auch Teile von Kimme und Korn nahezu verschwinden.
Wer bisher Probleme mit dem Rauch hatte, der aus der eigenen Waffe aufsteigt, darf sich freuen: Eine neue Maske sorgt dafür, dass der Waffenrauch weiter aufsteigt, aber zumindest das Visier auslässt. Realismus ist anders, aber hier wurde auf die Community gehört. Zu MW2- und MW3-Zeiten gab es bereits Kritik von den Spielern.
Der Rest ist größtenteils kosmetischer Natur. Laufen wir mit einer Waffe auf eine Wand zu, reagiert der Operator intelligent und bewegt Waffe und Arm von der Wand weg. Auch beim Laufen um Ecken rappeln wir nicht mehr mit der Knarre gegen jegliche Türen und Wände.
Quelle: Activision
Die koreanischen Map-Designs sehen sehr gut aus und bieten clever platzierte Deckungen.
Schussverhalten und Aufsätze
Neben Movement und Optik wurde aber auch einiges an den Waffen selbst verändert. Die wohl größte Neuerung ist zugleich eine kleine Revolution im Shooter-Genre. Call of Duty: Modern Warfare 4 entfernt Bloom - also das zufällige Schießen aus der Hüfte. Bisher war es so, dass die Kugeln eher zufällige Bahnen nehmen, wenn man aus der Hüfte schießt. Nun schlagen die Kugeln exakt da ein, wo die Mündung auch hinzeigt. Wie praktikabel das auf Dauer in der Praxis ist, sei mal dahingestellt. Wir sind uns aber sicher, dass das neben verbessertem Realismus auch für etwas mehr Abwechslung in Online-Partien sorgt.
Als zweites großes Feature wurden die neuen Apex-Aufsätze vorgestellt. Das sind übergeordnete Aufsätze, die je nach Waffe ganz individuell sind. Die Idee dahinter ist, dass man sich im Multiplayer wundern soll, was die Knarren denn noch so drauf haben. Wir haben bisher einen kleinen Einblick in die Aufsätze bekommen:
- Revolver mit Schnellschussmodus
- Waffe mit Wurfmessern
- Pistole mit Shotgun-Aufsatz
- Smart-Tracker, der Gegner am Visier einer MP zeigt
- Verbesserte Schalldämpfer
- Strobo-System, um den Gegner zu stunnen
- Sturmgewehr kann zu einer MP umgebaut werden
- EMP Aufsatz
In der Praxis haben die sich aber leider größtenteils eher nervig angefühlt, denn es sind ausgerechnet Aufsätze wie Shotguns oder Granatwerfer, die mal wieder schnell den Spaß am Spiel rauben.
Quelle: Activision
Call of Duty MW4 Multiplayer - Vieles neu und doch so vertraut (2)
Ein typischer Modern Warfare-Multiplayer
Schon ab der ersten Sekunde im Match fühlt sich Modern Warfare 4 wie ein klassisches Modern Warfare an. Die TTK ist niedrig, die Bewegungen schnell und das Trefferfeedback macht viel Spaß. In unserer Session haben vor allem TDM und Herrschaft Spaß gemacht. Dazu sei aber gesagt, dass wir in einer reinen Journalisten-Lobby waren. Es waren also immer die gleichen Spieler in den Runden. Über das Matchmaking können wir also noch nichts sagen.
Die Maps haben ein wenig an eine Mischung aus frühen Black-Ops-Titeln und Karten aus den neuen Modern Warfare-Spielen erinnert. Dadurch waren die Wege in die Hotspots eher kurz, während man trotzdem genug Platz hatte, um unmittelbaren Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Für Spieler, die gerne schnelle Rewards bekommen und in möglichst kurzer Zeit ihre Waffen leveln möchten, gibt es auch wieder komprimierte Maps, die das Kortisollevel direkt in die Höhe schießen lassen.
Wir sind uns sicher, dass Infinity Ward mit MW4 einen Multiplayer bringt, der an alte Tage erinnern und ordentlich Spaß machen kann. Das Problem zum Release wird aber wohl wieder eine Mischung aus Patches und der Community sein. Basierend auf der Erfahrung aus den letzten Jahren, ist es gut möglich, dass auch in MW4 Casual-Spieler an ihre Grenzen kommen könnten.
Einen umfangreichen Bericht liefern wir euch, sobald die Beta in diesem Jahr live geht und wir den Multiplayer im Feld testen konnten.
Quelle: Activision
Dunkle Operator-Designs feiern wohl ihr Comeback. Ob das gut geht?
Der Kill Block
Eine wirklich spannende Neuerung hat sich das Team mit dem Kill Block ausgedacht. Hierbei handelt es sich um eine dynamische Karte, die in jeder Runde ihr Layout ändert. Dafür bedient sich der Kill Block aus sechs bestehenden Maps. Größentechnisch kann man sich den Block wie Shoothouse vorstellen, nur eben in drei Elemente geteilt. In der Summe sind also locker 500 Kombinationen möglich, und es sollen sogar noch mehr Maps kommen.
Auf dem Papier ist der Modus sehr cool. Immerhin kann man sich nie genau sicher sein, was als Nächstes passiert. Als Spieler wird man aus seinem Takt gebracht. Statt ein paar wenige Maps auswendig zu lernen, muss man sich hier unmittelbar anpassen können. Leider konnten wir den Kill Block bisher nur im Gunfight-Modus testen, aber auch da hat der Block für Chaos im positivsten Sinne gesorgt. Wie steht ihr zur Entwicklung der Reihe? Werdet ihr Modern Warfare 4 eine Chance geben oder seid ihr ohnehin eher ein Fan der Black Ops-Reihe? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.
Transparenzhinweis: Activision übernahm die Reisekosten für das Preview-Event.
