Cars Race-O-Rama im Gamezone-Test

Test CharLu

Cars bietet uns erneut kurzweiligen Spielspaß der lediglich durch die verbockte Steuerung getrübt wird.

Kein Wunder, dass Monster nicht gemocht werden

Cars Race-O-Rama Cars Race-O-Rama Schon im zweiten Teil (Hook International) durftet ihr die Erfahrung machen was es heißt mit einem Monstertruck über die Pisten zu bügeln. Auch diese Events sind wieder mit von der Partie und offenbaren, wie frustig ein eigentlich ausgewiesenes Kinderspiel doch ist. War das Handling bei CARS bisher ohne große Mankos ausgekommen, hat man die Steuerung - aus welchen Gründen auch immer - verschlimmbessert. So lang ihr mit Lightning McQueen fahrt, gibt es so weit keine großen Probleme. Es ist zwar auffällig, dass vor allem der Drift und das Kurven fahren selbst um einiges sensibler geworden ist, aber mit ein wenig Übung hat man das schnell in den Griff bekommen. Mehr noch, es erweist sich als durchaus gelungen, vor allem dann, wenn man mit seinem Kurzzeitschub tüchtig an Geschwindigkeit zulegt. Anders dagegen in den Minispielchen - und das nicht nur mit den Monstertrucks sondern auch mit dem kleinen Guido oder dem frechen Luigi. Die Fahrzeuge neigen dazu selbst bei geringen Lenkbewegungen ein vollkommenes Eigenleben an den Tag zu legen. Da kann eine angedeutete Rechts- oder Linkskurve bzw. das banale Einlenken ganz schnell zum 180 Grad Turn werden oder zu einer Pirouette, an dessen Ende ihr gleichfalls in die verkehrte Richtung schaut bzw. fahrt. Auf der Suche nach einer ordentlichen Rennlinie werdet ihr leider immer wieder an Vorsprüngen, Wänden, Zäunen sowie Kurvenbanden hängen bleiben bzw. anecken. Das kann einem mit der Zeit ganz schön sauer aufstoßen und man stellt sich unweigerlich die Frage, warum ausgerechnet an der bisher recht ordentlich funktionierenden Steuerung sowie dem vorhandenen Drift-Mechanismus so heftig geschraubt wurde. Wenn selbst gestandene Spieler den Controller an die Wand werfen wollen - dann will man nicht wissen, wie schnell enttäuscht in diesem Fall dann die kleinen Spieler sein werden.

Es ist eben ein Gebrauchter

In Sachen Umfang gibt es einmal mehr nichts zu meckern. Die gebotenen Aufgaben und Minispielchen wissen für eine gute Weile zu beschäftigen. Gesamt warten 27 Gold-Events auf euch. Um all diese goldigen Gelegenheiten spielen zu können, braucht es die vielen Zwischenmissionen und Aufgaben, welche, erfolgreich bestanden, den Weg zum nächsten Gold-Event öffnen. Leider verbringt man während dieser Zeit allerdings auch viel der selbigen damit, bestimmte Events zu wiederholen - selbst auf leichtem Schwierigkeitsgrad. Die verhunzte Steuerung ist dabei nur ein Schuldiger; Der andere sind die erstarkten Gegner, die sich bockig und absolut unfreundlich verhalten. Natürlich müssen Gegner eine Herausforderung sein. Sorgen sie allerdings dafür, dass sie wie Rammböcke auf der Strecke agieren, euch von dieser schubsen und selbst wie die Felsen in der Brandung stehen, dann macht das keinen Spaß mehr. Besonders schlimm fällt dies wiederum bei den Rennen mit den Monstertrucks als auch den kleinen Vehikeln auf.

Cars Race-O-Rama Cars Race-O-Rama Schön anzusehen sind dabei die vielen, kleinen Details, die sich wieder einmal eingeschlichen haben. So glänzt Lighning McQueen nicht nur wieder in voller Pracht und besticht mit schönen Effekten, er präsentiert sich auch in verschiedenen Outfits. Dieses Mal zeigt er sich euch nicht nur als knuffiger Rennwagen, sondern er nimmt beispielsweise auch die Gestalt eines Offroad-Jeeps an. Einziger Haken: Diese Fahrzeug-Typen lassen sich nicht mit den gefundenen / gewonnenen Teilen tunen. Davon abgesehen, wissen die vielen Fahrzeuge zu gefallen, da sie einmal mehr mit Liebe und Hingabe kreiert worden sind. Liebevoll gezeichnet wissen die Jungs und Mädels mit den Gummifüßen zu begeistern. Dafür sind die Umgebungen wie gehabt und in u.a. Radiator Springs findet ihr euch zurecht - sofern ihr Wiederholungstäter seid - wie in eurer Westentasche. Die manchem Spieler sehr wichtigen Texturen haben sich erneut wieder etwas rar gemacht und auch der Detailgrad lässt zu wünschen übrig. Dabei macht es keinen Unterschied ob ihr die Xbox 360 Version oder die Play Station 3 Variante spielt. Auf beiden Konsolen bilden allerdings neue Gegebenheiten wie z.B. die Rennarena von Radiator Springs hübsch anzusehende Ausnahmen. Anstatt verschwommener Massen in den Zuschauerrängen, parken dort nun deutlich erkennbare kleine Autos, die mit partieller Mimik (Lachen, erstaunt gucken, usw.) auf das Renngeschehen am Ring reagieren.

Cars Race-O-Rama Cars Race-O-Rama Im direkten Vergleich bewies sich auch, dass sich die Ableger in Sachen Ladezeit - mit oder ohne Installation - nicht viel nehmen. Selbst nach erfolgter Installation hat sich das Warten nicht nachhaltig gebessert. Und während die Xbox 360 Version dann und wann ein paar Ruckler über den Äther schickt, die sich nicht Hundertprozentig erklären lassen, serviert die PS3-Fassung Flimmereffekte. Der X360-Ableger hat insofern ein Stück weit die Nase vorne, da diese auf den derzeit gängigen TV-Möglichkeiten gleichermaßen gut rüber kommt und so spielt es keine Rolle, ob ihr ein Röhren-TV-Gerät als Ausgabegerät benutzt oder einen HDTV.

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