Auweia – das ging irgendwie ins Auge und irgendwie besitzt es doch Charme! Was tun, sprach Zeuß; Die Götter sind besoffen und der Olymp brennt. – Keine Sorge, so schlimm ist es nun auch wieder nicht, denn CARS im dritten Akt bietet durchaus kurzweiligen Spielspaß, der für jeden, der darauf Lust hat, geeignet ist. Optisch bietet der Titel gewohnte, leicht überdurchschnittliche Kost ohne gravierende Höhen und Tiefen. Hübsch anzusehen sind auf jeden Fall die recht deutlich vorhandenen Glanzeffekte auf den Fahrzeugen als auch die, wenn auch nur gering vorhandenen, Partikeleffekte (z.B. bei Guidos Rennen, wenn er Staubwolken zum Gegner vernebeln benutzt). Dabei sind sich die Versionen (Xbox 360 und Play Station 3) absolut ebenbürtig und keine klaut der anderen die Butter vom Brot! Dass der Sound einmal mehr zwischen durchaus gelungen (bezogen auf den musikalischen Bereich) als auch wiederum nervig (Sprachausgabe) wandelt, dürfte sicher nicht wundern – das war in den Teilen zuvor auch der Fall. Am „schlimmsten“ sind erneut die sich wiederholenden Sprachsamples, die den vielen Autos in den Kühler gelegt worden sind. Dank einer Abschaltfunktion müsst ihr aber nicht lange damit leben. Am Rande sei erwähnt, dass die englische Tonspur im Vergleich ein Stück weit sympathischer wirkt. Wirklich ärgerlich dagegen sind zum einen die sehr erstarkten Gegner als auch die wirklich missglückte und einfach nur verhunzte Steuerung. Funktionierte diese in Teil eins und zwei grundlegend ohne große Probleme, erweist sie sich jetzt als sehr nervenaufreibend. Vor allem jüngere Spieler könnten sehr schnell die Lust am Spiel verlieren, wenn sie die Rennen mit Monster-Lighning oder dem kleinen Guido wieder und wieder und wieder …. wiederholen müssen. Zu sensibel, zu ungenau, partiell auch zu störrisch und einfach technisch total am Ziel vorbei geschossen, stellt die Steuerung den größten Kritikpunkt dar, welcher selbst Fans der knuffigen Autos mit Sicherheit enttäuscht. Während Trophy- bzw. Achievement-Jäger vielleicht noch das Zeug zum Durchhalten haben, weil sie die vollen 100% erringen wollen, sollten kleine Spieler bzw. deren Eltern dieses Spiel lieber einmal erst ausleihen und ausprobieren, ob der Nachwuchs-Schumi mit der gebotenen Kost klar kommt.