Die altehrwürdige Castlevania-Reihe erfuhr mit Lords of Shadow ein gelungenes Reboot und der zweite Teil soll nun am Erfolg des Vorgängers anknüpfen und diesen noch viel besser machen. Bei Konami haben wir uns durch das aufregende Tutorial gekämpft und festgestellt, dass es spielerisch und optisch eine Wucht ist.
Vorsicht Spoiler: Wer die letzten Ableger der Castlevania Reihe noch vor sich hat, sollte nun nicht mehr weiter lesen. Denn das Ende dieser Titel ist überraschend. Ja, denn das Leben kann ziemlich bitter sein. Statt die holde Maid zu retten, verwandelt sich der Held Gabriel Belmont höchst persönlich in den Grafen Dracula. Jetzt erst wird einem wirklich klar, warum der Belmont-Clan der vergangenen Spiele gerade gegen Dracula einen derartigen Hass pflegten. Einer aus ihren Reihen als Blutsauger zu wissen, dürfte die eitlen Familienangehörigen ziemlich bitter aufgestoßen sein. In Lords of Shadow 2 übernehmen wir nun die Rolle Draculas und kämpfen gegen die Mächte der Unterwelt und letztendlich Satan höchst persönlich an.
Quelle: Konami
Castlevania: Lords of Shadow 2 (5)
Hand anlegen konnten wir leider nur an der bekannten E3 Demo, doch für einen spielerischen und optischen Eindruck hat es gereicht. Alles beginnt im Thronsaal. Gabriel Belmont schlürft sein Lebenselexier aus einem goldenen Kelch, doch seine Augen sprechen Bände. Zutiefst deprimiert und seelisch zerstört wirkt seine Körperhaltung, auch wenn er sich mit seinem Schicksal so langsam anfreunden kann. Denn als unerwartete Besucher den Thronsaal stürmen, gelüstet es ihm doch nach frischem Blut. In den nächsten Szenen erleben wir die erste Schritte im Kampfsystem. Die Blutpeitsche wird geknallt, mit dem blau flambierten Schwert der Lebenssaft der Feinde ausgesaugt und mit den Krallen Schilde und die Deckung zerstört. Wem es danach ist, der kann auch genüsslich die Zähne in die Pulsadern der Magier und Zauberer hauen. Stilecht für den Grafen.
Auch wenn der Geist des Mannes durch seine Verwandlung gebrochen scheint, kampfeslustig ist er allemal und der Schlagabtausch geht super von der Hand. Dabei setzt der Kameramann alles effektvoll in Szene. Doch selbst der Graf ist einer solchen Übermacht an Gegner nicht gewachsen und flüchtet über die Dächer und Zinnen seines Schlosses. Per Tastendruck lässt sich der Pfad aufzeigen, den man wählen muss, was die Kletterei im Stil von Assassins Creed und Prince of Persia ungemein erleichtert. Und kaum wähnt man sich in Sicherheit, lässt Shadow of the Colossus grüßen. Ein riesiges mechanisches Monster muss Stück für Stück auseinander genommen werden. Wir klettern und rennen diesem Biest empor, erledigen zahlreiches Fußvolk und müssen die eine oder andere Denkaufgabe meistern. Kurz darauf ist das Kapitel abgeschlossen und die Demonstration beendet - leider, denn Lord of Shadows 2 hat richtig Laune gemacht.
