Team-Feature, WiFi-Modus, Multiplayer... reicht das um den Vorgänger noch zu toppen?
Das gute alte 2D und atmosphärische Melodien
Castlevania: Portrait of Ruin
Wie schon "Castlevania - Dawn of Sorrow" setzt auch "Portrait of Ruin" wieder einmal auf den klassischen 2D-Stil. Ihr spielt aus der seitlichen Perspektive, bekommt aber selten auch vereinzelte 3D-Elemente zu sehen. Einige Gegner (wenn auch sehr sehr wenige) oder Gebäude im Hintergrund haben den Schritt in die dritte Dimension geschafft und bringen etwas Bewegung ins Geschehen. Ansonsten kann der Charme der zweidimensionalen Welt voll und ganz überzeugen. Es gibt nun mehr kleine Details. Wenn ihr in einem Lebensmittelladen in der Stadt auf die Regale springt, fallen einige Gegenstände zu Boden. Außerdem sind Jonathan, Charlotte und die ganze Gegnerschar herrlich animiert.
Castlevania: Portrait of Ruin
Akustisch wird wieder hohes Niveau geboten. Egal wie skurril die Locations auch sind, der Sound ist immer top. In der Narrenwelt erklingen Melodien die einen an Zirkus erinnern, aber verzerrt und düster klingen. Im Land der Pharaonen ist es ähnlich. Die Musik passt zum Thema, hat aber noch immer ihren dunklen, mystischen Stil, der die Atmosphäre erst vollends komplett macht und einen gewaltigen Teil zur tollen Stimmung beiträgt. Einige Dämonen wurden sogar kurze Sprachsamples spendiert und die beiden Helden bringen auch ab und zu ein Wort über die Lippen. Die Soundeffekte wie das Knallen der Peitsche oder das Zerbröseln eines besiegten Skelletritters sind ebenfalls absolut grandios.
Touchscreen adé, Mehrspieler juche!
Castlevania: Portrait of Ruin
Machen wir uns doch nichts vor, aber die Touchscreen-Einlagen aus "Dawn of Sorrow" waren doch eigentlich für die Katz'. Hier und da ein mystisches Zeichen nachmalen und mitten im Spiel hektisch Eisblöcke per Stylus zerkleinern - das war alles andere als einfallsreich und besonders viel Spaß brachte das nun wirklich nicht. Bei Konami hat man das vermutlich auch gedacht und komplett auf diesen Schnick-Schnack verzichtet. Eine gute Entscheidung. Außer der übersichtlichen Karte wird auch der zweite Bildschirm nicht weiter genutzt. Das reicht aber auch. Besser so als ein lieblos hingepfuschtes Pseudo-Feature. Als Ausgleich hat man dafür einen Mehrspieler-Modus eingebaut. Besitzt ein Freund ebenfalls das Spiel oder nutzt ihr WiFi, so dürft ihr gemeinsam Vampire killen. Zu zweit können einzelne Abschnitte gespielt und Endgegner erlegt werden. Zusätzlich dürft ihr gefundene Gegenstände an Freunde verkaufen. Toll, dass so etwas eingebaut wurde, aber schade dass man nicht das ganz normale Abenteuer zu zweit bestreiten darf.
