Chorus im Test: Einmal Star Wars zum Selberspielen bitte!
Test 3,49 €
Die Releaseversion von Everspace 2 lässt noch bis Anfang 2023 auf sich warten und auch Star Citizen befindet sich irgendwo in der Entwicklungshölle. Da kommt das deutsche Entwicklerstudio Fishlabs mit dem Weltraum-Shooter Chorus gerade recht. Wir haben das Sci-Fi-Abenteuer auf Herz und Nieren überprüft und erzählen euch in unserem Test plus Video, warum wir begeistert sind.
In den nächsten Jahren sollen im Gaming-Bereich mehrfach die unendlichen Weiten des Weltalls erkundet werden dürfen. Mit Star Citizen und Everspace 2 befinden sich unter anderem zwei heiße Anwärter auf den langersehnten Nachfolger von Freelancer in der Entwicklung. Bis jetzt hat es nämlich kein Entwicklerstudio geschafft, an die Weltraum-Simulation von 2003 heranzukommen.
Heimlich, still und leise startet ab dem 3. Dezember noch dazu Chorus durch. Der Third-Person-Weltraum-Shooter des Hamburger Entwicklerstudios Fishlabs hebt sich zwar etwas von den zuvor genannten Spielen ab, punktet dafür aber mit einer düsteren und spannenden Story.
In diesem Artikel
Die dunkle Seite der Macht
Quelle: PC Games
Beim ersten Zusammentreffen mit neuen Gegnern bekommen wir gezeigt, welche Stärken und Schwächen die Schiffstypen besitzen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Nara. Die einzigartige Pilotin kämpfte einst auf der Seite des Zirkels, eines dunklen Kults, der vom "Großen Propheten" angeführt wird. Nachdem Nara einen kompletten Planeten zerstörte und Milliarden unschuldige Menschen ihr Leben verloren, flüchtete sie ins Exil.
Doch zu Spielbeginn holt die Vergangenheit unsere Heldin ein. Als der Zirkel anfängt, ihre neue Heimat anzugreifen, entschließt sich Nara, nicht mehr davonzulaufen und den Kult rund um den Großen Propheten zu bekämpfen. Trotz verstörender Visionen und der ständigen Angst, rückfällig werden zu können, dringt unsere Pilotin immer tiefer in die dunkle Welt des Zirkels ein.
Open World oder lineares Abenteuer?
Quelle: PC Games
Schließen wir solche kleineren Zufallsereignisse ab, erhalten wir von den Personen Credits oder Teile für unser Schiff.
In der rund 15-20-stündigen Hauptstory müssen wir die meisten Menschen zunächst dazu bringen, uns wieder zu vertrauen. Obwohl uns Chorus (jetzt kaufen 22,07 € / 3,49 € ) fünf offene Sternensysteme bietet, zieht sich der Handlungsstrang eher linear durch das Abenteuer. Wenn wir mit unserem Raumschiff von A nach B fliegen, kommt dennoch ein schönes Open-World-Feeling auf.
Wir stolpern auf unseren Reisen zu den Hauptquests immer wieder über Nebenmissionen und Zufallsereignisse. Während die kleineren Missionen abwechslungsreich sind, wiederholen sich die zufälligen Events relativ schnell.
Quelle: PC Games
Forsa, unser intelligentes Raumschiff, steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Manchmal zweifelt es aber auch unsere Meinung an.
In unserem Testdurchlauf begegneten wir beispielsweise dreimal einer Pilotin, die vergessen hat, ihr Raumschiff aufzutanken. Zwar dauern die meisten dieser Ereignisse höchstens wenige Minuten, der Immersion schadet es trotzdem ein wenig.
Die fünf Sternensysteme Stega Rim, Stega Central, Amarok, Kinuuk und Nimika sind allesamt mit Sprungtoren verbunden. Sobald wir an einen bestimmten Punkt der Story gelangen, können wir also flott von System zu System hoppsen.
Da Chorus ein reiner Weltraum-Shooter ist, sehen wir Planeten dagegen nur im Hintergrund und können diese nicht erkunden. Die Action findet einzig in der Schwerelosigkeit statt und das funktioniert sehr gut.
Ein treuer Begleiter
Im Kampf gegen den Zirkel kann Nara zudem auf die Dienste ihres Kult-Raumschiffs zählen. Forsaken ist nicht nur überaus intelligent, sondern zeigt und versteht auch Gefühle. Die Bindung der beiden spielt in der kompletten Geschichte eine große Rolle.
Forsa, wie Nara ihren Begleiter nennt, zweifelt sogar getroffene Entscheidungen an und hinterfragt die Loyalität bestimmter Wegbegleiter. Das Zusammenspiel der Pilotin und ihres Raumschiffs passt hervorragend in die düstere Atmosphäre und bleibt bis zum letzten Augenblick spannend.
In der Nähe von Weltraumstationen finden wir Hangars, in denen wir Forsa auf den neuesten Stand der Technik bringen. Mit Credits, die wir in den Weiten des Weltraums einsammeln oder durch das Abschließen von Missionen erhalten, kaufen wir dort Verbesserungen für unser Raumschiff.
So lassen sich der Rumpf und der Schild verstärken, außerdem verbessern wir Gatling Gun, Laser- und Raketenwaffe. Auch ein paar Modifikationen für mehr Durchschlagskraft oder einen besseren Antrieb lassen sich installieren.
Abwechslungsreiche Dogfights
Quelle: PC Games
Wenn uns das Zirkel-Vulture mit seinem Laserstrahl fokussiert, müssen wir im richtigen Moment ausweichen. Viele Treffer halten wir nämlich nicht aus.
Für die vielen unterschiedlichen Gegnertypen benötigen wir nämlich verschiedene Taktiken und Waffen. Die einfachen Zirkel-Crows greifen meist in Gruppen an, sind aber leichte Beute für unsere Gatling Gun.
Bei Ravens und Vultures benötigen wir dagegen schon mehr Feuerkraft durch Laser und Raketen. Und das ist lange noch nicht alles. Der Kult besitzt eine riesige Armada an Schiffstypen. In den meisten Schlachten müssen wir flink zwischen unseren Waffen hin-und-herwechseln, um zu bestehen.
Weiter geht's auf Seite 2!
