Civilization 6: Zehn beliebte Mods vorgestellt

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Civilization 6: Zehn beliebte Mods vorgestellt
Quelle: PC Games

Es gibt viele Mods für Civilization 6. Wir stellen euch in diesem Special zehn sehr beliebte und nützliche Mods vor. Damit könnt ihr euer Spiel nach persönlichen Vorlieben anpassen oder einfach ein wenig die Zeit bis zur Veröffentlichung der Erweiterung Rise and Fall überbrücken.

Bei Civilization 6 (jetzt kaufen / 53,99 € ) hat es ein wenig gedauert mit den Mods. Anders als beim Vorgänger waren Mod-Tools und eine Integration in den Steam-Workshop nicht von Anfang an Teil des Spiels. Erst mit einem großen Update im Februar 2017, fünf Monate nach Release, reichten die Entwickler von Firaxis entsprechende Funktionalitäten nach. Entsprechend schleppend entwickelte sich die Mod-Szene rund um Civ 6. Während für Civilization 5 inzwischen mehr als zehntausend Mods entstanden sind, kommt er Nachfolger nach gut einem Jahr nur auf knapp über 1.000. Allerdings hat der Vorgänger nun auch schon sechs Jahre mehr auf dem Buckel. Aber auch wenn die Auswahl an Mods bei Civilization 6 noch nicht so groß ist, sind doch bereits eine ganze Reihe wirklich großartiger Fan-Anpassungen darunter zu finden. Um euch die Wartezeit auf die Erweiterung Rise and Fall zu verkürzen, die am 8. Februar 2018 erscheint, stellen wir euch in diesem Special zehn ausgesuchte Mods vor.

Free Camera

Modder: MadManCam
Quelle: Steam Workshop

Die Free-Camera-Mod macht es möglich Civilization 6 aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten und zu spielen. Sie erlaubt es dem Spieler die Kamera von ihrer Standard-Position zu lösen und frei in der digitalen Welt zu schwenken, kippen und rotieren. Beschränkungen für den maximalen und minimalen Zoom-In und -Out wurden ebenfalls aufgehoben. Zusätzlich lässt sich die Tageszeit beliebig vor- und zurückdrehen.

Free Camera Quelle: PC Games Free Camera Alle Funktionen der Free Camera lassen sich über Schnelltasten steuern. Damit diese allerdings funktionieren, muss man in den Spieloptionen die Tastenbelegungen für W, A, S, D, Q, E, R und T entfernen, damit diese nicht doppelt belegt sind. Die Option zwischen der Standard-Kamera von Civ 6 und der mit über die Free-Camera-Mod eigens eingestellten Kamera hin und her zu wechseln bietet viel Potential. So lässt sich beispielsweise mit einem Tastendruck auf die stark herausgezoomte Kamera wechseln, die einem einen taktischen Überblick über die Nachbarstaaten gibt und dabei hilft zu entscheiden, ob man es wagen kann einen Handwerker zu produzieren oder doch lieber sein Militär aufstocken sollte.

Aber auch wer seine florierende Zivilisation einfach nur einmal genauer betrachten will und ein paar schöne Screenshots nebenbei schießen möchte, ist mit der Mod gut aufgehoben. Der unbegrenzte Zoom-In mit praktischer automatischer Neigung, um nicht durch den Boden zu zoomen, zeigt die detaillierten Städte, Bauwerke, Weltwunder und Tiere von ganz nah. Mit der Option die Tageszeit beliebig zu verändern, lassen sich so hübsch in Szene gesetzte Screenshots erstellen. Zu empfehlen ist die Free-Camera-Mod in Kombination mit dem R.E.D. Modpack, das die Maßstäbe diverser Einheiten anpasst.

Ganz ohne Probleme ist die Mod allerdings nicht. Vor allem beim Zoomen kommt es immer wieder zu Fehlern. Bei einem größeren Zoom-Out färben sich ganze Reihen der sechseckigen Geländefelder in einem schwarz-gelblichen-Farbton und flackern unschön. Beim Zoom-In zeigen sich etwas mehr Schwächen. Wie anfangs erwähnt verhindert die automatische Neigung ein ungewolltes Fallen durch den Boden, aber leider auch nur bis zu einem gewissen Grad. Beim Versuch einen schönen Screenshot seiner Hauptstadt zu knipsen, kann es schon einmal vorkommen, dass man durch das Spielbrett fällt. Ab einem bestimmten Neigungswinkel ploppt hinter dem Spielfeld ein Hintergrundbild auf, damit man nicht ins Leere starrt. Modder MadManCam bietet zwar eine Sammlung an unterschiedlichen Hintergründen an, allerdings werden diese trotzdem einfach von einem braunen Kasten abgeschnitten, wenn ein zu steiler Neigungswinkel erreicht ist. Die acht Schnelltasten zur Bedienung sind größtenteils etwas unpräzise und müssen manuell nachjustiert werden. Es empfiehlt sich in diesem Fall gleich zur Maus zu greifen, die ebenfalls die Free-Camera-Mod steuern kann und bessere Ergebnisse liefert.

Improved Fog of War

Modder: mironos
Quelle: Steam Workshop

Die "Improved Fog of War"-Mod nimmt sich dem Problem des Kriegsnebels an, der viele Spieler von Civilization 6 plagt. Die Mod von mironos erhöht den Kontrast in bereits erkundeten Bereichen des Spielfelds, Improved Fog of War Quelle: PC Games Improved Fog of War um sie besser von unentdeckten Teilen der Karte unterscheiden zu können. Zusätzlich zum Kontrast erhalten entdeckte Städte, Felder und weitere Elemente, die sich im Kriegsnebel befinden, etwas Farbe verpasst und bleiben nicht im Braunton der restlichen, unentdeckten Karte.

Sobald die Mod installiert ist, braucht ihr nichts weiter zu beachten. Schnelltasten für etwaige Extrafunktionen stehen nicht zur Verfügung. Wer bereits länger mit dem normalen Kriegsnebel von Civilization 6 gespielt hat, wird die Verbesserung sofort bemerken. Vor allem wenn schon mehrere Runden gespielt sind, die Späher schon fleißig unterwegs waren und man sich noch einmal das ausgekundschaftete Terrain ansehen möchte, hilft die Mod ungemein. Städte treten farbig und gut sichtbar hervor, genauso wie Bauten, aber auch Felder, die mit Ressourcen aufwarten. Insgesamt tut die Mod genau das, was ihr Name verspricht.

Community Quick User Interface

Modder: Sparrow, Azurency, Aristos
Quelle: Steam Workshop

Die "Community Quick User Interface"-Mod, kurz CQUI, ist eine Open-Source-Mod für Civilization 6, die neben eigenen Verbesserungen, acht nützliche Interface-Mods integriert hat. Sie wartet mit über 40 Veränderungen auf, die dem Spieler das Leben erleichtern sollen. So wurde zum Beispiel das Menü für die Produktion und Große Persönlichkeiten komprimiert und neu angeordnet. Mit der Produktionsliste lassen sich mehrere Einheiten und Bauwerke gleichzeitig in Produktion geben, die nacheinander hergestellt werden sollen. Das System, mit dem Stecknadeln auf der Community Quick User Interface Quelle: PC Games Community Quick User Interface Karte angebracht werden können, wurde verbessert und mit neuen Pins erweitert. Einheiten-Aktionen wie Löschen und Verkaufen sind nicht mehr hinter einem ausklappbaren Menü versteckt. Außerdem wurden die Erfahrungsbalken um das Doppelte vergrößert, um einfacher den Fortschritt einsehen zu können. Vereinfachte Gerüchte-Meldungen bieten einen schnellen Überblick über Veränderungen in der aktuellen Partie. Weiterhin ist es praktisch, Runden per Rechtsklick in der unteren rechten Ecke beenden zu können, auch wenn noch nicht alle Einheiten-, Forschungs- und Produktionseinrichtungs-Aktionen ausgeführt wurden.

Die Vielzahl an Veränderungen, die die CQUI-Mod mit sich bringt, mag zwar auf den ersten Blick überwältigend sein, sorgt jedoch nach etwas Einarbeitungszeit für ein besseres Spielerlebnis. Unübersichtliche Menüs wurden komprimiert und neu sortiert, Pop-Ups und Voice-Over können nach Belieben an- und ausgeschaltet werden, aber auch die Größe der Mini-Map kann nach Wunsch verändert werden. In Kombination mit den integrierten Mods, wie dem verbesserten Handelsfenster, der Produktionsliste, den vereinfachten Gerüchte-Meldungen und dem verbesserten Diplomatie-Fenster, laufen Civ-6-Runden flüssiger, da man sich unzählige Klicks sparen und wichtige Informationen auf einen Blick abrufen kann. Die Mod hilft nicht nur Einsteigern sich schneller zurecht zu finden, sondern hält auch für Alteingesessene Fans ein besonderes Schmankerl bereit. Dazu zählt die Möglichkeit, die Tastenbelegung aus dem fünften Teil der Civ-Reihe, in den sechsten Ableger zu übernehmen. Spieler, die vor haben mehrere Mods auf einmal zu verwenden, sollten CQUI jedoch mit Vorsicht genießen. Aufgrund der großen Anzahl an Veränderungen, die die Mod mit sich bringt, kann es leicht zu Überschneidungen kommen, die dann zu Fehlern führen können.

Yet (not) Another Maps Pack

Modder: Gedemon, tomaltachpaulson
Quelle: Steam Workshop

Yet (not) Another Maps Pack bringt neuen Schwung in die Kartenwelt von Civilization 6. Die Mod wartet mit den drei neuen Kartengrößen Enormous (128x80), Giant (180x94) und Ludicrous (200x100) auf. Zusätzlich dazu bietet die Mod verschiedene Karten, wie Europa oder die Erde selbst. Auf Yet (not) Another Map Pack (1) Quelle: PC Games Yet (not) Another Map Pack (1) diesen lassen sich, in Kombination mit den in der Mod enthaltenen Scripts, beispielsweise Spiele auf der Welt-Karte starten, in denen die deutsche Zivilisation in den Feldern des digitalen Deutschland startet. Für Multiplayer-Fans im großen Stil bietet die Mod die Option ein Spiel mit bis zu 63 Zivilisationen zu starten.

Die Mod ist ein Muss für alle Fans von Civ 6, die einmal im ganz großen Stil mit ihrer Zivilisation die Welt erobern wollen. Auf den oben genannten neuen Karten lassen sich die verschiedenen Scripts wie kulturelle/echtwelt Startpunkte problemlos verwenden, auch wenn es aufgrund der Größe der Map gelegentlich zu Fehlern beim Laden kommen kann. So landen wir mit der deutschen Zivilisation in Amerika und müssen die Karte neu laden. Ärgerlich - aber bei einem Neustart sollte das Problem behoben sein. Zu beachten ist allerdings für Besitzer von etwas leistungsschwächeren PCs, dass vor allem Karten-Größen wie Ludicrous mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher und vier Gigabyte Videospeicher benötigen sowie mehr als fünf Minuten laden können.

Meteor Survival

Modder: djkrose
Quelle: Steam Workshop

Meteor Survival ist eine Map-Script-Mod, die den Spieler in eine post-apokalyptische Welt wirft, in der ein Meteorit eingeschlagen ist. Der riesige mit Wasser gefüllte Krater ist umgeben von einem schmalen Streifen Land, in und um den die Zivilisationen kämpfen müssen, denn dahinter liegt nur die Meteor Survival Quelle: PC Games Meteor Survival eisige Tundra. Die Karte, die Spieler betreten, wenn das Meteor Survival-Szenario gestartet wird, wird zufällig erstellt, weshalb keine Karte der vorherigen gleicht. Unterstützt werden fast alle Kartengrößen und Optionen.

Die Meteor-Survival-Mod wirft Spieler auf eine Karte, in der sich Zivilisationen dazu gezwungen sehen, um die raren Ressourcen der Welt zu kämpfen. Das post-apokalyptische Szenario bringt frischen Wind in die Welt von Civilization 6 und verlangt den Spielern einiges ab. Altbewährte Strategien müssen hier schnell über Bord geworfen werden, wenn sich die benachbarte Zivilisation auf wertvolle Ressourcen zubewegt. Interessant bleibt das Szenario auch durch die zufällig generierten Karten, auch wenn dieser Aspekt nicht immer positiv ausfällt. So kann es schon einmal vorkommen, dass wir uns zu Beginn neben einer Bergkette wiederfinden, die uns den Weg in eine Richtung versperrt, aber in der anderen Richtung sich die anderen Zivilisationen bereits breit gemacht haben. Für den einen mag die zusätzliche Herausforderung genau das Richtige sein, für den anderen ist es einfach nur ärgerlich. Die Mod wirbt außerdem damit, dass sie alle Kartengrößen unterstützt. Das ist zwar an sich korrekt, jedoch funktioniert das auf kleineren Karten nicht wirklich. Der Krater, der auf jeder Karte dieser Mod zu finden ist, passt sich nämlich der kleinen Kartengröße nicht wirklich an. Das führt dazu, dass die kleineren Karten in der Mitte eine riesige Wassermasse aufweisen, die zwei schmale Streifen Land links und rechts von ihr, voneinander trennt.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Civilization 6: Zehn beliebte Mods vorgestellt (1-5)
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