Colin McRae Rally 2005 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Colin McRae macht auch auf Nokias tragbarer Plattform dem N-Gage eine mehr als gute Figur.

Mit Colin McRae Rally 2005 feiert Codemasters seinen Einstand auf der mobilen Plattform von Nokia, dem N-Gage. Dabei liefert uns die englische Spieleschmiede nicht etwa einen weiteren 2D-Raser mit Sicht von Oben oder gar eine pseudo-3D Ansicht wie wir sie von den Mode 7 Spielen auf dem Gameboy Advance her kennen, sondern eine richtige 3D-Grafik die uns die bekannte Verfolgeransicht ebenso bietet wie die Motorhaubenkamera. Denn Colin für das N-Gage ist tatsächlich ein kleiner Bruder der großen Rallyesimulation auf Konsolen und PC geworden. Alle wichtigen Features werden uns geboten und auch der Umfang selbst kann sich sehen lassen. Es werden uns die bekannten Automarken von MG, Mini Cooper, Peugeot, Subaru, Toyota, Audi, Volkswagen, Citroén, Renault und Mitsubishi angeboten, die wir in insgesamt acht Ländern dreckig machen dürfen. Schade, dass wir zwar Finnland, Griechenland, Frankreich, Schweden, Australien, Kenia, Italien und England mit jeweils ganzen acht Einzeletappen angeboten bekommen, die neuerdings in der Konsolen- und PC-Version vorkommenden deutschen Pisten aber gibt es in der N-Gage Variante leider nicht.

Subaru im Staub Subaru im Staub Das ist aber auch der einzig negative Punkt der anzusprechen ist, denn davon abgesehen bietet uns Colin für das N-Gage tatsächlich das komplette Rallye-Erlebnis, und noch etwas mehr. Für den Spaß zwischendurch bietet sich die Einzeletappe und das Einzelrennen an, welches sich natürlich auf die bereits freigeschalteten Autos und Etappen beschränkt. Selbstverständlich gibt es auch die Zeitrennen, bei denen es ausschließlich um die eingefahrene Bestzeit geht. Dreh- und Angelpunkt freilich ist die angebotene Meisterschaft, die uns je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad die einzelnen Länder mit jeweils vier, sechs oder acht Etappen bestreiten lässt. Damit ist klar, dass man erst im höchsten Schwierigkeitsgrad die letzten Pisten freischalten kann. An die zu Beginn noch gesperrten Autos aber kommt man leichter heran, fast jede beendete Landesrallye schaltet eines frei, so dass sich unser Fuhrpark recht schnell erweitert.

Das Replay Das Replay Erstaunlich auch wie viele Tuning- und Reparaturoptionen uns Colin für das N-Gage bietet. Es lassen sich Reifentyp, Übersetzungsverhältnis, Federungshärte, Stabilisator und die Bremskraft ebenso einstellen wie das Bremsverhältnis oder die Kraftübertragung. Ebenso viele Möglichkeiten zu Reparieren sind vorhanden, was uns zwingt unsere Reparaturzeit genau einzuteilen. Die vom großen Bruder bekannten Verbesserungen, die man sich erst in entsprechenden Test-Sessions erarbeiten muss, gibt es in der Handheld-Variante nicht.

Das Interface selbst kommt einen als erfahrener Colin-Spieler ebenfalls sofort bekannt vor. Es wurde im selben Design gehalten wie die Konsolenversionen. Sogar dieselbe Hintergrundmusik empfängt uns im Spiel. Für ein Handheld-Game erstaunlich ist die Replay-Funktion, die uns das gesamte Rennen in der Widerholung zeigt, eben genau so wie auf der Konsole.

Der Sound

Wie es sich für einen Colin gehört gibt es Musik nur im Menü, während der Rennen hingegen können wir uns voll auf die Motoren- und Getriebegeräusche konzentrieren, dem Schotter im Kotflügel lauschen oder mitjammern wenn das Blech zu singen beginnt. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollten wir unserem Beifahrer aufmerksam zuhören, der uns die Strecke erstaunlich detailliert ansagt.

Die Grafik

Mitsubishi auf Asphalt Mitsubishi auf Asphalt Die gebotene 3D-Grafik darf sich wirklich so schimpfen und zeigt uns nicht nur richtige 3D-Welten mit angenehm hoher Sichtweite, mit Serpentinen die sich den Berg hinaufschlängeln oder Schotterpisten auf griechischen Ebenen, sondern begeistert auch wegen ihrer schnellen und flüssigen Widergabe. Denn nur so ist es möglich den Wagen exakt zu steuern, den richtigen Bremspunkt zu finden und aus der Haarnadelkurve wieder optimal heraus zu beschleunigen.

Die Steuerung

Mit ihren Teil dazu trägt die gelungene Steuerung bei, die es uns tatsächlich erlaubt Kurven im gewünschten Gang anzufahren und möglichst optimal zu beschleunigen ohne den Wagen quer zu stellen. Da sich auch die Empfindlichkeit der Lenkung fast stufenlos einstellen lässt sollte jeder Spieler die für ihn optimale Einstellung finden. Wer die besondere Herausforderung sucht benutzt natürlich das manuelle Getriebe und schaltet mit der Hand, denn nur so kann man noch die letzte Sekunde herausholen.

Multiplayer Optionen

Am Start Am Start Für den Spaß mit Freunden bietet uns Colin auf dem N-Gage zwei Möglichkeiten. Entweder verbindet man sich per Bluetooth-Schnittstelle mit einem Freund und fährt gemeinsam eine Einzeletappe oder eine Einzelrallye, oder man lädt sich von der N-Gage Arena einen gespeicherten Ghost herunter und versucht diesen zu schlagen. Zusätzlich gibt es in der N-Gage Arena noch die Bestzeiten der anderen Spieler zu bestaunen, die wir selbstverständlich zu schlagen versuchen. Auch eine Weltrangliste steht dort zur Verfügung.

Meinung

Wertung zu Colin McRae Rally 2005 (NGA)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
Richtige Beifahreransageerstaunlich flüssige 3D-Grafikgelungene Steuerunggroßer Umfangsehr reale Soundkulisse
Bluetooth-Multiplayer nur für maxzwei Spieler
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