Actionreiches Gameplay, eine effektvoll bunte Grafik und richtig trashige Videosequenzen.
Missionsziel: Zerstörung
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Was allerdings bei Alarmstufe Rot 3 neu eingeführt wurde, ist das Upgrade-System. Bisher musste man Verbesserungen für Einheiten oder Superwaffen in den jeweiligen Gebäuden für gutes Geld erforschen. Diesmal bekommt man für gelungene Aktionen eine bestimmte Anzahl an Punkten, die man in Technologien und verbesserte Ausrüstung stecken kann. In einem zentralen Bildschirm, der an einen Fähigkeitenbaum bei einem Rollenspiel erinnert, werden die Punkte schließlich verteilt. So können die Russen beispielsweise Schrott aus dem Orbit auf einen bestimmten Punkt werfen, sehr kreativ.
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Das Missionsdesign fällt auf den ersten Blick recht abwechslungsreich aus, schließlich gibt es Commando-Missionen mit Tanya oder Natasha ohne Basisbau, dann müssen bestimmte Gebäude eine gewisse Zeit lang beschützt werden, oder es wird schlicht alles auf der Karte ausradiert, letzteres herrscht dabei vor. Auch die Schlachtfeld-Karte kann eine Überraschung mit sich bringen, da sie sich im Laufe einer Mission erweitern kann. Da glaubt man, dass der Auftrag zu Ende ist und dann kommt doch noch ein neuer Befehl herein. Trotzdem läuft sich das C&C-Prinzip langsam platt. Seit den 90er Jahren hat sich bis auf die Grafik nur wenig verändert. Trotz neuer Einheiten und einzeln eingestreuter Features, merkt man so langsam aber sich den Abnutzungseffekt der Serie immer stärker, denn das alles hat man schon in ähnlicher Form in den vorherigen Ablegern der Reihe gesehen.
Zu zweit kämpft es sich besser
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Um diesem Abnutzungseffekt entgegen zu wirken, hat Electronic Arts einen kooperativen Modus auf die Beine gestellt, in dem man online mit einem Freund alle drei Kampagnen, für die man übrigens an die 20 Stunden benötigt, gemeinsam absolvieren kann. Das verschafft Alarmstufe Rot 3 einen nicht zu unterschätzenden Motivationsbonus. Schließlich kann man sich über Headset mit dem Kollegen absprechen, Angriffe planen und sich gegenseitig aus der Patsche helfen. Da die Kampagnen darauf ausgelegt sind, das Spiel mit zwei Commandern zu bestreiten, springt ansonsten die KI ein. Hier stehen unterschiedliche Befehlshaber zur Verfügung, die uns helfen. Theoretisch sollen sie eine unterschiedliche Persönlichkeit aufweisen, die sich auf das Vorgehen auswirkt. Im Test haben wir davon leider nichts bemerkt.
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Ganz im Gegenteil, denn der Computer-Partner ist selten eine große Hilfe. Oft stellt er seine Armee falsch auf und rennt regelmäßig ins Verderben. So baut er beispielsweise eine riesige Flotte von U-Booten, obwohl der Feind kaum Seeeinheiten besitzt. Immerhin können wir unserem Kollegen diverse Befehle geben. So schickt man ihn und seine Einheiten an einen bestimmten Punkt, lässt ihn angreifen oder eine Armee ausheben. Direkte Kontrolle über seine Einheiten haben wir dabei allerdings nicht. Dennoch kann man auf diese Weise einigermaßen koordinierte Angriffe durchführen. Und manchmal dient die KI auch ganz gut zur Ablenkung, was aber kein Ersatz für einen menschlichen Mitspieler ist.
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Online bietet uns Alarmstufe Rot 3 wieder recht taktische Gefechte, die nach 1-2 Patches auch recht gut verliefen und viele Komfortfeatures bieten. Für eine kleine Schlacht für zwischendurch eignet sich Alarmstufe Rot 3 hervorragend. Gewohnt präzise ist auch die Steuerung, die eigentlich schon bei den Vorgänger samt Übersichtskarte schnell zu handhaben war. Das einzige Problem ist, dass man nicht weit genug heraus zoomen kann. Wie immer kann man Armeen zu Gruppen Zusammenfassung, das Tempo des Aufmarsches bestimmen und vorgegeben Formationen wählen, die allerdings nicht unbedingt großen Einfluss auf den Ausgang einer Schlacht haben. Und dann gibt auch Sachen, die sind völlig nutzlos: Einheiten können zwar im Rang aufsteigen und haben dadurch Angriffsboni, im Endeffekt ist dies kaum von Vorteil, da sie zu schnell zerstört werden. Ebenfalls etwas sinnlos sind einige Einheiten, die man ein Mal nutzt, um zu sehen was sie können, danach lässt man sie zu Hause.
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3
Bleiben wir beim Allgemeinen: Glücklicherweise ist der Schwierigkeitsgrad nicht mehr so stark schwankend, wie bei Command & Conquer 3: Tiberium Wars. Dennoch kommt es vor, dass man sich durch eine Mission beißt, während die darauf folgenden Aufträge ein Kinderspiel sind. Die Sowjetkampagne dient quasi als Einführung und ist für jeden machbar, die Allierten-Missionen dauern da schon etwas länger, während es bei den Japanern durchaus knifflig zur Sache gehen kann. Am Ende sollte man auch diese Reihenfolge beherzigen, da man so die Sidekicks besser verstehen kann. Übrigens wurde das Spiel bereits mehrmals gepatcht. Zu Beginn hatten wir mit dem Spiel auch durchaus schwerwiegende Probleme. In den Menüs musste man sehr lange auf einen schwarzen Bildschirm starren, während die Performance bei maximalen Wasserdetails trotz High-End-Rechners massiv in die Knie ging. Dank der Software-Flicken wurden diese Probleme größtenteils behoben.
