Conker: Live and Reloaded im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Nach mehrjähriger Entwicklungszeit hat es Rare nun geschafft das Remake des N64-Klassikers fertig zu stellen.

Tediz vs. OKE

Wahl des MP-Charakters Wahl des MP-Charakters Völlig neu und ziemlich abweichend vom Singleplayer-Part ist der mitgelieferte Multiplayer-Part. Dieser erlaubt es uns alleine die gebotene Kampagne ebenso zu spielen wie gemeinsam oder gegen einen Freund sowie selbstverständlich auch per XBL. Maximal können sich 16 Spieler auf den gebotenen Schlachtfeldern tummeln, die voller Spezialwaffen und Fahrzeuge sind, wobei es immer zwei Parteien gibt, zwischen denen man sich entscheiden muss. Auf der einen Seite stehen die Tediz, die eigentlich niemand so richtig mag und von denen die Feinde immer behaupten, sie würden zur Achse des Bösen gehören. Auf der anderen Seite steht die OKE, das sogenannte Oberkommando der Eichhörnchen, also die Guten im Spiel. Egal für welche Seite man sich entscheidet, grundsätzlich gilt es auch noch einen bevorzugten Charakter zu wählen, was gleichzeitig die mitgeführten Waffen bestimmt. Diese werden also nicht auf dem Spielfeld eingesammelt, denn dort gibt es nur die begehrten Upgrades, aber keine neuen Waffen.

Online-Gemetzel Online-Gemetzel Egal ob wir nun lokal auf einer einzigen Konsole spielen oder uns doch per System-Link oder XBL mit anderen Spielern Verbinden, immer bestimmt die gewählte Karte auch gleichzeitig den Spielmodi. Denn die einzelnen MP-Missionen sind zu einer Geschichte zusammengefasst welche den Krieg zwischen den Tediz und den Eichhörnchen thematisiert. Nacheinander werden uns so die verschiedensten Aufgaben gestellt, die sich auf den Punkt gebracht immer um die bekannten Spielmechaniken Capture the Flag, Deathmatch und Domination drehen. So müssen die Eichhörnchen beispielsweise versuchen in eine Festung einzudringen, wofür es drei Hindernisse wegzuräumen und den Anführer auszuschalten gilt. Klar, dass die Aufgabe der Tediz darin besteht die Eichhörnchen innerhalb des Zeitlimits daran zu hindern ihr Ziel zu erreichen. Noch schneller erklärt sind die CTF-Maps, bei denen es die klassische Fahne der Feinde zu stehlen und in die eigene Festung zu bringen gilt.

Ein fest monitiertes Geschütz Ein fest monitiertes Geschütz Die gebotenen Karten sind wirklich sehr gelungen und benötigen mitunter schon einige Übungsspielchen bevor man sich wirklich zurechtfindet. Besonders die Karten mit den aneinanderhängenden Aufgaben können einen schon manchmal recht orientierungslos zurücklassen. Zwar gibt es ein eingeblendetes 3D-Radar, welches uns neben der Richtung auch die Höhe der anderen Mitspieler und der wichtigen Objekte anzeigt, dieses fiel aber recht unübersichtlich aus und taugt kaum uns den richtigen Weg zu zeigen. So bleibt einem nichts anderes übrig als die Karten offline gut kennen zu lernen um dann online auch eine Chance zu haben. Denn wer nicht weiß was es zu tun gibt oder wo es was zu finden gibt, hat schon verloren.

So vorbildlich die Karten selbst auch gelungen sind, so hat Rare doch etwas am Umfang gespart. Denn der MP-Part bietet uns "nur" acht verschiedene Karten, die bekanntlich nur einen einzigen Spielmodi bieten. Wünscht man sich beispielsweise ein Deathmatch, muss man zwischen den einzigen zwei Karten wählen welche diesen Modi bieten. Beim Online-Spiel wechseln die Karten entsprechend der Geschichte nacheinander durch und kredenzen uns so eine immer andere Spielweise, eben die welche zu der gewählten Karte gehört. Das schränkt einem natürlich etwas ein und lässt den Wunsch nach neuen Karten per XBL aufkommen.

Der Splitscreen Der Splitscreen Neben den erwähnten Primärwaffen verfügt auch jeder Teddie und jedes Eichhörnchen über eine Sekundärwaffe oder Gerät. Darunter so bekannte Dinge wie diverse Granaten oder ein Hackertool um feindliche Terminals zu übernehmen. Repariert werden können diese mit dem Bogenschweißer, so wie wir mit der Medkanone eigene Kameraden reparieren, äh, heilen können. Besonders lustig, auch wenn sie nur selten zum Einsatz kommt, ist die Schnüffelkamera, eine ferngelenkte Cam die sich ideal eignet um das Feindgebiet zu sondieren.

Tediz im Schneegestöber Tediz im Schneegestöber Die erwähnten Terminals dienen dazu Spezialwaffen anzufordern. Diese müssen am Terminal bestellt und sodann zum Einsatzort transportiert werden. Die einfachste Art dieser Waffen sind die Minen, die wir nach unserem Gutdünken verteilen können. Etwas schwerer zu transportieren, dafür umso schlagkräftiger, sind die Robo-Flak und das Robo-Geschütz, die sich selbst erklären sollten. Sehr schwierig aufzustellen, danach aber umso nützlicher, sind die sogenannten Wegbereiter. Dabei handelt es sich um Sprungtore die den schnellen Transport von Punkt A nach Punkt B gestatten. Dafür aber müssen erst einmal beide Tore aufgestellt und aktiviert werden, was mitten im Kampf recht schwierig sein kann. Da ist es wesentlich einfacher sich eines der Gefährte zu schnappen die uns ebenfalls zur Verfügung stehen. Allerdings ist dabei immer zu beachten, dass nicht jeder Spieler jedes Fahrzeug benutzen kann, je nach seiner Klasse. Die Kröte MK. II beispielsweise ist das einzige Fahrzeug das Dreckfressern ebenso zur Verfügung steht wie den Thermophilen. Schleicher und Pelzjäger hingegen greifen zum Rowdy, der zwar kein Geschütz besitzt dafür aber mit einem Turbo aufwarten kann. Als Demolierer hingegen kann man sich des Tankus bedienen, wobei es sich um einen sehr schlagkräftigen, gut gepanzerten aber auch recht langsamen Panzer handelt. Die Himmelsstürmer schließlich sind es die sich auch der fliegenden Gefährte bedienen können, als das wären das Ross, welches neben der starken Bewaffnung auch einen Schleudersitz mit Fallschirm bietet, sowie den Dumbo 52, einen Bomber und Truppentransporter und wohl größtes Gefährt in Conker.

Meinung

Wertung zu Conker: Live and Reloaded (XB)

Wertung:

9.4 /10
Pro & Contra
SpitzengrafikSpitzensoundhervorragende Sprachausgabemehr als gelungener Humorumfangreicher Singleplayer-Partbis 16 Spieler online
Multiplayer-Part könnte ruhig etwas mehr Karten und Spielvarianten bietenkaum hilfreiches 3D-Radarohne Kenntnisse der MP-Maps hat man online kaum eine Chance
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