Control in der E3 Vorschau: Herrlich bizarres Abenteuer der Macher von Alan Wake und Quantum Brake

Special Lukas Schmid
Control in der E3 Vorschau: Herrlich bizarres Abenteuer der Macher von Alan Wake und Quantum Brake
Quelle: 505Games

Control in der E3-Vorschau: Dass Remedy, die Macher von Action- und Atmosphäre-Highlights wie Max Payne, Alan Wake und Quantum Break, an an einem neuen Spiel schrauben, wussten wir schon länger. Nun wurde endlich auch enthüllt, um was es sich handelt: Control heißt das gute Ding und schickt uns in eine Welt, in der nichts so ist, wie es scheint. Unsere Preview mit Eindrücken von der E3!

Jeder kennt solche Tage: Da reist man zu einem mysteriösen Gebäude in New York, um sich den Dämonen der eigenen Kindheit zu stellen, erlebt live mit, wie selbiges Gebäude von einer uralten Entität übernommen und die Büroangestellten darin entweder umgebracht oder in willenlose Sklaven verwandelt werden und wird, nachdem man eine seltsame Pistole aufgehoben hat, unfreiwillig zum Director einer geheimen Regierungsorganisation befördert.

Was, kennt man nicht? Nun, Jesse Faden, die Protagonistin aus Control (jetzt kaufen 39,99 € ), zumindest schon. Aus von den Entwicklern noch nicht genauer spezifizierten Gründen, die in ihrer Vergangenheit liegen, begibt sie sich zum sogenannten Oldest House, welches das sogenannte Federal Burau of Control beherbergt, eine Organisation, die sich der Erforschung und eben Kontrolle übernatürlicher Phänomene verschrieben hat. Die angreifende bösartige Macht hört auf den Namen The Hiss und sie ist nicht zum Spielen da, wie Jesse in der live für uns gespielten Demo des Spiels feststellen muss. Die nun für The Hiss kämpfenden Angestellten des Bureaus kennen keinen Selbstschutz mehr und gehen in den Kampf über, sobald sie uns sehen.

Erster Tag im neuen Job

Zum Glück verfügt die Waffe, welche uns zum neuen Director ernannt hat - nachdem der alte bei dem Angriff auf das Oldest House sein Leben gelassen hat - über unendlich Munition. Und sie ist nicht unsere einzige Verteidigungsmöglichkeit. Auf Knopfdruck kann Jesse Schutt um sich herum mit in ihr erwachten telekinetischen Kräften zu sich ziehen und daraus ein stilvolles Schild zusammenbasteln. Ebenso kann sie ihre neuen Kräfte nutzen, um Gegenstände - und auch Feinde - durch die Luft zu schleudern.

Das, was wir in der Demo vom Kampfsystem zu sehen bekamen, sah nicht sonderlich innovativ, aber sehr kompetent gemacht aus. Vor allem die Tatsache, dass offensichtlich große Teile der Umgebung zerstörbar sind und der Schutt nur so durch die Gegend fliegt, dass es eine Freude ist, gefällt uns gut.

The Control Within

Vor allem aber hat die abgefahrene Atmosphäre des Spiels schon jetzt unser Interesse geweckt. Die reale Welt wird hier mit übernatürlichen Elementen gemischt, Büroräume, triste Gänge und andere normale Einrichtungen können sich von einer Sekunde auf die andere völlig wandeln; auch die Regeln der Schwerkraft werden im Verlauf unserer Demo immer wieder auf die Probe gestellt und die Geometrie der Areale, durch die wir uns bewegen, befindet sich im ständigen Wandel. Dazu kommt eine gehörige Portion Horror, einerseits durch gruselige grafische Elemente evoziert, anderseits durch die Sounduntermalung, die ebenso uneinschätzbar ist und sich wie auch Leveldesign, Beleuchtung und Co. ständig verändert. Stark! Auf uns wirkte all das bisher wie eine Mischung aus der verrückten Unberechenbarkeit eines The Evil Within und den Spielmechaniken eines Quantum Break, was ja nicht die schlechtesten Inspirationen sind.

Wir wussten es bisher nicht, aber wie wir im Gespräch mit den Entwicklern erfuhren, gibt es für diese Ausrichtung von Si-Fi, das Eindringen einer übernatürlichen Macht in eine auf der Realität basierenden Umgebung, sogar einen Namen: New Weird. Wieder was gelernt!

Hin und her, immer mehr

Spielerisch präsentiert sich Control dann aber etwas klassischer, aber auch vielversprechend. Uns erwartet eine nicht offene, aber zusammenhängende Welt, in der wir immer wieder in bereits besuchte Gebiete zurückkehren, um mit neu erhaltenen Fähigkeiten zuvor unerreichbare Areale betreten zu können; im Grunde also ein Metroidvania-Abenteuer. In der Demo wird dies anhand eines Schwebesprunges gezeigt, mit dem wir über Abgründe gelangen, die zuvor unüberwindbar waren.

Wir lieben Metroidvania, fragen uns aber, ob das sich ständig ändernde Leveldesign in Verbindung mit diesem Ansatz wirklich ideal funktioniert, da man sich beim zehnten Mal Laufen durch eine verrückte Umgebung ja doch irgendwann daran gewöhnt. Wir vertrauen aber erst einmal auf das Können der Entwickler. Übrigens werden uns auch Nebenmissionen erwarten, dargestellt in der Demo durch einen NPC - nicht alle Leute im Bureau wollen uns umbringen, einige sind auch nur verrückt geworden -, dem wir helfen sollen, dem Wahnsinn um ihn herum zu entkommen; etwas, so der Entwickler, der für uns spielte, wofür uns leider die Zeit fehlte. Fies!

Weniger Cutscene, mehr Gameplay

Am Ende der Demo lieferte sich Jesse noch einen Bosskampf mit Rooney, einem ehemaligen Angestellten des Bureaus, der wie sie ebenfalls über übernatürliche Kräfte verfügt. Auch diese Auseinandersetzung fühlt sich spielerisch klassisch an, gewinnt durch die atmosphärische Gestaltung aber ungemein. Insgesamt betrachtet soll aber, anders als etwa in Quantum Break, das Gameplay, nicht die Handlung, das Spiel definieren. Die Entwickler wollen den Spielern mehr Freiheiten an die Hand geben als jemals zuvor. Wer weiß also, was für kreative Gameplay-Ideen und andere Überraschungen uns im fertigen Spiel erwarten, die wir jetzt noch nicht abschätzen können? Bis zum Release irgendwann im Jahr 2019 ist es ja noch eine Weile hin. Wir sind gespannt!

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