Copa City angespielt: Eine Fußballsimulation so ganz ohne Fuß und ohne Ball, dafür mit vielen Fans
Special
Wenn Arsenal- und Beşiktaş-Fans in Warschau zusammenkommen - in der etwas anderen Fußballsimulation Copa City kümmern wir uns um das Wohlergehen der Fans.
Fußball gilt als die schönste Nebensache der Welt. Brasilien-Legende Pelé bezeichnete den Sport einst als "O Jogo Bonito", das schöne Spiel. Ein Spiel, an dem sich inzwischen täglich Millionen von Fans auf der ganzen Welt erfreuen. Entsprechend ist es inzwischen nicht nur ein Sport, sondern auch ein gewaltiges Geschäft. Mit den Spielen und allem, was drumherum passiert, werden jährlich Milliarden umgesetzt.
Diesem Geschäft rund um den Fußball möchte sich die neue Wirtschaftssimulation Copa City widmen. Das Spiel der Entwickler von Triple Espresso steckt euch in die Rolle eines Eventplaners, der alles für einen reibungslosen Ablauf rund um ein Fußballspiel organisieren muss. Wir hatten die Gelegenheit, erstmals eine Version von Copy City selbst auszuprobieren und uns mit den Spielmechaniken vertraut zu machen.
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Entgegen der Realität
Beim Spielen von Copa City hat sich uns als Erstes die Erkenntnis aufgedrängt, dass wir hier keine Nachbildung der tatsächlichen Vorgänge rund um ein Fußballspiel erwarten dürfen. Die Entwickler bewerben das Spiel zwar mit Systemen, die auf echten Event-Erfahrungen rund um Fußballspiele basieren sollen. Doch vergleichen wir das mit unseren eigenen Erfahrungen, hat vieles von dem, was wir im Spiel sehen, nur sehr wenig mit der Realität zu tun.
Eine Partie in Copa City dauert 14 Tage, von den ersten Vorbereitungen bis zum Anpfiff. In der Zeit strömen die Fans in die Stadt und wollen versorgt werden. Aber kein Fan der Welt reist so zeitig zu einem Spiel an. Selbst die Anreise am Vortag ist da schon eher der Ausnahmefall. Das gleiche gilt für die Mannschaften. In unserer Partie wurde die Ankunft der Teams für eine Woche vor dem Spiel angekündigt.
Quelle: PC Games
Rechts im Bild: das Nationalstadion in Warschau. In den umliegenden Stadtgebieten sollen wir in den nächsten zwei Wochen alles für ein Spiel zwischen Arsenal und Besiktas vorbereiten.
Ein weiterer Aspekt sind die Dutzenden von Fanzonen, die wir im Spiel rund um das Stadion aufziehen, um die Fans zufrieden zu stellen. Klar gibt es bei großen Turnieren wie Welt- und Europameisterschaften und vielleicht noch beim Champions-League-Finale die eine oder andere Event-Location mit Public Viewing und Ähnlichem in der Stadt des Spiels. Aber selbst dann nicht in diesem Ausmaß. Vom regulären Fußballbetrieb ganz zu schweigen.
Das sind nur zwei der größten Punkte, die uns in dieser Hinsicht aufgefallen sind. Die gleiche Kritik könnte man noch an einer ganzen Reihe von Details anbringen. Wer sich mit Copa City auseinandersetzen will, sollte also entsprechend seine Erwartungshaltung einrichten. Denn wenn wir uns von den Vergleichen mit unseren Real-Life-Erfahrungen lösen, bietet das Spiel durchaus eine interessante Spielidee für Fans von wirtschaftlichen Herausforderungen.
Quelle: PC Games
Wir erwarten einige Ultra-Fans in der Stadt, also errichten wir in dieser Fanzone erst einmal eine Sicherheitseinrichtung.
Alles für den Fan
Die Grundidee ist dabei relativ einfach. Tausende Fans beider Mannschaften strömen in die Stadt und wir müssen dafür sorgen, dass ein reibungsloser Ablauf gewährleistet wird. Daran hängt jedoch eine ganze Reihe von Dingen, die beachtet werden müssen. So wird aus einer einfachen Idee schnell eine logistische Herausforderung.
In unserer Demo kümmern wir uns um ein U21-Freundschaftsspiel zwischen Arsenal London und Beşiktaş Istanbul, das im Nationalstadion von Warschau ausgetragen werden soll. Insgesamt soll es im Spiel drei lizenzierte Städte und sechs Vereine geben. Darunter auch Borussia Dortmund und der FC Bayern.
Die Zuschauer, die wir für das kommende Spiel in Warschau erwarten, werden in drei verschiedene Kategorien unterteilt. Da gibt es Familien, die mit Kind und Kegel anreisen, den regulären Kernfan und natürlich noch die Ultras. Für jede dieser Gruppierungen müssen wir andere Maßnahmen ergreifen. Um Ultras ohne Vorfälle durch die Stadt ziehen zu lassen, gilt es, die Sicherheit zu erhöhen. Familien wollen in erster Linie unterhalten werden und der reguläre Fan interessiert sich vor allem für gutes Catering.
Quelle: PC Games
Der Platz in einer einzelnen Fanzone ist begrenzt. Wir müssen daher ganz genau planen, welche Objekte wir dort am effizientesten platzieren.
Um diese Bedürfnisse zu befriedigen, eröffnen wir in der Stadt sogenannte Fanzonen. Abgetrennte Bereiche auf Parkplätzen und anderen Freiflächen, wo wir verschiedenste Einrichtungen aufbauen können. Dabei spielen wir auch ein wenig Tetris, denn auf engem Raum wollen Imbisse, Foodtrucks, Unterhaltungselemente und Sicherheitseinrichtungen platziert werden. Generatoren für die Stromversorgung dürfen auch nicht fehlen.
Die Errichtung der Gebäude gibt es jedoch nicht umsonst. Wir müssen also auch auf unser Budget achten. Gut, dass die Nutzung von Catering-Einrichtungen und anderen Modulen auch wieder gewisse Einnahmen in die Kasse spült. Zusätzlich brauchen wir aber auch freiwillige Helfer und Spezialisten, die über spezielle Wirtschaftsgebäude angeworben werden.
Mit jeder errichteten Einrichtung steigern wir die sogenannte Match Readiness. Dieser Wert repräsentiert, wie gut wir auf das kommende Spiel vorbereitet sind. Auf dieser Skala erreichen wir zudem mehrere Meilensteine, die neue Gebäude freischalten und die nächsten Phasen der Vorbereitung einleiten. So können wir ab Stufe 2 zum Beispiel mit dem Ticketverkauf beginnen. Bei jedem Meilenstein bekommen wir zudem eine zufällige Auswahl von Actionkarten mit einer Vielzahl an globalen Modifikatoren, die wir auf begrenzte Slots setzen können.
