Spiele für die Isolationszeit: Unsere Redakteure verraten ihre Gaming-Evergreens

Special PC Games Redaktion
Spiele für die Isolationszeit: Unsere Redakteure verraten ihre Gaming-Evergreens
Quelle: pcgames.de

Ob nun an verregneten Sonntagnachmittagen oder jetzt während der Isolationszeit aufgrund des Coronovirus, es gibt Spiele, die wir einfach immer gerne zocken, weil sie uns aufheitern, in fremde Welten entführen oder ganz einfach beschäftigen. In diesem Special verraten unsere Redakteure ihre persönlichen Evergreens, die ihr in dieser Zeit durchaus auch als Empfehlungen verstehen dürft.

Es gibt Spiele, die uns einfach immer und immer wieder begeistern. Sie bringen uns ins Grübeln, sorgen für Aufheiterung, entführen uns in fremde Welten und sorgen für Action, obwohl wir zuvor gelangweilt auf dem Sofa rumlümmelten. In diesem Special dreht es sich ganz genau um diese Spiele, denn unsere Redakteure verraten ihre persönlichen Gaming-Evergreens und geben sie euch als Empfehlung mit, wie ihr euch in dieser Isolationsphase aufgrund des Coronavirus "sinnvoll" beschäftigen könnt. Viel Spaß mit unseren Empfehlungen und Spiele-Evergreens!

Johannes Gehrling:

Mario Kart 8 Deluxe Quelle: N-ZONE Mario Kart 8 Deluxe Mario Kart 8 Deluxe
Aufgrund der aktuellen Situation spiele ich in letzter Zeit wieder vermehrt Mario Kart 8 Deluxe auf der Switch. Das hat eigentlich einen ganz simplen Grund: Das Spiel ist Mittel zum Zweck, um mich mit meinen Freunden abendlich zum gemeinsamen Zocken zu verabreden und dabei via Sprachchat zu quatschen. Normalerweise machen wir nämlich genau das gleiche, nur eben gemeinsam an einem Ort - derzeit halt online. Mario Kart ist das perfekte Spiel dafür, zumindest für mich persönlich, weil sich das so wunderbar nebenbei spielen lässt. Höchste Konzentration fordern andere Games, bei Mario Kart reicht es aus, nur ein halbes Auge auf das Spielgeschehen zu werfen. Spaß machts aber trotzdem und zwar richtig viel. Der aktuelle Teil der Serie für die Switch ist nämlich einfach der beste Funracer auf dem Markt, finde zumindest ich. Und so wird auch der fehlende soziale Kontakt etwas aufgefangen.

Fortnite
Wie könnte Fortnite in meiner Liste der perfekten Quarantäne-Spiele fehlen? Eben, darf es nicht. Schon zu Normalzeiten lohnt es sich, jeden Tag wenigstens ein paar Matches in einem Modus der Wahl zu spielen. Man wird immer besser, es gibt ständig was Neues zu entdecken und natürlich bereitet Fortnite auch grundsätzlich spielerisches Vergnügen. Vor allem, da Epic ständig neue Inhalte bereitstellt, ist das Spiel gerade in der aktuellen Zeit eine willkommene tägliche Abwechslung von den eigenen vier Wänden. Denn mal ehrlich: Selbst die schönste, gemütlichste und tollste Wohnung hängt einem irgendwann zum Hals raus. Wie auch Mario Kart lässt sich Fortnite online wunderbar mit Freunden spielen. Einfach eine gemeinsame Squad bilden, Sprachchat an und los gehts. Aber: Muss auch nicht, das ist das Schöne. Auch beim Alleinspielen und ohne Sprachaustausch kommt bei mir bei Fortnite stets ein gemeinschaftliches Gefühl auf.

Die Sims 4 Quelle: Electronic Arts Die Sims 4 Aufbauspiele
Als drittes möchte ich eine Art von Spiel auflisten und weniger ein konkretes Game. Denn: Aufbauspiele aller Ausprägungen sind aktuell perfekt, kann man in ihnen doch nicht nur zahlreiche, sondern wie ich finde auch sehr angenehme Spielstunden verbringen. Ein paar persönliche Beispiele wären Minecraft, Age of Empires, Die Sims, Sims City, Animal Crossing, Stardew Valley, Dungeon Keeper, Tropico und RollerCoaster Tycoon. Diese Games dienen im Gegensatz zu den beiden anderen genannten bei mir weniger dem sozialen Kontakt als vielmehr dem wohligen Eskapismus. Wenn ich mir eine völlig neue Welt nach meinen eigenen Vorstellungen in Minecraft erschaffe oder bei Sims in ein fremdes Leben schlüpfe, führt das ja zwangsläufig zur in Videospielen immer unterschiedlich stark ausgeprägten Realitätsflucht. Und zwar im absolut positiven sowie gewünschten Sinne.

Felix Schütz:

Endless Space 2
Mein Steam sagt mir, dass ich bereits 237 Stunden in Endless Space 2 versenkt habe. Komisch eigentlich. Bis heute habe ich nicht das Gefühl, das Spiel wirklich in seiner Gänze kapiert zu haben. Sauviel Spaß macht es mir trotzdem! Manche Völker sind mir zwar zu abgefahren und auch nicht jedem Feature (Bevölkerung, Politik, Diplomatie) schenke ich die gleiche Beachtung, aber grundsätzlich trifft das atmosphärische Spiel genau meinen 4X-Nerv: Der Mix aus Forschen, Bauen, Expandieren, Erobern sorgt bei mir für genau das Nur-noch-eine-Runde-Spielgefühl, das ich in dem Genre brauche. Kein Wunder, dass ich Endless Space 2 seit der Beta nicht mehr gelöscht habe. Auch die zahlreichen Erweiterungen sorgen dafür, dass ich immer wieder zu Endless Space 2 zurückkehre. Einzig das missglückte Add-on Penumbra habe ich nach einer Weile wieder von der Platte gekickt - das Hacken finde ich einfach stinklangweilig.

Heroes of the Storm
Anders als früher hänge ich zwar nicht mehr jeden Abend vor Heroes of the Storm , doch eine Deinstallation kommt trotzdem nicht in Frage. Schon seit der spielbaren Alpha kehre ich immer wieder zu Blizzards charmantem Moba zurück und freue mich über die klasse Spielbarkeit, die schönen Maps, die coolen Helden und das ausgeglichene Tempo. Dass Heroes of the Storm dabei nie den Status von Dota 2 oder League of Legends erreicht hat, ist mir übrigens herzlich egal: HotS ist vielleicht kein E-Sport-König, macht aber einfach Spaß - zumal das Free2Play-Modell wirklich verdammt fair ist. Tipp: Damit ihr euch während der Corona-Krise die Zeit vertreiben könnt, hat Blizzard alle Helden bis zum 2. April kostenlos freigeschaltet - ihr könnt also alle Charaktere ausprobieren und hochleveln!

Hades Quelle: Supergiant Games Hades Hades
Nachdem Hades lange Zeit nur über den Epic Store erhältlich war, ist die Early-Access-Version mittlerweile auch über Steam verfügbar. Für mich ein Grund mehr, das neue Werk von Supergiant Games (Bastion, Transistor, Pyre) endlich mal auszuprobieren! Und das hat sich richtig gelohnt: Obwohl das Spiel erst im Laufe des Jahres fertigstellt wird, überzeugt Hades schon jetzt als motivierendes Action-Rogue-like, das mit schickem Stil, tollem Soundtrack und einer sauberen Steuerung punkten kann. Ich spiele darin Zagraeus, einen jungen Prinzen des griechischen Totenreichs, der gegen den Willen seines Vaters Hades beschließt, sich den Weg in die Oberwelt freizukämpfen. So arbeite ich mich von einem hübsch gezeichneten Raum zum nächsten, kloppe mit Schwert, Speer, Kanone, Bogen oder mächtigem Wurfschild in rasendem Tempo die Monsterhorden weg, sammle zufällige Upgrades und beiße genretypisch häufig ins Gras. Zwischendurch stehen Gespräche mit toll vertonten Charakteren an, außerdem darf ich mit verdienten Ressourcen dauerhafte Upgrades freischalten. Das spielt sich schon jetzt klasse! Und auch der Preis ist völlig angemessen: Die Early-Access-Fassung kostet auf Steam etwa 21 Euro.

Undermine

Da will man nur mal kurz reinspielen und hängt plötzlich mehr als 30 Stunden an der Nadel! Undermine ist zwar noch im Early Access, präsentiert sich aber schon jetzt als überraschend motivierendes Rogue-­like, das sich perfekt für ein paar Runden am Feierabend eignet. Mein Job ist simpel: Ich steuere einen namenlosen Minenarbeiter durch einen unterirdischen, zufällig generierten Dungeon. Dort kloppe ich zig Monster mit einer Spitzhacke weg, die ich wie ein Schwert schwingen oder wie einen Bumerang (Zelda lässt grüßen!) werfen kann. Außerdem erbeute ich unterwegs zig Artefakte, die mir ähnlich wie in Binding of Isaac verschiedenste Vorteile verpassen. Einige davon ergänzen sich sogar - das macht ausgesprochen witzige Builds möglich und sorgt bestenfalls dafür, dass ich nach einer Weile wie eine unbezwingbare Kampfmaschine durch die Levels pflüge. Unterwegs sammle ich außerdem Unmengen an Gold, das ich zwischen den Runs bei verschiedenen Händlern verprasse. Dort schalte ich nicht nur dauerhafte Upgrades frei, sondern aktiviere auch neue Artefakte, Tränke, Segen und Flüche, die dann wieder in künftigen Runs auftauchen können. Das alles ist wahrhaftig nicht innovativ und auch noch nicht sonderlich umfangreich, spielt sich aber schon jetzt rundum gut und motivierend. Die Early-Access-Version kostet zudem nur 13 Euro und wird regelmäßig mit neuen Artefakten, Features und Modi erweitert. Ihr mögt Rogue-likes? Dann solltet hier einen Blick riskieren!

Paula Sprödefeld:

God of War
Meine Top-Reihe, zu der ich immer wieder zurückkehren kann, ist God of War. Wenn ich einfach mal ein wenig meine angestaute Energie raus lassen möchte, dann leg ich den dritten Teil ein und hacke mich mit Kratos durch den Olymp. Wenn es ein bisschen mehr Story sein darf und ich richtig Lust hab, wirklich oft das Wort "Boy" zu hören, dann zocke ich den neusten Kratos-Titel und stelle mich den nordischen Göttern mit meiner Axt. Auch wenn die Spiele keine große offene Welt zum unendlichen Erkunden bieten, können sie mich immer wieder einfangen.

Oxygen Not Included Quelle: Klei Entertainment Oxygen Not Included Oxygen Not Included
Wenns ein bisschen gemütlicher sein soll, dann führe ich mir Oxygen Not Included zu Gemüte. Ich lande mit meinen drei kleinen, verwirrten Start-Duplikanten im Inneren eines Asteroiden mit unterschiedlichen Gegebenheiten und versuche, sie nicht draufgehen zu lassen. Das ist immer wieder spannend, vor allem mit den verschiedenen Asteroiden-Formen. Lava? Check! Unterirdische Ozeane? Check! Keine Ahnung, wie das Rohrsystem funktionieren soll, damit meine Duplikanten endlich nicht mehr auf ein Plumsklo gehen müssen? Doppelcheck! Und das beste: Ich kann immer wieder neu anfangen, wenn ich keinen Platz mehr für die vielen Grabsteine habe. Anm. d. Red.: Paula ist nicht gut in diesem Spiel.

Subnautica (Below Zero)
Passend zur aktuellen Situation ist mein drittes Top-Spiel Subnautica und die große Erweiterung dazu Below Zero. In Subnautica ist man völlig allein auf einem Ozean-Alien-Planeten, der kaum Landmassen hat. Ich habe also meine kleine Rettungskapsel, die jeden Klaustrophobiker aufschreien lassen würde und schwimme durch den unendlichen Ozean, um Materialen zu finden, und Sachen zu craften. Aber ich kann auch meine Basis hübsch einrichten und die Geheimnisse der uralten Alien-Zivilisation lüften. Wenn denn mein Sauerstoff reicht. Ist vielleicht nichts für diejenigen, die Angst vor großen Gewässern haben, aber ich könnte stundenlang einfach schwiiiimmen, schwiiiiimmen, schwiiiiimmen.

Katharina Pache:

The Binding of Isaac Quelle: Ed McMillen The Binding of Isaac The Binding of Isaac: Afterbirth+
Wenn ich bis an das Ende meines Lebens nur noch einen Titel spielen dürfte, es wäre auf jeden Fall The Binding of Isaac. Kein Run gleicht dem anderen, es gibt dank der Vielzahl an Items immer noch so viele Synergien, die ich noch nie ausprobiert habe ... meiner persönlichen Vorstellung eines perfekten Spiels kommt Edmund McMillens Werk so nahe wie kein anderes. Der Anfang war schwer, aber es hat sich gelohnt. Eine vierstellige Zahl Stunden habe ich sicher in TBoI gebuttert. Ich bereue nichts und könnte die Summe verdoppeln, ohne dass es mich eine Minute langweilen würde! Nuclear Throne ist ebenfalls hervorragend, zieht aber im direkten Vergleich bei mir knapp den Kürzeren. Ganz knapp!

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