Crimson Desert: Endlich Klarheit zu den Konsolen-Ports - Waren die Befürchtungen gerechtfertigt?

Special Vivien Ziermann
Crimson Desert: Endlich Klarheit zu den Konsolen-Ports - Waren die Befürchtungen gerechtfertigt?
Quelle: Pearl Abyss/Sony/Microsoft, Montage: PC Games

Nachdem vor Release ein großes Geheimnis rund um die Konsolen-Versionen von Crimson Desert gemacht wurde, haben wir nun endlich Klarheit über den Zustand des Spiels auf PS5 und Xbox Series.

Nachdem Spieler und Fans nun seit Wochen rätseln, was genau das große Open-World-Spiel Crimson Desert alles zu bieten hat, feiert der koreanische Titel jetzt endlich seinen Release. Im Vorfeld haben wir bereits geklärt, welche Elemente sich das Action-Adventure von großen RPGs wie The Witcher 3 und Skyrim abgeguckt hat und ob Spieler hier womöglich mit einem Soulslike-Game rechnen müssen.

Auch unser Test ist inzwischen erschienen und zeichnet ein ziemlich genaues Bild davon, was Crimson Desert (jetzt kaufen ) gut hinbekommt und welche Schwächen im Spiel verhindern, dass es sich als nächster Blockbuster zu anderen Genre-Größen einreihen kann. Und auch die internationale Fachpresse hat inzwischen ihr Feedback zu dem Open-World-Titel abgegeben, und auch hier fallen die Wertungen gemischt aus.

Doch eine Frage bleibt noch immer: Wie steht es eigentlich um die Konsolen-Versionen für PlayStation und Xbox? Niemand konnte den Titel im Vorfeld auf einer der Plattformen testen und auch die bereits im Umlauf befindlichen Disc-Versionen waren vor offiziellem Release (19. März 2026, 23 Uhr) nicht zu gebrauchen.

Zudem äußerte sich der verantwortliche Marketing Director von Crimson Desert auch noch sehr verärgert über die häufigen Nachfragen zu den Ports. Kein Wunder, dass alle Interessierten mit Sorge um die Konsolen-Ports bangen. Inzwischen ist das Spiel überall verfügbar und wir haben endlich Klarheit zur Qualität auf den bisher nicht gezeigten Plattformen.

Crimson Desert auf PlayStation 5 und Xbox Series

Auf allen Plattformen lässt sich das Spiel in drei verschiedenen Modi spielen. Dabei stehen Leistung, Balance und Qualität zur Wahl. Im Leistungsmodus können sich Spieler sowohl auf der PS5 als auch auf der Xbox Series X auf eine flüssige Performance mit hohen Framerates freuen. Allerdings lässt die Grafik in diesem Modus stark zu wünschen übrig. Die Texturen sind schwammig, Details sind schlecht zu erkennen, kurz: Von der eigentlich hübschen Open World bleibt nur ein schwammiger Farbmix übrig.

Im Qualitätsmodus hingegen erstrahlt die Welt in kräftigen Farben und vielen Details, an das gezeigte Trailer- und Preview-Material, das auf High-End-PCs aufgenommen wurde, kommt die Grafik dennoch nicht ran. Zudem müssen Spieler bei der höheren Auflösung teils starke Abstriche in puncto Performance und FPS machen. Zwar läuft der Titel auch im Qualitätsmodus weitestgehend flüssig. Doch sind besonders im Hintergrund häufig Grafiknachlader zu beobachten und in der freien Natur ploppen stellenweise plötzlich ein paar Pflanzen neben dem Hauptcharakter auf.

Spieler, die nach der goldenen Mitte zwischen Performance und Grafik suchen, sind mit dem Balance-Modus gut beraten. Zwar sieht das Spiel in diesem Modus nicht allzu gut aus, dafür laufen Performance und FPS in angemessener Höhe durchgehend flüssig, ohne dass auf jegliche Textur verzichtet werden muss.

Entwarnung für alle PlayStation- und Xbox-Spieler?

Insgesamt müssen Konsolenspieler im Vergleich zur PC-Version bei Crimson Desert deutliche Abstriche machen. Doch wer nicht auf konstante 60 FPS besteht, kann im Qualitätsmodus eine sehr schicke Open World mit flüssigem Gameplay genießen. Auch wenn die Qualität weder auf PS5 noch auf Xbox Series X an das vorab gezeigte Material herankommen wird.

Allerdings muss man bedenken, dass die Preview- und Trailerszenen auf einer Ausstattung mit einer AMD Radeon RX 9070 XT und einem AMD Ryzen 7 98003D-Prozessor mit 4700 MHz und 96 GB RAM aufgenommen wurden. Diese Ausstattung geht nicht nur weit über die empfohlenen Anforderungen hinaus, sondern wird sich auch in den wenigsten Privathaushalten finden lassen.

Die Konsolen-Ports liefern zwar allgemein eine schlechtere Performance als die PC-Version, sind aber glücklicherweise nicht das immense Desaster geworden, das viele Spieler aufgrund der verdächtigen Ruhe rund um das Konsolenauftreten befürchtet hatten. Wer jedoch verbindlich auf mindestens 60 FPS besteht und trotzdem eine ansehnliche Grafik möchte, sollte sich besser an die PC-Version halten.

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