Cuphead in der Gamescom-Vorschau: ​Abgedrehter, bockschwerer Spaß

Special Christian Dörre
Cuphead in der Gamescom-Vorschau: ​Abgedrehter, bockschwerer Spaß (1)
Quelle: Studio MDHR

Am 29. September soll Cuphead nach langer Entwicklungszeit endlich erscheinen. Wir haben das abgedrehte Run & Gun-Abenteuer im Stile von Cartoons der 1930er Jahre bereits auf der Gamescom 2017 in Köln angespielt und sind etliche Tode gestorben. Warum der bockschwere Titel trotzdem Spaß macht, erfahrt ihr in unserer kurzen Vorschau.

Das klassische Run & Gun-Abenteuer Cuphead ist nun schon einige Jahre in Entwicklung, soll aber endlich am 29.September veröffentlicht werden. Wir spielten das bockschwere, im Stile von Cartoons der 1930er Jahre präsentierte Spiel auf der Gamescom 2017 in Köln angezockt und verraten euch, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat.

Der Tod steht ihm gut

Cuphead in der Gamescom-Vorschau: ​Abgedrehter, bockschwerer Spaß (3) Quelle: StudioMDHR Cuphead in der Gamescom-Vorschau: ​Abgedrehter, bockschwerer Spaß (3) Cuphead ist ein klassisches Run & Gun-Spiel, das sich größtenteils auf Bosskämpfe konzentriert. Wie in vielen Jump & Runs gibt es eine Oberwelt, in der ihr euch von Level zu Level bewegt. Im Level selbst erwartet euch dann entweder ein Obermotz oder ihr bewegt euch von links nach rechts zum Levelausgang während zahlreiche Gegner auf euch zustürmen und euch das Leben schwer machen. Aus dem Finger eures Cupheads feuert ihr verschiedene Geschosse in acht mögliche Richtungen. Um genauer zu zielen, dürft ihr auch per Druck auf die Schultertaste stehen bleiben - allerdings ist dies leichter gesagt als getan, dann aus allen Richtungen attackieren euch die Gegner, sodass ihr eure Ausweichbewegungen genau timen müsst.

Der Schwierigkeitsgrad ist enorm hoch angesetzt. Selbst im ebenfalls enthaltenen Simple-Mode werdet ihr häufig ins virtuelle Gras beißen, bevor ihr einen Boss gefällt oder den Levelausgang erreicht habt. Wie in älteren Genre-Vertretern müsst ihr die Angriffsmuster der Feinde und die Levels selbst oftmals auswendig lernen, um eine Chance zu haben. Allerdings gibt es kein Game Over. Geht ihr drauf, könnt ihr sofort wieder das Level von vorne starten.

Cuphead in der Gamescom-Vorschau: ​Abgedrehter, bockschwerer Spaß (2) Quelle: Studio MDHR Cuphead in der Gamescom-Vorschau: ​Abgedrehter, bockschwerer Spaß (2) Obwohl man so verdammt häufig stirbt, macht der Titel jedoch unfassbar viel Laune. Ja, er ist bockschwer, macht aber nie einen unfairen Eindruck. Wenn wir sterben, haben wir einfach nicht schnell genug reagiert oder das Ankündigen einer Attacke falsch verstanden. Wer Geduld mitbringt, wird vom Spielprinzip eher motiviert als abgeschreckt. Wenn ihr einen Boss nach etlichen Anläufen endlich besiegt habt, ist das unglaublich befriedigend.

Zudem ist der 30er-Jahre Cartoon-Stil so unglaublich charmant und liebevoll umgesetzt, dass man sich am Design des Titels gar nicht satt sehen kann. Der Grafikstil kreiert zusammen mit der passenden Dudelmusik der erwähnten Zeit sowie dem herrlich albernen Humor eine wunderbare Atmosphäre. Richtig schön ist vor allem, dass man das Komplette Spiel auch zu zweit im lokalen Multiplayer-Modus zocken darf. Der zweite Spieler übernimmt dann die Rolle von Mugman.

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