Der Horrortrip in die unheimlichen tibetanischen Klöster wurde offensichtlich recht lieblos auf den PC konvertiert.
Kräftig auf die Ohren
Cursed Mountain
Die Optik ist immer eine Sache - die Akustik die andere. Gut gepaart kann ein optimales Ergebnis geschaffen werden, mit dem Spieler vollauf zufrieden gestellt werden können - wenn dann auch noch die Geschichte stimmt. Lassen wir diesen Aspekt nun einmal außen vor, kann "Cursed Mountain" zumindest eine gute Symbiose aus Optik und Sound bescheinigt werden. Angefangen bei den fremd klingenden Musikstücken, die aus einer anderen Zeit zu kommen scheinen, über die satten, dichten Umgebungsgeräusche wie z.B. der säuselnde, heulende Wind, hinterlassen bleibende Eindrücke. Gut gefallen auch die Synchronsprecher, vorbildlich in deutscher Sprache, die mit Einsatz, Intensität und offenkundig Spaß bei der Sache waren. Und genau dieses Engagement ist es auch, dass dabei hilft den spielerischen Absturz, den man leider - wie beschrieben - miterleben muss, ein klein bisschen abzufangen. Unabhängig davon, dass die gekonnte Vertonung der Charaktere gleichfalls ihren Teil dazu beitragen, dass man die optische Dunkelheit, die gerne einmal auftritt, auch akustisch voll und ganz genießen kann (wenn man denn noch dazu kommt). Ganz nett, um es freundlich zu formulieren, sind auch die verschiedenen Rückblenden geraten, die immer wieder erlebt werden und mit "Thriller artiger" Musik unterlegt sind.
Geschüttelt und nicht gerührt
Cursed Mountain
Ein wesentlicher Faktor, um ein Adventure - Story hin- oder her - bis zum Ende zu erleben ist auch eine wenigstens halbwegs gute Steuerung. Leider bietet "Cursed Mountain" genau dieses Feature nicht - bzw. nicht wirklich. Während die Maussteuerung soweit ohne große Patzer daher kommt, wobei man das gelegentlich schwammige Gefühl durchaus erwähnen sollte, ist die Handhabung über die gemeinhin gängige WASD-Steuerung recht gut zu handeln. Leider hat man sich es gespart eine individuelle Anpassung zu integrieren, so dass man mit dieser gebotenen Steuerungseinheit auskommen muss. Überdies scheint es auch so, dass man die Steuerung - im Vergleich zur Wii-Handhabung - nicht wirklich an den PC angepasst hat. Dabei wäre eine System gerechte Anpassung der Steuerung absolut einfach und schnell zu realisieren gewesen. Warum dies nicht umgesetzt wurde, wissen die Entwickler allein. Ebenso wohl auch, warum man das Speichersystem der Wii-Fassung - nur an festgelegten Punkten - beibehalten hat, anstatt die Möglichkeit zu schaffen, zu jeder Zeit den Spielstand festzuhalten.
