Fazit & Wertung

Test Melanie Greier

Ja es ist endlich so weit, Publisher Capcom hat sich das Entwicklerteam von Ninja Theory mit ins Boot geholt und der Marke "Devil May Cry" einen Reboot verpasst. Die Meinungen zu dem Zeitpunkt als dies angekündigt wurde, waren bekanntlich eher negativ. Wie kann man einer so festsitzenden Marke ein neues Gesicht verpassen, ohne es in den Grundwesenszügen zu verändern? Die britischen Entwickler haben sich dieser Aufgabe angenommen und präsentieren uns nun in (nicht gänzlich) neuem Gewand DmC - Devil May Cry. Was bietet uns der Reboot der beliebten Serie und wie hat sich Ninja Theory geschlagen? Wir haben die Xbox 360-Version für euch getestet und möchten euch die Erkenntnisse keineswegs vorenthalten!

Schöne Umgebungen, schwache Charaktere

DmC - Devil May Cry (3) Quelle: Capcom DmC - Devil May Cry (3) Die Grafik im Spiel ist recht ordentlich. Die Level haben durchaus Potenzial uns, dem Spieler, durch imposante Limbus-Passagen in verschiedensten Variationen ordentlich Spielspaß zu bereiten. Obwohl die Farben im Limbus tatsächlich fast nur auf rot und schwarz begrenzt sind, haben es die Macher geschafft dennoch jedem Abschnitt einen eigenen Touch zu verleihen, sei es in einer Mission durch einen sich mit Dantes Schritten verdunkelnden Boden, oder durch den Anschein eines hitzeflirrenden Bodens durch die kräftige rote Farbe. Auch die reale Menschenwelt sieht trotz der blassen und grauhaltigen Farben stimmig aus und passt wunderbar in das Spielgeschehen. Die Feinde sind absolut genial umgesetzt und können jeder für sich visuell absolut überzeugen. Die Charaktermodelle haben mir persönlich nicht immer gut gefallen da durchaus einige Clippingschwächen zu erkennen sind und die Lippensynchronität relativ bescheiden ausgefallen ist. Hier haben die Entwickler leider ein wenig an den Details gespart und die Texturen sind leider auch nicht immer einwandfrei.

Die Kameraführung wiederum ist sehr gut gelungen, durch häufiges Perspektivenwechseln vermitteln uns die Macher ein ausgezeichnetes Spielgefühl welches fast immer sehr flüssig ist, was auch der hervorragenden Steuerung zu verdanken ist.

Ein Hoch auf Noisia und Combichrist!

DmC - Devil May Cry (8) Quelle: Capcom DmC - Devil May Cry (8) Der Sound im Spiel ist absolut cool! Durch Songs der Bands Noisia, einer Drum'n'Base Band aus den Niederlanden, und Combichrist, die die Richtungen des Aggrotech, Techno und Rhythm'n'Noise vertreten, werden vor allem die Kämpfe musikalisch perfekt untermalt. Die elektronischen Beats versetzt mit den sehr düsteren Texten passen optimal zu diesem Spiel und ziehen die Aufmerksamkeit des Gamers während dem Spielen auf jeden Fall auf sich. Allerdings gibt es einen wesentlichen negativen Punkt: Die deutsche Synchronisation ist leider weniger gelungen. Mir persönlich gefallen die gewählten Synchronsprecher nicht sonderlich gut, ich würde einen Wechsel zur englischen Sprachausgabe definitiv empfehlen.

Meinung

Wertung zu DMC Devil May Cry (X360)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu DMC Devil May Cry (PS3)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Kunstvoller LimbusUmgebungen detailreich und anregend gestaltetGeniales KampfsystemWunderbares StorytellingGegnervielfaltBosskämpfe gut inszeniertGroße WaffenauswahlWahnsinnig guter Soundtrack
Deutsche Sprachversion nicht vollends gelungenCharakterdesigns eher detailarmNicht LippensynchronSpielzeit in der realen Menschenwelt zu kurzAb und an Texturschwächen
  1. Seite 1 Parallelwelt und Storytiefe
  2. Seite 2 Die Würze zum Controller gegen die Wand schmeißen?
  3. Seite 3 Fazit & Wertung
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