Damnation im Gamezone-Test

Test Alexander Schneider

In einer post-industriellen Steampunk-Welt schickt uns Codemasters in den Kampf gegen einen Industriemagnat.

Technisch Unausgegoren

Damnation Damnation Die Entwickler von Blue Omega haben in Damnation versucht die zerstörte, vom Krieg zerrütte Welt umzusetzen um die Dramatik der Geschichte zu verdeutlichen. Allerdings ist ihnen das nicht gelungen. Zwar wird die Spielwelt von braunen und rostigen Farbtönen dominiert, mit welchen klar gemacht wird, dass die Erde ihrer Rohstoffe im Laufe des Krieges beraubt wurde und somit brach liegt, eine bedrückende Atmosphäre kann das Setting aber nicht schaffen. Dafür ist die Umsetzung viel zu schlampig. Die gesamte Spielwelt ist sehr trist und Detailarm ausgefallen, dies fällt vor allem dann auf, wenn man nach dem dritten Akt immer noch das Gefühl hat sich in ein und demselben Areal zu bewegen. Erst gegen Ende des Spiels sorgen die Entwickler für optische Abwechslung und präsentieren Abschnitte in welchen es auch einmal blühende Pflanzen zu bestaunen gibt. Insgesamt wird die Spielwelt aber von maroden, meist mit matschigen Texturen versehen Felswänden und heruntergekommenen Häusern bzw. Fabriken bestimmt. Zudem wirkt das gesamte Leveldesign teilweise sehr aufgesetzt und nicht durchdacht. Vor allem die Stadt Terra Verte, eine der letzten Bastionen der Menschheit in Damnation könnte langweiliger nicht sein und ist dazu auch noch Menschenleer. Das bei einem Spiel mit derart großen Arealen Abstriche bei der Grafik gemacht werden müssen ist durchaus verständlich, allerdings gibt es selbst auf der PlayStation 2 Titel die optisch eine bessere Performance liefern.

Damnation Damnation Die Charaktermodelle hingegen sind durchaus detailliert in Szene gesetzt worden, gesamt bewegt sich der Titel grafisch aber auf niedrigem Niveau. Die Animationen der Figuren sind sehr steif ausgefallen, die Bewegungen von Rourke wirken sehr behäbig und lahm. Einer der größten Kritikpunkte an Damnation sind aber die schon unverschämten Grafikfehler, welche sich permanent in das Abenteuer einschleichen. Unsere Mitstreiter verschwinden auf einmal von der Bildfläche und tauchen aus dem Nichts wieder auf. Manchmal gehen sie aber auch direkt in die Wände hinein und laufen auf der Stelle, so dass lediglich die Arme und Beine aus der Wand schauen. Das ein Spiel im Endeffekt immer den ein oder anderen Fehler aufweist ist nicht weiter schlimm, die Bugs in Damnation sind aber recht massiv, so dass das Gameplay stark darunter leidet und vor dem Weg zum Presswerk mit Sicherheit keine Qualitätssicherung erfahren hat. Dafür punktet der Titel mit kurzen Ladezeiten und flüssigem Gameplay. Zumindest in der ersten Spielhälfte. Gegen Ende bekommt man nämlich unweigerlich den Eindruck als hätten die Entwickler die Lust an der Optimierung verloren, da sich vermehrt, teils sogar sehr stark auffallende Ruckler einschleichen. Auch die deutsche Sprachausgabe schafft es nicht die Atmosphäre gekonnt zu vermitteln. Während einige der Sprecher eine durchaus akzeptable Leistung liefern, wird Damnation von dem selben Problem geplagt wie viele Spiele mit deutscher Synchronisation. Die Mehrheit der Sprecher wirkt deplaziert und unmotiviert, dafür haben die Entwickler aber die englische Sprachausgabe mit auf die Disk gepackt. Wer Damnation also mit den Originalstimmen erleben will muss lediglich die Konsole auf Englisch umstellen.

Meinung

Wertung zu Damnation (X360)

Wertung:

4.8 /10
Pro & Contra
Steampunk-Settingriesige Levelviele Kletterpartienenglische Sprachausgabe enthaltenMehrspieler-Modus
Technisch Unausgegorenquasi unfertiges ProduktNicht existente KIviele Grafikfehlerkeine Spannung in der Storyteils hölzerne Animationeneingeschränktes Bewegungsrepertoireauf Dauer langweiliges Gameplayquasi unfertiges Spiel
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