Dave the Diver wird zu Unrecht immer wieder als Indie-Spiel bezeichnet. Der Direktor des Tauch-Abenteuers hat diese Diskussion jetzt ein für alle Mal beendet.
Dave the Diver, das charmante RPG, das erfolgreich Tauch-Abenteuer und Restaurant-Management miteinander verknüpft, war einer der größten Spiele-Hits im Jahr 2023. Mit seiner pixeligen Optik und dem ausgefallenen Spielprinzip positionierte der Titel sich als eine erfrischende Alternative zur oft als zu gleichförmig empfundenen AAA-Konkurrenz.
Das Spiel verkaufte sich hervorragend und kam auch bei der Kritik sehr gut an. Ende 2023 wurde Dave the Diver (jetzt kaufen 59,00 € ) dann sogar für die Game Awards als eines der besten Indie-Spiele nominiert. Dabei handelt es sich bei den Entwicklern überhaupt nicht um ein Indie-Studio, wie der Direktor jetzt noch einmal bestätigt hat.
Dave the Diver: Das Studio gehört zu einem der größten Publisher der Welt
Mintrocket, das Studio hinter Dave the Diver, gehört nämlich zum südkoreanischen Publisher Nexon und ist damit alles andere als "independent", wofür "indie" ja letztlich steht. In einem Interview mit dem japanischen Magazin 4Gamer.net hat der Game Director Hwang Jae-ho über genau dieses Thema gesprochen. Nichts an Dave the Diver sei Indie, da das Spiel ja direkt bei Nexon entstanden ist.
Er selbst wundert sich, warum so viele Leute den Titel dennoch als Indie-Spiel wahrgenommen haben. Er vermutet, dass es daran liegen könnte, dass sie in einem kleinen Team arbeiten oder dass Artstyle und Gameplay des Spiels so einzigartig sind. Das alles hat dazu geführt, dass sie für den Indie-Award nominiert wurden, den sie eigentlich gar nicht haben wollten.
Hwang Jae-ho stellt auch nochmal klar, dass weder das Studio noch der Publisher sich für diesen Preis in irgendeiner Form beworben hätten. Offenbar wurde einfach angenommen, dass es sich um einen Indie-Titel handeln müsse. Den ersten Platz hat am Ende übrigens das Pixel-RPG Sea of Stars abgeräumt.
Dave darf auch in Zukunft weiter tauchen
Durch den großen Erfolg des Spiels hat Mintrocket allerdings tatsächlich zumindest ein bisschen mehr Unabhängigkeit gewonnen. Das Studio darf mittlerweile nämlich selbst entscheiden, wie die Welt von Dave the Diver ausgebaut und entwickelt wird. In Zukunft soll es weitere DLCs und im besten Fall auch Prequels und Nachfolger zum erfolgreichen Tauch-Abenteuer mit dem Indie-Charme geben.
Quelle: 4Gamer.net via Eurogamer
