Days Gone Remastered im Test: Neue Hoffnung für ein unterschätztes Spiel?
Test
Days Gone ist als Remaster-Version auf PS5 erschienen. Matthias hat sich die aufpolierte Zombie-Jagd angeschaut und die neuen Inhalte ausprobiert.
Auflösungen, Bildwiederholraten und Grafikmodi
Die technischen Verbesserungen von Days Gone Remastered liegen vor allem im Bereich von Auflösung und Performance. Um mir die Unterschiede genau anzuschauen, habe ich dazu das Original auf einer Standard-PS4 sowie das Remaster auf der normalen PS5 und der PS5 Pro unter die Lupe genommen.
Die höhere Auflösung ist direkt zu erkennen, da sie zu einem sichtlich schärferen Bild führt. Ebenfalls recht auffällig sind leichte Verbesserungen bei der Beleuchtung.
Das Original lief auf der PS4 mit einer Auflösung von maximal 1080p und einer Framerate von 30 FPS. Das Remaster wurde nun für 4K-Auflösungen fit gemacht. Dabei läuft das Spiel auf der normalen PS5 im Performance-Modus mit internen 1440p und erreicht dabei sehr stabile 60 Frames pro Sekunde. Im Qualitätsmodus wird das Remaster dann in nativem 4k berechnet, läuft allerdings nur noch mit 30 FPS. Diese fühlten sich für mich jedoch nicht unangenehm an.
Noch mehr lässt sich natürlich auf der PS5 Pro herausholen. Auf der verbesserten Konsole läuft das Remaster im Performance-Modus mit internen 1800p und 60 FPS. Auch hier gibt es einen Qualitätsmodus mit 30 Bildern pro Sekunde, in dem das Bild jedoch mit einer Auflösung von 2880p, also mehr als 4K, berechnet und dann entsprechend runterskaliert wird. Zusätzlich bietet die Pro noch einen exklusiven Enhanced-Modus, in dem das Spiel bei flüssigen 60 FPS mit einer internen Auflösung von 1540p gerendert wird. Diese wird dann mit dem PSSR-Upscaling der PS5 Pro auf 4K hochgerechnet.
Insgesamt habe ich etwas gemischte Gefühle, was die grafischen Verbesserungen angeht. Mir gefällt die verbesserte Beleuchtung, die realistischer wirkt und zum Beispiel dunkle Räume sowie die Nacht diesmal auch tatsächlich richtig düster macht. Das verbessert die Atmosphäre deutlich. Auch mit höherer Auflösung bei flüssigen 60 Bildern pro Sekunde spielen zu können, ist natürlich sehr angenehm. Aber sonderlich große grafische Sprünge gegenüber dem Original macht das Spiel am Ende dann eben auch nicht.
Die Kampagne neu erleben
Inhaltlich ist Days Gone Remastered ein umfangreiches Paket. Kernelement ist natürlich die Story-Kampagne mit ihrer atmosphärischen offenen Spielwelt und der packenden Erzählung. Die kann ich in der Neuauflage jetzt auch noch in neuen Modi erleben, die mich vor neue Herausforderungen stellen.
So gibt es jetzt einen Permadeath-Modus, ähnlich wie in The Last of Us. Das bedeutet, dass es nur einen einzigen Spielstand gibt, der ständig überschrieben und beim virtuellen Ableben zurückgesetzt wird. Dabei kann ich wählen, ob Permadeath für das gesamte Spiel gilt oder immer für jeden Akt einzeln. Bei letzterem Modus muss ich nicht wieder ganz von vorn, sondern lediglich am Anfang des aktuellen Aktes neu starten.
Alternativ kann ich mich an einem Speedrun versuchen. Dabei läuft während des Spiels permanent eine Uhr mit. Die wird während Zwischensequenzen und Ladebildschirmen angehalten, misst also nur die effektive Spielzeit. Die aufgezeichneten Rekordzeiten werden jeweils für jeden Schwierigkeitsgrad individuell gespeichert.
Ebenfalls enthalten sind die im Original nachträglich integrierten Herausforderungen. Dabei handelt es sich um kleine Szenarien, in denen Horden überlebt, menschliche Gegner bekämpft oder Motorrad-Strecken bewältigt werden wollen. Dabei verdiene ich mir Ruf und Erfahrung, womit ich wiederum meine Möglichkeiten für den nächsten Run verbessere.
