Days Gone Remastered im Test: Neue Hoffnung für ein unterschätztes Spiel?

Test Matthias Dammes
Days Gone Remastered im Test: Neue Hoffnung für ein unterschätztes Spiel?
Quelle: Sony Interactive Entertainment / PC Games

Days Gone ist als Remaster-Version auf PS5 erschienen. Matthias hat sich die aufpolierte Zombie-Jagd angeschaut und die neuen Inhalte ausprobiert.

Als Days Gone erstmals vorgestellt wurde und auch, als es dann vor ziemlich genau sechs Jahren erschien, hatte ich zunächst kein sonderlich ausgeprägtes Interesse an dem Titel. Diese Kombination aus The Walking Dead und Sons of Anarchy sprach mich irgendwie nicht sofort an. Das änderte sich jedoch ziemlich schnell, nachdem ich dem Spiel dann doch eine Chance gegeben hatte. Ich war am Ende sogar so begeistert, dass ich Days Gone 2019 zu meinem Überraschungshit des Jahres gekürt habe.

Überzeugt hatte mich das Spiel mit seiner stimmungsvollen Open-World, der spannenden Handlung, den Charakteren und der grandiosen Quest-Struktur. Leider war dem Spiel nicht der Erfolg vergönnt, den es verdient hätte. Das lag vordergründig an technischen Mängeln, die die Wertungen von Kritikern und Spielern zum Release stark negativ beeinflussten. Eine schwere Hypothek zum Start, von der sich das Spiel bedauerlicherweise nie erholen konnte, obwohl die Entwickler viele der Probleme innerhalb kürzester Zeit behoben hatten.

Inzwischen ist der User-Score auf Metacritic jedoch auf 8,5 angestiegen und zeugt davon, dass viele derer, die das Spiel tatsächlich gespielt haben, genau wie ich mit Days Gone eine fantastische Zeit hatten. Nun ist eine Remaster-Version für Playstation 5 und in Form eines DLCs für PC erschienen. Kann sich das Spiel mit dieser Neuauflage rehabilitieren und endlich den Erfolg feiern, den die Entwickler von Bend Studios verdient haben? Ich habe mir das Remaster angeschaut und berichte euch von den Neuerungen.

Sons of Zombie-Apokalypse

In Days Gone schlüpft ihr in die Rolle von Deacon St. John, ein Mechaniker und Biker, der früher dem Motorrad-Club Mongrels MC angehörte. "Früher" heißt, bevor die Welt, wie wir sie kennen, in der Freaker-Apokalypse untergegangen ist. Eine mysteriöse Infektion hat dabei Menschen zu Zombie-ähnlichen Wesen mutieren lassen, die seitdem die Welt in Angst und Schrecken versetzen. In den ersten Tagen des Ausbruchs verlor Deacon seine Frau Sarah, die er schwer verwundet in einen rettenden Hubschrauber verlädt und danach nie wiedersieht.

Seit diesem schicksalhaften Tag sind mehr als 700 Tage vergangen. Deacon schlägt sich mit seinem Biker-Kumpel Boozer als sogenannter Drifter durch die post-apokalyptische Welt. Sie nehmen mehr oder minder moralisch fragwürdige Arbeit von den verschiedenen Camps der wenigen überlebenden Menschen an. Dabei navigieren sie durch eine Welt voller Gefahren. Plünderer, die durchgeknallten Ripper und natürlich die überall präsenten Freaker-Zombies machen das Leben außerhalb von Lagern zu einer großen Herausforderung.

Lesetipp: Lest alles über Spielwelt und Gameplay in unserem Original-Test von Days Gone.

Bildergalerie

Alte Oberflächen

Die interessanteste Frage, die mit dem Remaster einhergeht, ist natürlich, was sich auf der technischen Seite alles verändert hat. Dahingehend ereilte mich die erste Überraschung schon bei der Installation, denn das Spiel ist nur unwesentlich größer als die Originalfassung. Während das Remaster auf meiner PS5 ungefähr 44 Gigabyte belegt, liegt die PS4-Fassung mit 42 Gigabyte auf meiner Festplatte.

Das legt die Vermutung nahe, dass an den Texturen wenig bis keine Verbesserungen vorgenommen wurden. Das bestätigte sich dann schließlich auch im Spiel. Große Veränderungen im Bereich der Texturen konnte ich nicht wirklich feststellen. Hässlich sind die Oberflächen deswegen nicht, denn auch 2019 hatte das Spiel schon schicke Texturen. Aber es lässt mich wundern, wie viel mehr hier noch möglich gewesen wäre.

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