Days Gone: Wo ist der Hype? Warum man sich auf Days Gone freuen sollte - Kolumne
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Am 26 April erscheint Days Gone. Chris ist sehr gespannt auf das Open-World-Spiel und wundert sich in seiner Kolumne über den bisher fehlenden Hype untern Spielern. Freut ihr euch auch auf Days Gone?
Am 26. April erscheint mit Days Gone (jetzt kaufen 30,93 € / 35,99 € ) der nächste große PS4-Exklusivtitel, doch irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich kaum jemand auf das Open-World-Action-Adventure freut und das macht mich stutzig. Klar, Days Gone ist 'ne neue IP (das war Horizon aber auch) und das hier ist der erste richtige Triple-A-Titel der Bend Studios, aber zu gefühlt jedem Spiel eines größeren Publishers entsteht ein (unberechtigter) Hype. Verdammt, selbst bei einem Watch Dogs 3 würde es den geben, obwohl beide Vorgänger aus unterschiedlichen Gründen enttäuschten. Warum also nicht mal ein bisschen Vorfreude auf Days Gone? An der Zombie-Thematik kann es ja eigentlich auch nicht liegen, denn Spiele, Filme und Serien mit Untoten erfreuen sich ja auch immer noch großer Beliebtheit und sind daher meistens ein kommerzieller Erfolg (Overkill's The Walking Dead nehme ich hier mal als Ausnahme, die die Regel bestätigt).
Hit ohne Ansage?
Ich glaube auch nicht, dass Days Gone der heilige Gral der Videospielwelt wird, rein vom Gefühl her würde ich sogar sagen, dass der Titel qualitativ nicht ganz an sonstige Sony-Hits wie Spider-Man, Horizon oder Uncharted 4 heranreichen wird, dennoch bin ich ehrlich gesagt momentan mehr gespannt auf Days Gone als auf The Last of Us: Part 2. Ich bin mir absolut sicher, dass der Naughty-Dog-Titel klasse wird und ich ihn gerne zocken werde, doch die Geschichte braucht eigentlich keine Fortsetzung und bislang hat man ja auch kaum was Aussagekräftiges dazu gesehen. Da gibt es zu Days Gone mehr Infos und anzocken konnte ich den Titel auch schon mehrmals, woraus Previews entstanden, die kaum jemanden interessierten. Schade, denn auch wenn Days Gone das Rad der Open-World-Games nicht neu erfinden wird, haben bislang alle gesehenen Gameplay-Elemente Hand und Fuß. Die Spielwelt ist toll gestaltet und tatsächlich mal was anderes als in vergleichbaren Genre-Vertretern, zudem ist es (mal abgesehen vom Namen des Protagonisten) auch ziemlich cool, als Biker durch Oregon zu kurven.
"Ich bin momentan mehr auf Days Gone gespannt als auf The Last of Us: Part 2."
Das Motorrad von Deacon St. John (Urgs!) ist dabei wohl nicht einfach ein Gebrauchsgegenstand, sondern fast schon ein eigener Charakter. Man kann es individuell modifizieren und muss sich drum kümmern, damit die Kiste nicht den Geist aufgibt. Hinzu kommt noch, dass selbst das Crafting nicht aufgesetzt wirkt, da sich tatsächlich allerhand nützliche Dinge herstellen lassen. Beschreitet Days Gone hier neue Wege? Nö, aber es passt alles. Bei Horizon: Zero Dawn war es hinsichtlich des Gameplays nicht anders. Dort wurden bekannte Elemente auch einfach nur gut zusammengefügt. Und wer weiß, vielleicht überraschen uns die Bend Studios in Days Gone ja auch genau wie Aloys Abenteuer mit einer tollen Story. Damit hatte vorher schließlich niemand gerechnet und der letzte Trailer von Days Gone wirkt in dieser Hinsicht ja tatsächlich auch schon äußerst vielversprechend und atmosphärisch.
Nicht zu viel versprochen
Ach ja, außerdem haben die Bend Studios und Sony - im Gegensatz zu so manchem Hype-Studio und -Publisher - nicht gelogen, was die Features anging. Auch wenn so mancher Foren- oder YouTube-Kommentarbereich-Checker davon überzeugt ist, dass es die Kämpfe gegen die riesigen Freaker-Horden gar nicht gibt, diese sind tatsächlich im Spiel. Ich durfte auf der letzten E3 bereits gegen mehrere hundert Kreaturen antreten und hatte dabei richtig Spaß. Man muss ständig in Bewegung bleiben, dabei aber auf die Ausdauer achten und die Freaker clever in Fallen locken, um eine Chance zu haben. So viel Adrenalin wie hier wurde bei keinem anderen Spiel auf der Messe ausgeschüttet. Doch auch die ruhigeren Momente, die ich bereits zocken durfte, waren atmosphärisch und spannend. Wenn man sich langsam an Gruppen der Zombie-ähnlichen Kreaturen vorbeischleicht oder einen wichtigen Gegenstand aus einem voll besetzten menschlichen Lager entwenden möchte, ist man herrlich nervös. Schließlich könnte ein falscher Schritt auch der letzte sein, denn Munition ist rar und Krach lockt nur noch mehr Feinde an. Ich will hier ja echt keine Werbung für Days Gone machen, aber was macht der Titel bitte schlechter als so viele Hype-Spiele?
