Deadly Skies III im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ich gebe es gleich zu Beginn dieses Reviews zu, dass ich mich inzwischen nicht mehr so ganz auskenne, welchen Ursprung die Deadly Skies Serie denn nun nahm. Was ich ganz sicher weiß, ist, dass mein erstes Deadly Skies, damals noch auf der Dreamcast, noch ganz ohne Anime-Charakteren auskam und sich Mühe gab möglichst realistisch zu erscheinen. Der zweite Teil der Reihe ist mir völlig entgangen, weswegen ich mich auf ihn in diesem Review nicht beziehen kann. Umso überraschender der Umstand es plötzlich mit vielen Anime-Figuren zu tun zu haben, die einen zwanghaft eine total belanglose Story um einen noch belangloseren Konflikt aufzudrängen versuchen. Denn vor dem Einsatz wird man erst einmal mit den unübersichtlichsten und viel zu verschachtelten Menüs seit langem konfrontiert, welche noch dazu nicht gerade ideal beschriftet wurden. So versteckt sich hinter dem Menüpunkt "Laden" nicht etwa die Funktion den Speicherstand zu laden, sondern "der Laden" in dem es Flugzeuge zu kaufen gibt. Den Speicherstand lädt man mit dem Punkt "Optionen". Viel schlimmer aber stießen mit die vielen Gespräche zwischen den diversen Figuren auf, die man fleißig wegklicken darf, wobei man schnell auch die mitten eingestreuten Auswahlfenster wegdrückt und eine Entscheidung fällt die einem überhaupt nicht passt. Mir passierte es z.B. dauernd, dass ich nach der Einsatzbesprechung nicht ins Flugzeug gesetzt wurde, sondern mich wieder im Hangar befand, weil ich das Auswahlfenster am Ende des viel zu langen Dialogs wieder einmal überklickt hatte. Hat man aber erst einmal den Trick mit der Start und der X-Taste herausen, kann man direkt zu besagter Auswahl springen ganz ohne sich die für die einzelnen Missionen völlig unwichtigen Gespräche anhören zu müssen. Leider endet das Gebrabbel mit dem Beginn eines Einsatzes nicht. Ganz im Gegenteil labern die Charaktere auch während der Einsätze viel und unnötig vor sich hin, erzählen von ihren persönlichen Problemen und wie böse nicht die Angreifer sind. Zwar kann man die eingeblendeten Texte ausschalten, das Gelaber leider nicht.

Davon abgesehen bietet uns Deadly Skies III angenehm flotte Luftkämpfe die in den höheren Schwierigkeitsgraden und wenn man die Steuerung auf "Simulation" stellt auch richtig fordern können. Denn mit der Anfänger-Steuerung genügt es zwar die Nase des Flugzeuges einfach in die Richtung des Feindes zu drehen und die Raketen abzufeuern, richtige Flugmanöver aber wie eine Rolle oder einen Looping kann man damit nicht ausführen, da das Flugzeug immer versucht sich in die waagerechte Haltung zu bringen. Doch auch im Simulations-Mode steuert sich Deadly Skies III recht Userfreundlich und stellt keine wirkliche Simulation dar.

Genauso unübersichtlich wie das Hauptmenü fiel auch der Bildschirm zur Missionsauswahl aus, der in Form einer Landkarte realisiert wurde. Da das jeweils nächste Ziel meist nicht am vorhergehenden hängt, muss man erst manuell die Karte absuchen wo denn die nächste noch nicht erfüllte Mission auf uns wartet.

Die gebotene Grafik läuft flüssig über den Schirm, kann aber kaum wegen ihrer Details oder dem wirklichen Eindruck begeistern. Im Gegenteil bewegt man sich meist über recht flaches und unbestücktes Gelände auf dem sich gerade mal die Missionsziele befinden. Auch wenn sich die Entwickler offensichtlich einiges an Mühe gegeben haben für etwas Abwechslung zu sorgen, in dem sie die Flieger sogar im Weltraum agieren lassen, trotzdem gleichen sich die Einsätze alle sehr.

Die Soundkulisse beschallt uns Hauptsächlich mit dem Gequatsche der Piloten und dem Säuseln der Triebwerke, gewürzt mit dem Gezische der abgefeuerten Raketen und dem Geratter der Bordgeschütze. Dazu gibt's etwas J-Pop auf die Ohren und ab und zu sogar einige Umweltgeräusche, wie der Industrielärm aus einer zu vernichtenden Raffinerie.

Meinung

Wertung zu Deadly Skies III (PS2)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Großer Umfang mit 60 Missionen und über 130 Flugzeugeneinsteigerfreundliche Steuerung
Veraltete Präsentationviel zu viel Text und Gespräche zum wegdrückenauch während der Einsätze ständiges Gelabereunübersichtliche Menüs und Missionsauswahlkaum Abwechslung in den immer ähnlichen Einsatzzielen

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