Der Pate II wirkt streckenweise sehr unfertig und kommt storytechnisch viel zu langsam in Fahrt.
Der Pate 2
Die Synchronisation ist ebenfalls lediglich "okay", aber weit davon entfernt herausragend zu sein. Dabei wäre gerade dieser Punkt von enormer Wichtigkeit gewesen um das Flair der Filme ins Spiel zu übertragen. Zu allem Überfluss hat Dominic auch noch die unglücklichste Synchronstimme abbekommen und klingt entsprechend seltsam, während die erklärenden Worte des Sprechers aus dem Off sehr gut intoniert wurden. Das kann natürlich alles reine Geschmackssache sein und von jedem anders betrachtet werden, doch kann man die komisch abgemischte Synchro und die Lautstärkeschwankungen nicht von der Hand weisen. Auch wiederholen sich die Sprüche unserer Mitstreiter und die der vorbeiziehenden Passanten recht schnell und fallen an den unpassendsten Stellen.
Der Pate 2
War die Musik immer ein wichtiger Bestandteil des Open World-Genres, so ist sie in Der Pate II äußerst gewöhnungsbedürftig für die aktuelle Spielergeneration. Natürlich wird das bekannte Filmthema aus der Feder von Nino Rota als musikalische Untermalung verwendet, doch darüber hinaus besteht der Soundtrack zum Großteil aus Jazz, Blues und zeitgemäßer Musik, die vielleicht nicht jedem gefällt, aber eben zum Setting des Spiels passt. Böse Zungen bezeichnen die verwendeten Songs vielleicht als Fahrstuhlmusik, doch passen sie zum Ambiente des Spiels und wirken hier nicht wirklich deplaziert. Ein Kult-Hit wie James Browns "It's a man's, man's, man's world" passt da schon sehr gut ins Konzept.
Mafiakrieg auf Xbox Live
Der Pate 2
Der Mehrspielermodus bietet uns vier verschiedene Varianten. Einen klassischer Team-Deathmatch Mode darf hierbei natürlich nicht fehlen und bedarf wohl keiner großen Erläuterung. Interessanter sind da die anderen drei Modi "Sprengattacke", "Feuerteufel" und "Safeknacker". Wie die Namen schon verraten gilt es in diesen Modi mit den jeweiligen Fähigkeiten der Charaktere zu spielen, wobei man sogar seine Spielfiguren verwenden kann, die man im Verlauf der Solokampagne für seine Familie rekrutiert. Geschickt, denn so ist im Solo-Modus ein weiterer Anreiz gegeben, seine Mannen gut auszurüsten und vorbzubereiten.
Der Pate 2
Diese müssen in "Sprengattacke" drei Punkte des gegnerischen Teams mit Sprengsätzen ausschalten; In Brandstifter Fässer, Benzin- und Propangastanks abfackeln um entsprechende Multiplikatoren frei zu schalten; Und in Safeknacker gilt es die Tresore der Gegner zu knacken und die Position zu halten um entsprechende Punkte zu kassieren. Alles nette Spielvarianten die definitiv Spaß versprechen und den einen oder anderen Spieler oftmals zum fluchen und/oder zur Verzweiflung bringen, da die gegnerischen Mafiosi mal wieder alle eigenen Pläne zunichte machen. Wirklich neu und frisch hingegen ist der Don Modus in welchem ihr euch von den 16-Online Spielern abheben und alles aus der Luft (ähnlich wie beim Don-Modus in der Einzelspielerkampagne) betrachten könnt. Doch nicht nur zuschauen könnt ihr, denn sonst wäre dies sicherlich gähnen langweilig. Nein; Ihr könnt "Gottgleich" auch in das Spielgeschehen eingreifen, Kills festlegen, eure Familie mit Ausrüstung versorgen oder üble Sprengfallen für die Gegner legen. Ein unterhaltsame Spielvariante die es so zuvor noch nicht in einem Mehrspieler-Modus gab, weswegen dieser Zusatz sicherlich mit dafür sorgt, dass die Langzeitmotivation nicht gänzlich abflacht, nachdem die Solo-Kampagne in gut 12-15 Stunden erledigt wurde.
