Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Das Spiel mit Licht und Schatten ist kreativ, doch wie lange kann das Abenteuer unterhalten?

Ein jeder ist sein Leben lang mit seinem eigenen Schatten vereint - eine Gewissheit, welche so manches Kind erst einmal in spielerischer Laune entdecken muss. Eine Flucht ist nicht möglich, oder etwa doch? Die neuester Kreation "Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms" aus dem Hause Konami (entwickelt bei Hudson) setzt die Elemente Licht und Schatten in einer äußerst kreativen Weise um und schafft ein innovatives Action-Adventure, in welchem ein Schatten über Stock und Stein gesteuert wird. Wie gelungen ist der Perspektivenwechsel und kann das skurrile Abenteuer die Erwartungen erfüllen?

Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Der Held der Geschichte mag ein solcher Junge sein, welcher vor dem Haus noch seinen Schatten jagte oder versuchte, ihm zu entkommen. Was in kindlicher Kreativität Spaß und Freude bereitete, wird in diesem Spiel zum schicksalhaften Kampf um Leben und Tod. In der kurzen Sequenz zu Beginn des Abenteuers sehen wir den Jungen gefangen auf einer der obersten Plattformen eines zum Himmel reichenden Turms, mit gebrochenem Willen und fehlendem Mut. Ein mysteriöses Wesen beendet das Dasein des Helden, indem er auf unerklärliche Weise dessen Schatten von ihm trennt und diesen über den Rand der Plattform in die Tiefe stürzen lässt. Es wird dunkel, das Ende scheint nah ...

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Ein ungewöhnlicher Held ist geboren

Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Kurz darauf findet man sich als Schattenwesen am Fuße des beeindruckenden Bauwerkes wieder. Auf dem ersten Blick bewegt sich der Held wie Super Mario in seinen 2D-Welten, auf dem zweiten aber stellt man fest, dass neben den Pastellfarben, den durch Licht überstrapazierten Kanten und dem eigenartigen Design etwas so ganz und gar nicht zum klassischen Plattformer passt. Als Schatten kann sich dieser auch nur auf den dunklen Flächen hinfort bewegen, welche durch Sonne oder andersartigen Lichtquellen und zahlreichen Objekten im Vordergrund wie Geländer, Rohre und Mauer gegen die Wand geworfen werden. Das fühlt sich zunächst völlig verwirrend an und bisweilen sorgt die räumliche Veränderung so mancher Spielabschnitte für fast gar beängstigende Sprünge in der Spielmechanik, aber die wohltuende frische Priese lässt die drückende Mittagshitze verdampfen und sorgt für ein unterhaltsames Gesamtkonzept.

Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, nicht die vordergründigen Attraktionen des Kletterparks zu betrachten - wobei die Kamera einen guten Job verrichtet und das Geschehen meist trotz der ungewohnten Perspektive auf den schattenhaften Körper bezieht - gehen die altbekannten Mechaniken wie ausgeführtes Erbgut von der Hand. Man springt mit gewohnten physikalischen Einflüssen über gähnende, in den Fall auch lichtdurchflutete Abgründe hinweg, klettert die Treppen oder Plattformen empor und nutzt die schemenhafte Darstellung diverser Leitern, um höher gelegene Abschnitte zu erreichen. Jederzeit natürlich darauf bedacht, dass der Held nur auf Schatten laufen und rennen kann und das Licht Mittel zum Zweck, bisweilen aber auch der Todfeind des mysteriösen Wesens ist.

Von Licht und Schatten

Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Es stellt sich nicht nur einmal die Frage, warum der Junge noch geisterhaft am Leben ist und was es mit dem Turm auf sich hat. Daher gilt es, in diesen einzubrechen, die oberste Etage und die offensichtlich bösartige Kreatur dort oben ausfindig zu machen. Die Geschichte wird leider etwas flach gehalten, denn im Vordergrund steht ganz eindeutig das Erforschen des Gemäuers. Dank der zahlreichen mechanischen Konstruktionen erinnert der Turm eher an die Werkstatt von Daniel Düsentrieb, bietet dem Spieler daher aber auch zahlreiche sehr gelungene Rätselaufgaben. Eine kleine Fee auch Spangle genannt begleitet euch stets. Mit der Wii-Remote auf den Bildschirm zeigend und auf Objekte gerichtet kann sie immer wieder Plattformen rotieren lassen oder andere Dinge im Vordergrund bewegen, so dass sich der Schattenwurf der Objekte ändert und man dadurch weiter in den Turm eindringen kann. Man bewegt sich mit diesem zum Beispiel nach oben oder hin- und her, um Abgründe und gefährliche Fallen zu passieren.

Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms Was anfänglich geradezu offensichtlich ist, wird im Verlauf des mehrstündigen und umfangreichen Abenteuers zur gelungenen Kost, welche das Hinterstübchen durchaus auch mal auf zum rauchen bringt. Man kann vielerorts zum Beispiel auch die Glühbirne bewegen und somit den Schattenwurf dehnen bzw. schrumpfen lassen. Nur wer bedacht an die Sache ran geht, wird den Ausgang finden. Dieser ist manchmal durch ein Schattentor versperrt, welches erst dann durchdrungen werden kann, wenn drei Objekte in dem Labyrinth aus mechanischen Konstruktionen gefunden sind. Schalter, Tore in einer andere Dimension und diverse Schattenspiele runden das Repertoire ab - letztendlich durchschaut man nach wenigen Stunden aber das gesamte Konzept und erledigt die Aufgaben geradezu routiniert.

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