Diablo 3: Totenbeschwörer - So spielt er sich - Update auf Maximalstufe

Special Matthias Dammes
Diablo 3: Totenbeschwörer - So spielt er sich - Erste Eindrücke. (1)
Quelle: PC Games

Der Totenbeschwörer für Diablo 3 ist da. Wir haben die neue Klasse gespielt und berichten euch im Level-Tagebuch, wie sich der Gebieter über die Toten spielt. Wir starten mit dem Einstieg und führen den Artikel in der kommenden Zeit immer weiter fort. Erhältlich ist die neue Klasse als DLC zum Preis von 14,99 Euro.

Auf der Blizzcon im November 2016 kündigten die Entwickler von Blizzard mit dem Totenbeschwörer eine neue Klasse für Diablo 3 und Reaper of Souls an. Jetzt ist es endlich soweit, der siebte Held ist ab sofort als DLC zum Preis von 14,99 Euro auf PC, PS4 und Xbox One erhältlich. Es handelt sich beim Totenmagier nicht um eine Reinkarnation der bekannten Klasse aus Diablo 2. Stattdessen haben die Macher eine eigene Iteration für Diablo 3 erschaffen.

Sie bleiben dabei aber natürlich der Grundthematik des Necromancers treu. Er setzt auf mächtige Todesmagie, seine Sense als Waffen und eine Armee von Untoten unter seinem Kommando. Die Klasse weist damit Ähnlichkeiten zum Hexendoktor auf, soll sich aber dennoch erfrischend anders spielen. In wie weit den Entwicklern dies gelungen ist, werden wir in den kommenden Tagen überprüfen. In einer Art Tagebuch zeigen wir die Entwicklung des Totenbeschwörers während der Levelphase auf. Entsprechend werden wir diesen Artikel nachfolgend stetig erweitern.

Mit Sense und Leichenteilen

Der Einstieg ist zunächst gemächlich. Die Startfähigkeit "Knochenstacheln" lässt besagte Stachel aus dem Boden hervorbrechen, um Feinden Schaden zuzufügen. Dieser fällt nicht sonderlich hoch aus, wirkt dafür in einem kleine Radius auf mehrere Gegner. Außerdem baut der Angriff "Essenz" auf, die Kampfressource des Totenbeschwörers. Anders als bei vielen anderen Klassen regeneriert sich Essenz nicht und muss mit entsprechenden Attacken aufgefüllt werden.

Knochenstacheln Quelle: PC Games Knochenstacheln Zum Einsatz kommt die Ressource bereits bei der zweiten Fähigkeit, dem Knochenspeer. Diesen wirft der Totenbeschwörer in gerader Linie und fügt allen dabei getroffenen Gegnern Schaden zu. Der fällt dann auch schon beträchtlich höher aus. Bereits bei den ersten Gegnern fällt eine Besonderheit der neuen Klasse auf. Für jeden getöteten Gegner bleibt ein Haufen Körperteile liegen. Am Anfang bringen diese noch keinen Nutzen, aber ab Stufe 4 greift der Totenbeschwörer dann auf die Leichenexplosion zurück.

Damit werden bis zu fünf Körperhaufen im Zielbereich zur Explosion gebracht, die an allen umstehenden Feinden erheblichen Schaden verursacht. Zuvor bekommt ihr jedoch mit der Todessense noch einen Nahkampfangriff, den ihr alternativ zu den Knochenstacheln einsetzt. Damit spielt sich der Totenbeschwörer zunächst vor allem wie ein Barbar oder Kreuzritter, die einfach volle Pulle auf die Gegner eindreschen.

Wirklich interessant wird es ab Stufe 9. Dann schaltet ihr die Fähigkeit "Skelette kommandieren" frei. Diese beschwört automatisch sieben Skelette als euer Gefolge. Mit einer Aktivierung des Skills befehlt ihr eurer kleinen Armee einen speziellen Gegner anzugreifen. Ohne Befehl knöpfen sich eure Knochenmänner einfach den nächstbesten Gegner vor. Mit Stufe 10 erhaltet ihr dann natürlich wie üblich den ersten Slot für eine passive Fähigkeit.

Verflucht und Wiederbelebt

Nach den ersten Stufen kommt der Totenbeschwörer dann so richtig in Fahrt. Ungefähr bis Stufe 30 habt ihr fast alle Fähigkeiten in ihrer Grundform zusammen. Neben den primären und sekundären Angriffen, die primär direkten Schaden am Gegner verursachen stehen Skills in den Kategorien Leichen, Reanmation, Flüche sowie Blut und Knochen zur Verfügung. Mit den Leichen-Fähigkeiten könnt ihr verschiedene Effekte mit Hilfe der Körperteile besiegter Gegner erzielen. So könnt ihr die Leichen verschlingen, um eure Kampfressource aufzufüllen, oder lasst die Körper wieder auferstehen, um für einige Zeit an eurer Seite zu kämpfen.

Tentakelnova Quelle: PC Games Tentakelnova Um Kampfgefährten geht es auch in der Kategorie Reanimation. Neben den bereits beschriebenen Skeletten könnt ihr auch einen Golem an eure Seite holen. Dies ist zwar nur ein einzelner Gefährte, der insgesamt jedoch mehr Schaden verursacht als die sieben Skelette. Alternativ wählt ihr "Armee der Toten". Dieser Skill lässt sprichwörtlich ein Armee von Skeletten auferstehen, die den gewählten Zielort angreifen. Dabei wird allen Gegnern im Umkreis gewaltige 12.000 Prozent Waffenschaden zugefügt. Dafür hat die Fähigkeit allerdings auch einen Abklingzeit von zwei Minuten.

Indirekte Auswirkungen haben dagegen die Flüche. Mit "Altern" wird die Bewegungsgeschwindigkeit und der verursachte Schaden von Gegnern deutlich reduziert. Mit "Egelfluch" heilt ihr euch um zwei Prozent des maximalen Lebens bei Treffern gegen verfluchte Ziele. Tödlich ist dagegen "Gebrechlichkeit", der betroffene Gegner tötet, sobald diese unter 15 Prozent ihrer Lebenspunkte gefallen sind. Unter Blut und Knochen findet ihr dann vor allem Fähigkeiten, um euch zu schützen. Mit "Knochenrüstung" nutzt ihr die Knochen eurer Gegner, um euch zusätzlichen Rüstungswert zu verschaffen. "Blutige Pfade" lässt euch auf kosten einiger Lebenspunkte bis zu 50 Meter teleportieren.

Bei den passiven Fähigkeiten zeichnen sich bereits verschiedene Spielstile ab. So richtet sich "Einzelgänger" zum Beispiel an Spieler, die keine untoten Begleiter nutzen wollen. Dafür erhaltet ihr mit diesem Skill 100 Prozent mehr Rüstung. Wer lieber direkte Kontrolle über seine Skelette und Golems hat, reduziert mit "Anführer der lebenden Toten" die Essenzkosten für die Befehle. Auf halben Wege zum Maximallevel wird auch bereits recht deutlich, dass der Totenbeschwörer seine Magie nicht nur für Qual und Schmerzen einsetzt. So kann er viele seiner Fähigkeiten mit Runen so anpassen, dass sie ihn zusätzlich heilen. So wird zum Beispiel aus der "Todesnova" eine "Tentakelnova", die zwar weniger Schaden verursacht, dafür aber für jedes getroffene Ziel etwas Lebenspunkte herstellt.

Mit dem eigenen Leben

Für den Rest der Levelreise geht es vor allem darum, die verschiedenen Runen für die Skills freizuschalten und seine Fähigkeiten somit noch mehr an den eigenen Spielstil anzupassen. Besonders bei den High-End-Runen wird die Vorliebe des Totenbeschwörers für Blutmagie deutlich. Im Zweifel verwendet er dann nämlich auch sein eigenes. Viele Skills der neuen Klasse verfügt über eine Rune, dessen Modifikation dazu führt, dass der Einsatz der Fähigkeit einen guten Teil der eigenen Lebenspunkte kostet. In einigen Fällen bis zu 20 Prozent.

Im Dienste des Gleichgewichts. Quelle: PC Games Im Dienste des Gleichgewichts. Dafür bieten diese Runen aber auch mächtige Effekte für die jeweilige Fähigkeit. Da der Totenbeschwörer im Gegenzug auch über diverse Skill-Modifikatoren verfügt, die ihm helfen seine Lebenspunkte wieder herzustellen, gilt es hier eine ausgewogene Balance zu finden, um sich am Ende nicht selbst zu töten. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, findet allerdings ebenfalls genügend abwechslungsreiche Runen.

Auch wenn immer wieder Vergleiche mit dem Hexendoktor angestellt werden und die Gemeinsamkeiten bei den beschworenen Begleitern durchaus vorhanden sind, spielt sich der Totenbeschwörer angenehm anders. Er wirkt insgesamt flotter und auch direkter am Geschehen beteiligt. Während sich der Hexendoktor eher im Hintergrund aufhält und seinen Kreaturen die Front-Arbeit überlässt, ist der Herr über die Toten meist mitten im Getümmel auf.

Besonders die neuen Mechaniken mit den Leichen und dem Opfern der eigenen Lebenspunkte ermöglichen neue Spielweise. Wie sich die Klasse im Vergleich zu den anderen Helden im Endgame schlägt, muss sich in den kommenden Wochen zeigen. Allerdings haben die besten Spieler nur kurze Zeit nach dem Release bereits Große Risse der Stufe 100 erreicht. Damit braucht sich der Totenbeschwörer also nicht hinter den anderen Klassen verstecken.

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