Nett gedacht, doch leider schlecht ausgeführt. Diese Filmumsetzung kann ziemlich frustrierend werden.
... und die Probleme häufen sich!
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia
Letztere Problematik spiegelt sich auch in der Optik wieder - und hier kann sich weder die Playstation 3, noch die Xbox 360 vor den technischen Mängeln schützen. Auf dem Ersten Blick mag der Titel ganz nett aussehen. Die erste Kamerafahrt hinein in das Kampfgetümmel zwischen den Mauern von Cair Paravel überzeugt mit einer grandiosen Weitsicht und vor allem einem atemberaubenden Anblick des Schlosses. Kaum nähert man sich dem Geschehen, macht sich die Ernüchterung breit. Unscharfe Texturen und detailarme Charaktere bilden ein eher trostloses Geschehen auf dem Bildschirm. Da hilft weder die HD-Grafik, noch ein Gang zum Augenarzt! Eigentlich schade, denn ansatzweise können einige Abschnitte des Spiels durchaus überzeugen und machen dank einer hübschen Landschaft so einiges her. Getrübt wird die Aussicht letztendlich auf beiden Konsolen durch heftige Ruckeleinlagen und vor allem unschönen Tearing-Effekten. Immerhin als vollkommen überzeugend kann man den hervorragenden Soundtrack bezeichnen. Die orchestrale Besetzung nimmt epische Formen an und unterstützt das Bildschirmabenteuer mit herrlichen Klangkulissen, die auch bestens in die fabelhafte Atmosphäre passen - im Gegensatz den sonstigen Soundeffekten!
Das über zweistündige Kinoereignis wurde übrigens in sechs groß angelegte Level aufgebrochen. Jede Welt offenbart aber keinen schier endlosen Abschnitt, sondern zahlreiche kleinere Gebiete, welche erkundet werden. Von den Ruinen des Schosses Cair Paravel aus gelangt ihr zum Beispiel zum herrlichen Sandstrand, einer dunklen Höhle, müsst tempelartige Bauten erforschen und schlussendlich durch den mit wilden Tieren bewohnten Urwald fliehen. Forschernaturen, welche vor allem auf der Xbox 360 die vollen 1000 Gamerscore Punkte anstreben, werden daher einige Stunden innerhalb einer einzigen Welt verbringen müssen, um alle Geheimnisse zu lüften. Belohnt wird man in beiden Versionen mit zahlreichen Zeichnungen, Videos und sonstigen Extras zum Kinofilm und Spiel. Etwas ärgerlich und nervig gestaltet das Speichersystem. Wer innerhalb einer Welt den Spielablauf unterbricht und zu einem späteren Zeitpunkt zurückkehrt, beginnt das Abenteuer erneut am Anfang der vorher schon gespielten Welt. Ein mühseliger Weg bis zur letzten Position muss daher in Kauf genommen werden. Erfreulicherweise sind aber alle erfolgreich gelösten Aufgaben weiterhin erledigt, so dass man ohne weitere und sonst nötige Umwege das Ziel anstreben kann.
