"Die Grundschullehrerin" begleitet selbige in Person von Florence, die den Job mit Leidenschaft erfüllt. Leider hat dies auch negative Auswirkungen auf ihr Privatleben. Die Regiearbeit für den Film übernahm Hélène Angel, die damit ihr Debüt auf der Kinoleinwand gibt.
Florence unterrichtet Kinder an einer französischen Grundschule - mit viel Energie, Passion und Verständnis für die Kleinen, auch wenn diese naturgemäß manchmal nerven. In ihren eigenen, im Schulhaus befindlichen vier Wänden läuft es für die alleinerziehende Mutter hingegen weniger gut: Ihr Sohn - zugleich ihr eigener Schüler - fühlt sich vernachlässigt, will mit dem Vater um die Welt reisen. Als Florence zudem den von seiner Mutter vernachlässigten Sacha kennenlernt, bei dem das Schulsystem zu versagen scheint, stürzt das die Pädagogin in eine Art Sinnkrise.
Angenehm frei von Klischees erzählt das Drama von den Ängsten, Sorgen und Problemen von Kindern und Erziehern in einer Gesellschaft, in der jeder ein Einzelkämpfer scheint. Auch die junge Lehrerin ist, wie alle Figuren des Films, alles andere als perfekt; aber auch Sachas Mutter ist kein simpler Teufel. So darf auch kein billiges Happy End erwartet werden, vielmehr bildet der Film das wahre Leben mit all seinen Facetten ab - im Guten wie im Schlechten.
Fazit:
Vielschichtig und ohne Schwarz-Weiß-Malerei: Ein angenehm authentisches Drama über die Krux mit der Kindererziehung.
