... ist nach wie vor keine Simulation sondern ein Arcade-Vergnügen welches besonders online sein ganzes Potenzial entfaltet.
Der Online-Part
Dirt 3
Auch Codemasters hat sich entschieden einen Online-Pass zu verwenden, VIP-Pass genannt. Wer das Spiel neu erwirbt findet diesen in der Verpackung, wer es gebraucht kauft muss dafür extra löhnen. Xbox 360-Spieler legen 800 MS-Points auf den Tisch und Playstation 3-Zocker wahrscheinlich die entsprechenden 9,99 Euro, was wir aber nicht nachprüfen konnten, da der Shop nach wie vor offline ist. Das bedeutet leider auch, dass PS3-Spieler überhaupt nicht online kommen, bis der Playstation Store wieder online ist und man den VIP-Pass einlösen kann. PC-Spieler brauchen zwar keinen VIP-Pass, da es sich aber um ein Games for Windows handelt, müssen sie den mitgelieferten Key an ihren Gamertag binden, können das komplette Spiel also nicht mehr weiter veräußern, weil der Key nach einmaligem Gebrauch ungültig wird. Haben wir diese Hürde überwunden, steht dem Spiel mit Freunden und Fremden nichts mehr im Wege.
Dirt 3
Der Online-Mode von DiRT 3 zeigt wieder einmal wie viel Erfahrung Codemasters schon mit Rennspielen gesammelt hat. Das Matchmaking funktioniert einwandfrei und super schnell, nach nur wenigen Sekunden befindet man sich bereits in der gewünschten Lobby und kann sich auf die Piste begeben. Herausragend auch wie gut das integrierte Party-Feature funktioniert. Bis zu sieben bzw. vier Spieler können sich zu einer DiRT-Party zusammenschließen und werden sodann immer gemeinsam in die gewünschten Spiele vermittelt, bei Team-Games befinden sie sich zusätzlich auch immer im selben Team und müssen nicht gegeneinander antreten.
Dirt 3
Doch auch die angebotene Auswahl an Spielvarianten ist sehr gelungen. Wer es abwechslungsreich mag, wählt die Wettbewerbe. Dabei wechseln alle möglichen Spielvarianten durch und man fährt die Suizidgefährte auf den Trailblazer-Strecken ebenso wie die Buggys, die Trucks, die Rallyfahrzeuge etc. Ebenfalls abwechselnd befindet man sich gleichzeitig mit den anderen Fahrern auf der Piste oder sieht diese nur als Ghost. Wer hingegen auf Vollkontakt steht, wählt die Rundkurse, hier gibt's ausschließlich Rennen bei denen sich alle Fahrer gleichzeitig auf der Piste befinden und Rempeleien sind an der Tagesordnung. Wer genau das nicht mag, entscheidet sich für die Etappenrennen, hier zählt einzig die Fahrleistung und man sieht die anderen Fahrer nur als Ghosts. Für die Hardcore-Fans gibt's ebenfalls eine genau so genannte Spielvariante, bei der sämtliche Fahrhilfen deaktiviert sind und man die Helmkamera benutzen muss. Hier zeigt sich wirklich wer zum Rally-Champion geboren ist. Klar, dass man auch dem Gymkhana einen eigenen Modi spendiert hat, bis zu acht Fahrer müssen hierbei in den vorgegebenen 90 Sekunden versuchen so viele Punkte wie möglich einzuheimsen.
Dirt 3
Was sich im Vorgänger schon bewährte, findet sich auch in DiRT 3 wieder, wie die Ampel, welche uns anhand der drei Farben anzeigt ob der jeweilige Spieler eher umsichtig fährt oder zur rücksichtsloseren Sorte gehört. Doch hat man auch ein Manko diesbezüglich aus dem Vorgänger übernommen. Erreichte man erst einmal den roten Status, weil man durch unnötige Rempeleien auffiel, ist es in manchen Spielvarianten nicht mehr möglich diesen los zu werden, nämlich immer dann, wenn es nur Ghosts als Gegner gibt. Das Üble daran ist, dass man im roten Status nach jedem Rennen 20% der gewonnen Fans wieder aberkannt bekommt, was den Level-Aufstieg deutlich verlangsamt. Ebenfalls nicht mehr ganz up to date ist es, dass sich die komplette Session auflöst wenn der jeweilige Host das Spiel beendet. Hier hätten wir uns gewünscht, dass diese Aufgabe einfach an den nächsten Spieler weitergegeben wird, wie in anderen Rennspielen inzwischen üblich.
Dirt 3
Witzig wiederum ist, dass alle Fahrzeuge wieder mit Hupen ausgestattet wurden, wovon man im Laufe des Spiels auch weitere freischaltet. Darunter auch die bekannte Clowns-Hupe, das Nebelhorn und das Gebimmel des Eiswagens. Nach wie vor taugen die Tröten hervorragend um den Vordermann in den Wahnsinn zu treiben, was ein höllischer Spaß sein kann. Schade trotzdem, dass man die Hupen erst nach dem Start benutzen kann, während des Countdowns sind sie noch deaktiviert, was die lustigen Hupkonzerte zu Beginn des Rennens leider verhindert. Ebenfalls schade finden wir, dass die Länderkennung der Spieler nicht in der Lobby angezeigt wird, obwohl man in seinem Profil eine wählen kann. Zwar findet man das auch über die jeweilige Spielerkarte heraus, doch sind die Zeiten die man zwischen den Rennen in der Lobby verbringt viel zu kurz, um das in der Praxis auch wirklich tun zu können. Das trifft auch zu wenn man etwas an den Fahrhilfen ändern will, dazu gibt einem das Spiel grade mal 10 Sekunden Zeit, was schon sehr knapp ist.
Für den Spaß an einer Konsole gibt's einen Splitscreen-Mode für zwei Spieler und wer über mehrere Konsolen in einem Haushalt verfügt kann diese auch lokal miteinander vernetzen. Interessant dabei, dass beim lokalen Netzwerkspiel trotzdem die Möglichkeit besteht an den Online-Games teilzunehmen, was nicht unbedingt üblich ist.
