... ist nach wie vor keine Simulation sondern ein Arcade-Vergnügen welches besonders online sein ganzes Potenzial entfaltet.
Grafik & Sound
Dirt 3
Sound-technisch gibt sich DiRT 3 keinerlei Blöße. Das beginnt schon mit dem herrlich ausgewogenem Soundtrack, der uns viele verschiedene Titel während der Navigation in den Menüs und zum Start der Rennen bietet, und endet noch nicht bei den geilen Motorsounds und Hintergrundgeräuschen. Deutlich hört man ob sich die Reifen in den Untergrund graben, Luft unterm Wagen ist oder wie sich der Dreck seinen Weg durch die Kotflügel zu bahnen versucht. Wie nicht anders zu erwarten stimmt auch der Raumklang, je nach Kameraposition bekommen wir die entsprechende Soundkulisse geboten und es lässt sich einwandfrei feststellen aus welcher Richtung sich jemand nähert. Kenner der Serie werden zu schätzen wissen, dass es wieder zwei verschiedene Beifahrer-Typen gibt, den einfachen und den technischen. Wer ohnehin nicht auf das hört was der Kerl neben einem sagt und lieber auf das eingeblendete Kartenstück schaut, kommt mit der einfachen Ansage problemlos zurecht. Sie teilt Kurven nur in leicht, mittel und schwer ein und warnt auch nur sehr generell vor schwierigen Abschnitten, wohingegen wir bei der technischen Ansage wirklich exakt den Streckenverlauf vorgebetet bekommen sowie die Gänge mit denen eine Kurve maximal zu durchfahren ist. Sehr angenehm auch, dass man sich dumme Bemerkungen des Beifahrers komplett gespart hat. Er gibt keinen Kommentar ab wenn wir etwas rammen oder ein gestecktes Ziel nicht erreichten.
Dirt 3
Auch grafisch spielt DiRT 3 in der oberen Liga mit, die Automodelle sind schön designt und bewegliche Teile wie die Lüfter wurden animiert, doch darf man sich die Autos nicht von unten anschauen und Spielereien wie sich verändernde Untergründe gibt es ebenfalls nicht. Über die Weitsicht kann man sich nicht beschweren, PopUps gibt's auch nur ganz selten, dafür hat man aber an den Atmosphäreneffekten sehr gespart, lediglich bei den Gymkhana-Events kann man die Reifen regelrecht in Luft auflösen, wohingegen man bei den normalen Rally-Etappen schon froh ist, wenn man mal ein paar Auspuffgase sieht. Auf den Konsolen bekommt man auch kein wirkliches True-HD geboten, gefühlt liefert DiRT 3 auf der PS3 ebenso wie auf der Xbox 360 nur ein 720p Bild, wohingegen man am PC auf die volle HD-Auflösung von 1920x1080p kommt, insofern die Grafikkarte mitspielt. Auch gibt's am PC eine deutlich bessere Kantenglättung und mehr Partikel und Rauch zu sehen als auf den Konsolen. Nicht zuletzt kommt es auf den Konsolen, zwar nur selten, aber immer wieder mal, zu kurzzeitigen Framerate-Einbrüchen, die sich aber sehr in Grenzen halten und somit nicht ins Gewicht fallen.
Dirt 3
Ein Schadenssystem bietet uns der Racer natürlich auch, wobei wir wählen können, ob sich dieses nur optisch oder auch mechanisch auf die Fahrleistung des Fahrzeugs auswirkt. Seine Grenzen erfährt dies im üblichen Standard, Stoßstangen und Spoiler können also abfliegen, Scheiben können Splittern und Türen wie Hecklappen öffnen sich bei Beschädigung, auch leichtere Deformierungen an den Karosserien gibt es zu sehen, doch niemals wird die Fahrerkabine zweigeteilt oder zu sehr in Mitleidenschaft gezogen und brennen können die Fahrzeuge ebenfalls nicht so wie nie die Fahrer hinauskatapultiert werden. Bleibt zu erwähnen, dass DiRT seinem Namen nicht gerecht würde, wenn sich die Autos nicht auch schön schmutzig machen könnten.
