Dishonored setzte vor über einem Jahrzehnt neue Maßstäbe für Stealth-Actionspiele. Eine lineare Spielwelt mit unzähligen Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten. Doch jede Entscheidung hat auch Folgen.
Vermutlich habt ihr auf dieses diesen Text hier geklickt und wundert euch: Moment mal ... wie jetzt? Dishonored soll Retro sein? Ja, das Schleichabenteuer von Arkane hat mittlerweile zwölf Jahre auf dem Buckel und liegt sogar schon zwei Konsolengenerationen zurück. 2012 erschien Dishonored: Die Maske des Zorns für die Playstation 3, Xbox 360 und den PC. Und doch lohnt es sich auch heute immer wieder, die Maske des Zorns aufzusetzen und in die Rolle des entehrten Corvo Attana zu schlüpfen. Reist mit uns zurück nach Dunwall in ein Abenteuer voller Magie, Krankheiten und Intrigen.
Dishonored (jetzt kaufen 24,99 € / 17,99 € ) war der erste Action-Titel des französischen Entwicklerstudios Arkane nach der Übernahme durch Zenimax und somit auch das erste Spiel, das sie für Bethesda entwickelten. Zuvor machten sich die Arkane Studios aber schon einen redlichen Namen mit Dark Messiah of Might and Magic. Doch mit Dishonored: Die Maske des Zorns im Jahr 2012 sollten die Franzosen einen vollkommen neuen Maßstab setzen.
Wir befinden uns in der fiktiven Stadt Dunwall, die primär vom Walfang geprägt ist. Die Hauptstadt des Kaiserreichs präsentiert sich direkt von Beginn an als ein Mix aus viktorianischem England und Steampunk-Ästhetik. Auch die Bewohner haben einen einzigartigen Look. Mit jedem Blick in die Gesichter der Charaktere überkommt uns fast schon ein Gefühl von Unbehagen.
Quelle: Bethesda
Das ist aber auch nur logisch. Schließlich befinden wir uns mitten in einer Krankheits-Epidemie. Die Kaiserin versuchte zwar, Hilfe von anderen Inseln des Reiches zu bekommen, doch die Bemühungen blieben erfolglos. Die Straßen sind voller Ratten, die über die leblosen Körper der Bewohner herfallen. Und die Gesellschaft ist in zwei Lager gespalten: arm und reich. Die Stimmung in Dunwall ist also aufgeladen.
Als Corvo Attano schlüpfen wir in die Rolle des kaiserlichen Schutzherrn - der persönliche Leibwächter Jessamins und ihrer Tochter Emily. Direkt zu Beginn des Spiels müssen wir mit ansehen, wie Attentäter - die Walfänger - auf die Kaiserin losstürmen und sie schließlich töten.
Tochter Emily wird dabei entführt. Die Attentäter teleportieren sich weg und übrig bleibt Corvo mit der getöteten Kaiserin. Corvo wird zum Tode verurteilt und ins Gefängnis geworfen. Doch mithilfe der Verbündeten der Kaiserin können wir entkommen. Unser Ziel ist es nun, Emily zu finden, den wahren Mörder zu stellen und den bösen Lordregenten auszuschalten.
Die Geschichte, die Dishonored auf dem Weg dorthin erzählt, ist faszinierend. Und selbst für Spieler, die gar keinen Bock auf eine tiefe Story haben, sondern einfach nur auf das fantastische Gameplay abfahren, ist gesorgt.
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Der Hauptplot wird natürlich durch die verschiedenen Missionen erzählt. Jede Mission ist dabei als ein Kapitel zu verstehen, das vom Hound Pits Pub - dem Startpunkt eurer Ausflüge - eingerahmt wird. Unterwegs begegnen wir zahlreichen Nebencharakteren, sowohl in den Kapiteln als auch rund um den Pub. Jeder erzählt eigene Geschichten, die es wert sind, gehört zu werden. Und auch abseits der Dialoge lohnt es sich immer, Augen und Ohren offenzuhalten. NPCs interagieren miteinander, führen Gespräche oder hinterlassen Bücher, Flugzettel und Notizen. Die muss man erst einmal finden, sind dann aber unterhaltsame Lektüre - auch wenn nicht immer alle einen wirklichen Mehrwert zur Hauptgeschichte beitragen. Doch selbst Bücher mit Seemannsliedern tragen zur Immersion bei.
