Dive or Die - Children of Rain kombiniert Dave the Diver mit H.P. Lovecraft zum puren Nervenkitzel

Special Vivien Ziermann
Dive or Die - Children of Rain kombiniert Dave the Diver mit H.P. Lovecraft zum puren Nervenkitzel
Quelle: Dear Villagers

Ein neues Horror-Survival-Roguelite macht aus Dave the Diver einen echten Albtraum. In Dive or Die beginnt ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit in den Tiefen des Meeres.

Vor etwa drei Jahren hat das Pixel-Adventure Dave the Diver mit seinem abwechslungsreichen Gameplay, charmanter Grafik und einem beeindruckenden Umfang Spieler und Kritiker gleichermaßen begeistert. Mit einem Metascore von satten 90 Punkten gehört es zu den Must-Play der internationalen Wertungsplattform und auch in unserer Redaktion konnte der Titel auf ganzer Linie überzeugen.

Die Abenteuer des pummligen, leicht tollpatschigen Dave, zwischen seinem Job als Taucher am Tag und der Führung eines Sushi-Restaurants am Abend, sorgen für entspanntes Urlaubsfeeling inmitten einer wunderschönen Lagune. Wer jetzt mit Sonne, Strand und Sushi aber gar nichts anfangen kann und sich lieber in einer düsteren, dystopischen Zukunft verliert, für den könnte Dive or Die- Children of Rain genau das Richtige sein.

Ähnlich wie in Dave the Diver gehen wir hier täglich auf Tauchgang, um Ressourcen und Nahrung zu sammeln. Allerdings nicht in einer tropischen Lagune, sondern in einer dystopischen Lovecraft-Welt, in der ein schwarzer Regen die Erde überflutet und die Menschheit zu einem Großteil ausgelöscht hat - und das bedeutet Nervenkitzel pur!

Möge der Rainmaker uns verschonen

Das Ende der Menschheit begann, als der Regen fiel. Kein gewöhnlicher Regen, sondern schwarzer Regen, geschickt vom Rainmaker, einem uralten kosmischen Gott. Wer mit dem schwarzen Regen in Kontakt kam, wurde wahnsinnig und starb eines qualvollen Todes. Jahrelang überflutete der schwarze Regen den gesamten Planeten und ließ nur wenige Überlebende zurück.

Ein Taucher schwimmt an einer gigantischen Seeschlange vorbei. Im Hintergrund treibt eine Wasserleiche. Quelle: PC Games In den Tiefen des Abyssal Pools lauern zahlreiche Monster und andere Gefahren auf unsere Taucher. Als der Regen schließlich nachließ, bekamen die Überreste der Menschheit eine letzte Chance: Innerhalb von 40 Tagen sollten sie alle heiligen Idole des Rainmakers in den Tiefen der Fluten finden und auf einem Altar darbringen oder in einer alles vernichtenden letzten Flut den Tod finden. Damit beginnt unser Rennen gegen die Zeit.

Die letzte Zuflucht der Menschheit

Als Spieler übernehmen wir, gemeinsam mit Jack, einem der letzten Überlebenden, ein zerbrechliches schwimmendes Lager. Nach und nach müssen wir Ressourcen sammeln und weitere Überlebende rekrutieren, um wichtige Infrastrukturen wieder aufzubauen und weiterzuentwickeln. Nur mit einem gut besetzten und stark ausgebauten Lager ist es möglich, auf tiefere Tauchgänge zu gehen und die versunkene Welt zu erkunden.

Das provisorische Camp der letzten Überlebenden in Dive or Die. Quelle: PC Games Der letzte Zufluchtsort der Menschheit hat wirklich schon bessere Tage gesehen. Um voranzukommen, müssen wir die Infrastruktur wieder aufbauen. Mit den begrenzten Ressourcen und der Zeit, die mit jedem weiteren Tag schwindet, müssen wir genau abwägen, welches der Gebäude auf- oder ausgebaut werden soll oder welche Items wir craften. Auch die Aufnahme neuer Überlebender muss sorgfältig bedacht werden. Denn jeder neue Bewohner unseres Lagers verbraucht lebenswichtige Ressourcen, die nur auf Tauchgängen beschafft werden können. Strategisches Handeln steht hier also auf der Tagesordnung.

Tauchgang in den Wahnsinn

Wie bei Dave the Diver können wir uns einmal am Tag in die Tiefen unter Wasser wagen. Allerdings ist jeder Tauchgang im Abyssal Pool ein Glücksspiel. Der Einsatz? Das Leben unserer Taucher. Sollte es der Taucher, den wir in die Tiefe geschickt haben, nicht zurück an die Oberfläche schaffen, ist der Charakter verloren. Daher müssen wir also immer die Sauerstoffanzeige und die Umgebung genau im Auge behalten.

Kehrt ein Taucher an die Oberfläche zurück, sammelt er Erfahrung und levelt auch. Bei jedem neuen Level können wir seine Attribute wie Sauerstoff- und Tragekapazität oder Gesundheit verbessern und besondere Fähigkeiten verteilen, die entweder beim Tauchgang oder bei Gebäudezuteilungen von Vorteil sind.

Ein Taucher schwimmt an einem versunkenen Autowrack vorbei. Hinter ihm rechts kommt eine riesige Seespinne angeschwommen. Quelle: Dear Villagers Je tiefer wir tauchen, desto mehr verschiedene Areale des Abyssal Pools können wir entdecken. Allerdings lauern in der Tiefe auch größere Gefahren.

Wettlauf gegen die Zeit

Um unsere Taucher aufzuleveln, das Lager aufzubauen, Expeditionen durchzuführen und einen stetigen Ressourcen-Nachschub zu garantieren, bräuchten wir reichlich Ingame-Tage. Doch die Zeit haben wir nicht, denn wie anfangs erwähnt, haben wir lediglich 40 Tage Zeit, um den Rainmaker zu besänftigen. Da jeder Tag zählt, müssen wir bei jeder Entscheidung genau zwischen sofortigem Überleben und langfristiger Vorbereitung abwägen.

Essenziell für das Überleben und die Kommunikation mit dem kosmischen Gott ist der Wiederaufbau des Altars. Sobald der einmal steht und von einem Überlebenden besetzt ist, haben wir die Möglichkeit, dem Rainmaker Opfer darzubringen, um uns mehr Zeit zu erkaufen. Dabei kann es sich um Nahrung oder Monumente handeln, aber auch Menschen können als Opfer dienen. Der Tod in Dive or Die ist endgültig, verstorbene Bewohner (oder Taucher) kehren also nie zurück.

Ein dicker Mann mit einer Fleischkeule in der einen und einer Angel in der anderen Hand sitzt auf einem Holzsteg. Quelle: PC Games Old Jack steht uns als ehemaliger Taucher immer mit Rat und Tat zur Seite und berät uns bei wichtigen Entscheidungen.

Purer Nervenkitzel

Dive or Die verbindet auf einzigartige Weise die Tauchgänge von Dave the Diver mit dem kosmischen Schrecken von H.P. Lovecraft. Durch den Tod, der nicht nur allgegenwärtig ist, sondern uns auch permanent im Nacken sitzt, steht purer Nervenkitzel während des Erkundens der düsteren Unterwasserwelt neben schweren Entscheidungen darüber, wer lebt oder stirbt. Der Tageszyklus mit verschiedenen Wetterbedingungen, die sich auf das Verhalten des Abyssal Pools und der Monster darin auswirken, bringt noch einmal extra Herausforderungen ins Spiel.

Dive or Die - Children of Rain erscheint am 21. Juli 2026 für PC auf Steam und im Epic Games Store. Wer sich bis dahin selbst ein Bild des Unterwasser-Horror-Abenteuers im Lovecraft-Universum machen will, kann die kostenlose Demo auf Steam ausprobieren. Doch lasst euch von dem stetig runterzählenden Countdown nicht unter Druck setzen, die Demo endet nach zehn Ingame-Tagen. Die alles verschlingende Flut seht ihr also erst in der Vollversion.

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