Dojoran: Dieses Wochenende noch nichts vor? Wir haben da einen Vorschlag: Seid ein Frosch!
Test
Seit November ist Dojoran auf PC per Steam verfügbar, am 17. September 2021 hüpfte der Indie-Platformer auch auf die restlichen Konsolen wie Switch, Playstation und Xbox. Wir sind nur eben kurz 800 Mal gestorben und empfehlen jetzt sehr gerne dieses Kleinod für Genre-Kenner, die sich gerne an einer Herausforderung die Zähne ausbeißen wollen.
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Die Natur ist grausam. Deshalb manövriert ihr im Indie-Platformer Dojoran einen Frosch durch einen Ninja-Parcours. Frösche stehen nun mal nicht an der Spitze der Nahrungskette, euer Ziel ist es, bestmöglich gegen die Gefahren der Welt gerüstet zu sein. Aber sagen wir doch, wie es ist: Natürlich kümmert hier niemanden die Story, deshalb nimmt sie auch nur marginal Raum ein. Vielmehr geht es um reines Platforming, und das spielt sich so fein, dass man vor dem kleinen Indie-Projekt den Hut ziehen muss.
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Wo der Frosch die Äpfel hat
Quelle: Nautlander
Sieht er nicht zufrieden aus? Der Look ist zwar minimalistisch, aber unser Held, der Frosch, dennoch immer toll anzusehen!
Sicherlich kann man die Schwarz-Weiß-Optik als trist oder uninteressant empfinden. Aber die Vorteile sind nicht zu verleugnen, in Dojoran ist alles sauber, knackscharf und vor allem übersichtlich. Der reduzierte Look unterstreicht die Konzentration auf das Wesentliche, nämlich das Gameplay. Der Frosch steuert sich herrlich präzise, anders als ein Super Meat Boy schlittert er nicht herum, sondern stoppt verlässlich. Auch an Wänden hängend hält er ganz still. Man hat immer das Gefühl, den tierischen Helden voll unter Kontrolle zu haben.
Dojoran ist ein kleines Spiel und verzichtet, anders als ein Celeste, auf zig freischaltbare Fähigkeiten oder eine Unmenge Level. 28 Stages gibt es, abhängig von der Genre-Erfahrung ist man mit diesen zwei bis fünf Stunden beschäftigt. Das ist nicht die Welt, aber dafür wurde alles im Spiel poliert und das Level-Design ist eine wahre Freude, denn trotz der übersichtlichen Anzahl Fähigkeiten fordert das Spiel dem Frosch immer wieder neue Manöver ab und sorgt so für Abwechslung. Der Doublejump, bei dem er einen Apfel unter sich spuckt, von dem er abspringt, funktioniert deutlich anders als in Konkurrenzspielen, wodurch Dojoran eigene Akzente zu setzen vermag. Und mit fünf Euro (vier auf Steam) ist das Spiel ein echtes Schnäppchen!
Ein Frosch zum Küssen
Nach dem Durchspielen steht es Profis frei, an der eigenen Performance zu feilen (Timer und Todeszähler werden stets eingeblendet) oder alle Medaillen zu suchen. Dojoran ist einer dieser Titel, der für Speedruns hervorragend geeignet ist und wurde zum Teil von den bekannten Mario-Hacks namens Kaizo Mario (im Internet auch als "Asshole Mario" bekannt) inspiriert. Anders als alte Hardcore-Platformer kommt Dojoran dem Spieler von heute mit (fairen) Checkpoints und einer unendlichen Anzahl Leben entgegen. Dennoch sollte potentiellen Käufern bewusst sein: Dieses Spiel ist alles andere als einfach und erfordert Präzision, Geduld und Timing. Erfolgserlebnisse gibt's aber in jedem Fall, der Schwierigkeitsgrad zieht erst nach und nach an, bis er gegen Ende ein diabolisches Level erreicht, ohne dass die Aufgaben jedoch unmöglich wirken. Vorab implementierte Cheat-Optionen wie in Celeste hat Dojoran zwar nicht, dafür sackt man bereits nach etwa zehn Minuten die Platin-Trophäe auf PS4 und PS5 ein - manch einem ist so etwas ja wichtig.
Meinung
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