Downforce im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Irgendwann in naher Zukunft ist es einer Gruppe Rennfahrer mit den Einengungen durch die gültigen Reglements diverser Veranstaltungen zu viel geworden, so dass sie beschlossen eine eigene Liga, ganz ohne Einschränkungen zu gründen. Da den etablierten Veranstaltern diese Rennen aber zu gefährlich waren, werden sie direkt in den verschiedensten Städten weltweit ausgetragen. Dabei kommen Düsentriebwerke und gigantische Elektromotoren ebenso zum Einsatz wie bis heute noch nicht gesehene Techniken, die aus den ehemaligen Formel Eins Bolliden halbe Flugzeuge machen.

So also die Umgebungsbedingungen zu einem Futuracer den man getrost zu Jacques Villeneuve's Racing-Visions in eine Schublade stecken kann. Denn das was uns mit diesem Titel geboten wird ist zwar ein gelungener, trotzdem aber sehr einfach ausgefallener Arcaderacer, dessen Steuerung niemandem erklärt werden muss, da es bis auf die Lenkung nur noch die Bremse und das Gaspedal gibt, und dessen Langzeitmotivation einzig im Freischalten neuer Autos und Strecken liegt. Mehr wird einem nicht geboten. Da sich leider auch die Autos mehr in der Optik als in ihrem Fahrverhalten unterscheiden, ist aus der gebotenen Meisterschaft schon bald die Luft 'raus und was bleibt ist das Pfeifen in den Ohren, welches die schrillen Motoren hinterlassen haben.

Die gleichzeitig gebotene Hintergrundmusik besteht aus seichtem Elektropop und schafft es nicht das Knie zum Wippen zu bringen. Dominiert aber wird die Soundkulisse von den lauten und schrillen Motorensounds, wobei sogar die Umwelt mit manchem Geräusch aufwartet, wie den überfliegenden Düsenjägern oder einem ablegenden Passagierschiff.

Die Steuerung gehört eindeutig in die Kategorie der Arcaderacer und verlangt nicht mehr vom Spieler als in den engen Kurven nicht voll auf dem Gas stehen zu bleiben. Hält man sich daran kann man sämtliche Strecken ohne Unfall durchfahren.

Die Grafik ist vor allem eins, nämlich schnell, und schafft es so für einen guten Geschwindigkeitseindruck zu sorgen. Die Pisten selbst sind durchschnittlich detailliert, allerdings hätte man sich ab und an schon etwas mehr Abwechslung gewünscht.

Einen Multiplayer-Part für bis zu zwei Spieler besitzt "Downforce" ebenfalls, allerdings gibt es bis auf das Zeitrennen oder das Duell keinerlei Spielmöglichkeiten, so dass man ihn als nette Zugabe, keinesfalls aber als Kaufgrund anführen sollte.

Meinung

Wertung zu Downforce (PS2)

Wertung:

5.2 /10
Pro & Contra
Guter Geschwindigkeitseindruck
Ein Racer der ganz einfachen Sorte ohne motivierende Featureskeinerlei Lizenzensehr flache Präsentationdünne Soundkulisse

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