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Drachenzähmen leicht gemacht im Gamezone-Test

Die Wikinger auf den Spuren von Virtua Fighter und Pokémon! Ein Schuss der leider ein wenig nach hinten losgeht!
Alexander Winkel
Drachenzähmen leicht gemacht

Mangelnde Abwechslung

Drachenzähmen leicht gemacht Drachenzähmen leicht gemacht Technisch geht der Titel für ein familienfreundliches Lizenzspiel vollkommen in Ordnung. Gelungene (wenn auch sich wiederholende) Sprachausgabe, simple Texte, eine schöne und kunterbunte, wenn auch nicht sonderlich spektakuläre Optik und ein durchaus ins Ohr gehender Soundtrack lädt zum Verweilen in dem sehr wohl nett inszenierten Wattnlos ein. Es ist aber der extrem repetitive Wikinger-Alltag, welcher nach nur sehr wenigen Spielstunden aufs Gemüt schlägt. Denn was zu Beginn richtig viel Spaß macht und nach einen unterhaltsamen Abenteuer aussieht, wird allzu bald sehr langweilig. Man rennt durch das Dorf, plappert kurz mit einigen wichtigen Personen und sammelt ein wenig Gemüse bzw. schubst Steine durch die Gegend und begibt sich dann in die angrenzende Wildnis oder ins Trainingslager. Während in der fernen Höhle noch einige Minispiele einen vagen Schein von Abwechslung wahren, sorgen die immerselben Trainingseinheiten und Tagesabläufe für unvermeidbare Ermüdungserscheinungen. Dem Titel fehlt es nicht an Charme, sondern Konsistenz, welche sich auch auf längere Sicht positiv auf den Spielspaß hätte auswirken könnte.

Drachenzähmen leicht gemacht Drachenzähmen leicht gemacht Da quält man sich letztendlich nur noch bis zum Abspann durch, während ganz harte Spieler gar beide per Achievement abverlangte Durchläufe mit sowohl Hicks und Astrid hinlegen - dafür aber sicherlich gut und gerne mal 15-20 Spielstunden investieren müssen. Auch der Mehrspielermodus bzw. die Arcade-Variante kann den Titel nicht mehr aus dem Schlamassel herausholen. Hier dürft ihr euch gegenseitig die Köpfe streicheln und einen Satz heiße Ohren verpassen, doch das Kampfsystem ist leider nicht so ausgereift, dass es auf längere Sicht wirklich motivieren kann. Immerhin finden alle Sammler und Individualisten ihren Spaß im Kreieren eigener Drachen, welche nach Wünschen optisch angepasst werden.

Meinung
  • Avatar Alexander Winkel Autor Mit der Umsetzung zu „Drachenzähmen leicht gemacht“ schlugen die Entwickler nicht den gewohnten Pfad einer simplen Adaptierung des Kinostreifens ein, sondern erweiterten das Universum gekonnt durch eigene Ideen. Inhaltlich kann das Spiel nach dem Abschluss des Kinofilms angesiedelt werden und liefert euch einen ungewohnten Mix aus „Pokémon“ und „Virtua Fighter“. Einerseits müsst ihr die Drachen trainieren, andererseits werden ordentlich Backpfeifen im Stil eines Kampfspiels verteilt. Die Grundidee ist gut, fast gar genial, die Ausführung aber mangelhaft. Denn bei einer Spielzeit von weit mehr als sechs Stunden birgt das Gameplay viel zu wenig Tiefgang und vor allem Abwechslung. Die tristen Alltagsarbeiten sorgen nach nur wenigen Stunden für geradezu gähnende Langeweile. So nett gemeint die Idee war, die stets wiederkehrenden Arbeiten ernüchtern und einzig allein der Abschluss des Abenteuers motiviert um bis zum Ende durchzuhalten! Wirklich schade, da der Ansatz deutlich Potenzial birgt, so aber ein gewöhnliches Lizenzspiel im Händlerregal schlummert, welches nur auf den Inhalt des Geldbeutels aus ist und der sprichwörtlichen Tonne wieder recht nahe kommt!

Drachenzähmen leicht gemacht (X360)

Wertung:

6.3/10
Pro & Contra
Gelungener Mix aus einem Pokémon und Kampfspielsehr viele und abwechslungsreiche Drachenschön inszenierte Spielweltgrundsolides Kampfsystem (aber mit deutlichen Schwächen)recht lange Spielzeit für ein solches Lizenzspiel
Sich schnell wiederholendes Gameplaymit einigen wenigen Combos kann ein Kampf schnell gewonnen werdennach 2-3 Stunden verfliegt der komplette Spielspaßprinzipiell mit dem Dorf und der Wildnis nur zwei große Gebiete zu erkunden

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