Die Wikinger auf den Spuren von Virtua Fighter und Pokémon! Ein Schuss der leider ein wenig nach hinten losgeht!
Mangelnde Abwechslung
Drachenzähmen leicht gemacht
Technisch geht der Titel für ein familienfreundliches Lizenzspiel vollkommen in Ordnung. Gelungene (wenn auch sich wiederholende) Sprachausgabe, simple Texte, eine schöne und kunterbunte, wenn auch nicht sonderlich spektakuläre Optik und ein durchaus ins Ohr gehender Soundtrack lädt zum Verweilen in dem sehr wohl nett inszenierten Wattnlos ein. Es ist aber der extrem repetitive Wikinger-Alltag, welcher nach nur sehr wenigen Spielstunden aufs Gemüt schlägt. Denn was zu Beginn richtig viel Spaß macht und nach einen unterhaltsamen Abenteuer aussieht, wird allzu bald sehr langweilig. Man rennt durch das Dorf, plappert kurz mit einigen wichtigen Personen und sammelt ein wenig Gemüse bzw. schubst Steine durch die Gegend und begibt sich dann in die angrenzende Wildnis oder ins Trainingslager. Während in der fernen Höhle noch einige Minispiele einen vagen Schein von Abwechslung wahren, sorgen die immerselben Trainingseinheiten und Tagesabläufe für unvermeidbare Ermüdungserscheinungen. Dem Titel fehlt es nicht an Charme, sondern Konsistenz, welche sich auch auf längere Sicht positiv auf den Spielspaß hätte auswirken könnte.
Drachenzähmen leicht gemacht
Da quält man sich letztendlich nur noch bis zum Abspann durch, während ganz harte Spieler gar beide per Achievement abverlangte Durchläufe mit sowohl Hicks und Astrid hinlegen - dafür aber sicherlich gut und gerne mal 15-20 Spielstunden investieren müssen. Auch der Mehrspielermodus bzw. die Arcade-Variante kann den Titel nicht mehr aus dem Schlamassel herausholen. Hier dürft ihr euch gegenseitig die Köpfe streicheln und einen Satz heiße Ohren verpassen, doch das Kampfsystem ist leider nicht so ausgereift, dass es auf längere Sicht wirklich motivieren kann. Immerhin finden alle Sammler und Individualisten ihren Spaß im Kreieren eigener Drachen, welche nach Wünschen optisch angepasst werden.
