Endlich könnt ihr die bevorzugte Form der Steuerung wählen und in die Rolle der Nebencharaktere schlüpfen.
Tatatatataaaaaaaaa! Es ist einmal mehr Zeit für "Dragonball". Bandai/Namco melkt zum ersten Mal dieses Jahr die Erfolgs-Kuh und lässt Toriyamas Stachelbirne auf die DS-Spieler los. Mit "Dragonball Origins 2" führt man die erste Staffel weiter und benutzt dabei die gleichen Bringer, welche unseren Test beim ersten Mal so bravurös gemeistert haben. Aber ob der gleiche Erfolg sich auch dieses Jahr erzielen lässt, erfahrt ihr umgehend in den nächsten Zeilen!
Männer mit roten Schleifen
Dragon Ball: Origins 2
Nach der ersten Aktivierung der Dragonballs in Son Gokus Leben, flogen die Kugeln wieder in alle möglichen Himmelsrichtungen davon und wurden alsbald wieder von unserem kleinen Wuschelkopf gejagt. Im Gegensatz zu unseren ersten Abenteuern bekommen wir es mit organisierteren Gegnern zu tun als den bisherigen Amateursammlern. Dieses Mal müssen wir der Red Ribbon Armee gegenübertreten, welche unter der Leitung Kommandant Red nach den Wunschkugeln sucht. Auf dieser Suche werden natürlich einige Menschen nicht gerade gemäß ihrer Grundrechte behandelt, was wiederum Son Goku übel aufstößt, und schon haben wir für die bevorstehenden Spielstunden eine üppige Aufgabe. Alte und neue Freunde wie Bulma, Yamchu, Kuririn und einige mehr stehen euch erstmals nicht nur visuell, sondern auch spielbar zur Seite. Die auf gute 25 Stunden ausgelegte, 60 Kapitel beinhaltende Story erfreut euch mit einigen Minuten Filmmaterial und dem bekannten Serienhumor. Allerdings werdet ihr auch etliche Nebenquests absolvieren während die Spielzeit an euch vorüberzieht.
Irgendwie kenn ich das
Dragon Ball: Origins 2
Das erste auffallende Merkmal des zweiten Teils ist die Tatsache, dass man sich von der Fokussierung auf eine Steuerungsvariante distanzierte und nun dem Spieler die Wahl lässt. Als zweites hinterher werdet ihr aus der Rolle des Son Goku bisweilen herausgerissen und übernehmt die Kontrolle über seine Freunde. Dabei versteht es sich quasi von selbst, dass jeder über ganz spezielle Eigenheiten verfügt, die von euch am besten erfolgreich eingesetzt werden. So nutzt ihr Kraft, technischen Fortschritt und einfache Begabung um an euer Ziel zu gelangen. Das Hauptaugenmerk bleibt jedoch stets auf Son Goku, obwohl ihr eure Freunde auch aufleveln und weiterentwickeln könnt. Ist er Anfangs noch recht unerfahren und jeglicher Endboss ein echt harter Knochen, läuft er im hohen Level zu Höchstform auf und macht das Unmögliche möglich. Dummerweise könnt ihr euch nur aufleveln, wenn ihr auch das Ende des gespielten Abschnitts erreicht habt. Hier füllt ihr Leisten mit euren Erfahrungspunkten um den Lebensenergie-Balken, Fähigkeiten oder Stärke Mal um Mal zu füllen. Ebenso könnt ihr euer hart ersammeltes Geld im Shop gegen Angriffs- und Verteidigungstränke, Reisbällchen und Nudelsuppen eintauschen, die euch im Kampf entscheidende Vorteile bringen. Automatisch über Abgründe springend, zerstört ihr per Kamehame-Ha große Felsen, öffnet Truhen und verkloppt Feinde bis zum Sankt Nimmerleinstag. Gerade für den letzten Punkt habt ihr mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten der Konfliktbeisetzung. Zwei Knöpfe reichen aus um schwache und starke Attacken zu möglichst mächtigen Kombos zu vereinen und so eure Feinde in die Flucht zu schlagen.
Dragon Ball: Origins 2
Optisch bleibt der Titel seiner selbst mehr als nur treu. Die knuffige Optik der Charaktere und deren ganz eigene Körpersprache zeugen von der unverkennbaren Herkunft. Gerade wenn der kleine, strubbelige Sayajin zu seinem Superschuss ansetzt, mit ausgebreiteten Armen durch die Gegend spritzt oder gechillt auf seiner magischen Wolke dahin tuckert, schlägt das Herz des Fans höher. Anders sieht es aus, wenn ihr einmal genau hinhört wenn die Polygonfiguren einmal äußern. Wie im Vorgänger kann man sich die Stimmen nur im Kopf vorstellen, während man den Text vor sich geschrieben sieht. Ansonsten können die Kampfsounds einmal mehr mit dem Präsentationsstandard mithalten und der Soundtrack ist schon seit der Serie ein Evergreen. Für den schreienden Klang des Kamehame-Ha möchte ich bis heute dem Erfinder die Füße küssen. Unpraktisch wenn einen dieses Gefühl unterwegs im Zug oder Flugzeug überkommt. Sauer aufgestoßen ist uns allerdings, dass man zwar während des Spielens speichern kann, man danach aber das Spiel beenden muss und sich dem Titelbildschirm gegenüber sieht. Das ist einfach nicht mehr Zeitgemäß. Ab und zu sind aber auch kleine Speichercomputer in die Welt gesät, um euch euren Fortschritt festhalten zu lassen. Meist glänzen diese Apparate aber mehr durch Ab- als Anwesenheit und sind so keine große Hilfe. Abseits der Geschichte kann man sich auf den "Turm-Überleben" genannten Spielmodus stürzen. Hier könnt ihr entweder alleine oder im Doppel die fiesen Bossgegner erlegen. Dabei stehen euch sämtliche Power-Ups zur Verfügung welche ihr euch in der Geschichte hart erarbeitet habt.
