Dying Light in der Gamescom-Vorschau: Birgt das Potenzial ein Toptitel zu werden

Special Alexander Winkel

Wenn die Nacht hereinbricht, solltest du dich hinter sicheren Mauern verstecken. Denn wenn das letzte Sonnenlicht erlischt, wird aus einer Dead Island Idylle ein Albtraum. Willkommen in der neuesten Inkarnation des Zombie-Überlebenskampfes, Techlands Dying Light. Wir sind für euch bereits bei Warner Bros. durch die Hölle gegangen und können bestätigen, dass hier etwas heißes im Ofen ist.

Manch einer wird stöhnen: Nicht noch ein Dead Rising Abklatsch, so langsam reicht es doch. Ein Gedanke der kurzzeitig auch bei mir aufkam, doch das Video zur E3 hat durchaus Lust auf mehr gemacht. Techland, besser bekannt für Dead Island, scheint die Kinderschuhe ausgezogen zu habe und liefert mit Dying Light ein düsteres Werk ab, welches nicht nur aufgrund der Thematik und Farbgebung erwachsen wirkt. Ach aus spielerischer Sicht scheint man das simple Hau-drauf Prinzip der Dead Island Reihe hinter sich gelassen zu haben.

Dying Light (2) Quelle: Techland Dying Light (2) Dying Light erscheint erst im kommenden Jahr, macht aber bereits im jetzigen Entwicklungsstadium eine sehr gute Figur. Das haben wir im Trailer gesehen, davon konnten wir uns in einem Hands-On aber ebenfalls überzeugen. Unsere Aufgabe: Vier elektrische Fallen in der Umgebung in Betrieb nehmen, den Hauptschalter im Stromwerk umlegen und möglichst vor Sonnenuntergang wieder die Basis erreichen. Klingt wie ein Spaziergang, wurde aber zum absoluten Albtraum, spätestens nachdem das letzte Licht aus den Gassen wich und sich eine beklemmende Dunkelheit über die Stadt legte. Nicht selten ereilte uns der Tod, es kommt fast schon das ohnmächtige Gefühl der Dark Souls Spiele auf, weil wir einfach zu hektisch, zu unüberlegt und zu überstürzt heran gingen.

Unsere Mission sei aus einem späteren Teil des Spiels, wirklich viel zur Story und den Hintergründen erfahren wir aber weder aus der Demo, noch vom Entwickler, der mit Rat und Tat beistand und uns somit durch die Hölle lotste. Kurze Eingewöhnungsphase: Stick drücke zum rennen, eine Taste drücken und halten um zu springen und an Wänden empor zu klettern und mit der Schultertaste den mächtigen Schraubenschlüssel schwingen. Kurz darauf befinden wir uns inmitten der Gassen, werden von diversen Untoten belagert und müssen uns einen Weg durch die hirnlose Masse bahnen. Nicht einfach, denn die Biester sind schlau, schnell und aggressiv. Der beste Weg zur Lösung ist das Meiden jeglicher Konfrontation.

Dying Light (5) Quelle: Techland Dying Light (5) Hier kommt uns zu gute, dass der Protagonist agil ist und flink über Hindernisse hinweg klettert oder springt, flott klettern kann und somit eine Bewegungsfreiheit bietet, die wir so in der Art nicht aus Zombiespielen kennen. Der oft verwendete Vergleich mit Mirror's Edge ist wahrlich nicht verkehrt, denn sobald man mal selber Hand anlegt, fühlt man sich fast wie in dem benannten Abenteuer aus dem Hause DICE. Dabei kann man nicht nur auf die Dächer klettern, die meist recht sicher sind, sondern auch flott über den Balkon durch Wohnungen huschen und sich seinen Weg durch Fabrikanlagen bahnen. Da überall diese Biester lauern, schlurfen und nich selten aus dem Hinterhalt uns einen Schrecken einjagen, rauscht beim spielen regelrecht das Adrenalin ins Blut. Spätestens wenn die Sonne sich schlafen legt, liegen die Nerven blank. Die Feinde werden mächtig und einziger Ausweg liegt oft in der Flucht.

Das alles macht richtig Laune und zeigt auf, dass Techland nicht bei Dead Island hängen geblieben ist. Dying Light ist intensiv, schnell und spannend und begeistert - zumindest betrachtet auf unsere Anspielsession. Denn die Missionsmuster, die bis heute bekannt sind, scheinen eher Ware von der Stange zu sein. Aktiviere hier was, finde dort Überlebende und ergattere diese und jene überlebenswichtige Gegenstände. Wie bereits erwähnt, zu den Hauptmissionen wollte man uns auch auf der gamescom noch nichts verraten.

Meinung

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