Expeditions: Samurai - Mit Stealth, Koop und Entscheidungen zum Samurai aufsteigen
Special
Mit Expeditions: Samurai geht die beliebte Rollenspielreihe aus Dänemark in die nächste Runde und lässt euch dieses Mal Abenteuer im Japan der Sengoku-Periode erleben.
Das historische Japan erfreut sich in der jüngeren Vergangenheit einer enormen Beliebtheit als Setting für Videospiele - auch bei westlichen Entwicklern. Erst im vergangenen Jahr entführten uns mit Ghost of Yotei und Assassin's Creed Shadows gleich zwei große Open-World-Blockbuster in die von Bürgerkriegen zerrüttete Zeit der Sengoku-Periode. In diese spannende Epoche versetzt uns auch das neu angekündigte Expeditions: Samurai des kleinen Entwicklerstudios von Campfire Cabal.
Dabei handelt es sich hauptsächlich um das ehemalige Team des untergegangenen Logic Arts, das für die drei vorangegangenen Teile der Expeditions-Reihe verantwortlich war. Das dänische Team hat mithilfe von THQ Nordic die Wirren der großen Umstrukturierungen bei Embracer überstanden und meldet sich nun unter neuem Namen mit seiner beliebten Rollenspiel-Reihe zurück. Wir haben einer Präsentation der Entwickler beigewohnt und schon einige spannende Details zum Spiel erfahren.
Auf den Spuren von William Adams
Mit Expeditions: Samurai möchten die Entwickler die Tradition der Reihe fortsetzen, die 2013 mit Conquistador begonnen wurde. Das heißt, es handelt sich wieder um ein strategisches, rundenbasiertes Rollenspiel, in dem der Spieler, getragen durch seine Entscheidungen, einen alternativen Verlauf der Geschichte rund um wahre Begebenheiten und Personen erleben kann.
Quelle: THQ Nordic
In Dialogen werden genretypisch viele Entscheidungen getroffen. Auf diese Weise beeinflussen wir unser Abenteuer im feudalen Japan und schreiben eventuell sogar die Geschichte um.
Im Fall von Expeditions: Samurai haben sich die Entwickler an der wahren Geschichte von William Adams, dem ersten europäischen Samurai, orientiert. Auch der Roman und die beiden TV-Serien mit dem Titel "Shogun", die auf der gleichen Geschichte basieren, dienen als Inspirationsquelle. Wir finden uns also auch hier in der Sengoku-Ära wieder. Genauer gesagt sollen sich die Ereignisse des Spiels rund fünfzig Jahre nach der Ankunft der ersten Europäer in Japan und unmittelbar vor der berühmten Schlacht von Sekigahara zutragen.
Neun Gefährten. So sei es.
Wie für die Reihe üblich, erstellt ihr euch einen eigenen Charakter, der zum Helden eurer Geschichte wird. Dieser Charakter ist einer der überlebenden Europäer, die wie seinerzeit William Adams an der Küste von Japan stranden. Während der Ereignisse des Spiels könnt ihr euch mit eurem Charakter einen Namen machen und schließlich zum Samurai-Lord oder zur Samurai-Lady eines Dorfes im Dienste des großen Tokugawa aufschwingen.
Euer Held kämpft aber nicht allein, sondern versammelt eine illustre Gruppe von Gefährten um sich. Insgesamt soll es acht solche Charaktere im Spiel geben, die alle jeweils ihre eigenen Ansichten und Questreihen mit sich bringen. Durch die Erledigung dieser Missionen, aber auch durch Dialoge kommt ihr den Charakteren näher und baut eine Beziehung auf. Die kann sich auch zu einer romantischen Beziehung entwickeln, wenn ihr das denn möchtet.
Quelle: THQ Nordic
Jeder Charakter verfügt über eine Klasse und rollenspieltypische Werte, über die sich seine Fähigkeiten bestimmen.
Zu zweit durch Japan
Ein komplett neues Feature für den vierten Teil der Reihe ist die Möglichkeit, das Abenteuer im Zwei-Spieler-Koop zu erleben. Bei diesem Modus war es den Entwicklern wichtig, die Hürden so niedrig wie möglich zu halten. So kann ein Freund jederzeit in eure Partie einsteigen oder auch wieder aussteigen. Das Spiel soll sich dabei automatisch immer an die jeweilige Situation anpassen. Wenn euer Freund etwa plötzlich wegmuss, könnt ihr im selben Spielstand also trotzdem problemlos weiterspielen, als wäre er nie dagewesen.
Während der rundenbasierten Kämpfe war es dem Team wichtig, keine Langeweile aufkommen zu lassen. So dürfen beide Spieler simultan ihre Züge ausführen. Das basiert auf einem System, das schon in Expeditions: Rome eingeführt wurde, um unnötige Wartezeiten zu minimieren. Wie genau das jedoch mit zwei Spielern mit ihren jeweils eigenen Ideen funktioniert, muss die Praxis zeigen.
Mehr Stealth wagen
Aber egal ob Solo oder im Koop, das Kampfsystem soll wieder vielfältige Möglichkeiten bieten. Noch während wir in der Echtzeit-Erkundung unterwegs sind, nutzen wir das Stealth-System, um uns in eine gute Ausgangslage zu bringen. Wir verstecken Kämpfer im hohen Gras, verteilen die Gruppe und planen einen Überraschungsangriff.
Quelle: THQ Nordic
Für Samurai wurde das Stealth-System ordentlich erweitert, sodass das Spiel jetzt sogar fast komplett auf heimliche Weise spielbar ist, wenn man das möchte.
Das Stealth-System wurde dieses Mal aber auch so weiterentwickelt, dass es möglich sein wird, komplett auf der heimlichen Schiene zu spielen. Entweder indem wir durch kluge Planung Gegner einzeln nacheinander ausschalten, oder Kämpfe mit dem Feind gleich komplett umgehen.
Der offene Kampf findet dann, wie erwähnt, rundenbasiert statt. Die einzelnen Kämpfer haben dabei verschiedene Fähigkeiten, die auf ihrer Klasse basieren. Außerdem stehen uns diverse taktische Gegenstände zur Auswahl. Besonders hoben die Entwickler während der Präsentation auch ihre fortschrittliche KI der Gegner hervor, für die sie unter anderem Veteranen der Hitman-Reihe engagiert haben.
Stilisierter Realismus
Entwickelt wird das Spiel in der Unreal Engine 5. Allerdings verabschieden sich die Macher von dem sehr stark auf Realismus getrimmten Ansatz des Vorgängers Rome. Stattdessen kehren sie mit Samurai wieder zu einer stilisierten Art-Direction zurück. Das soll der ganzen Darstellung mehr Charakter und Ausdruck verleihen. Die Entwickler haben es während der Präsentation als detaillierten Realismus bezeichnet.
Quelle: THQ Nordic
Beim Art Design gehen die Entwickler für Samurai wieder in eine etwas stilisiertere Richtung als noch beim direkten Vorgänger. Auf diese Weise soll die Darstellung mehr Charakter bekommen.
Erscheinen soll das Spiel vorerst nur für den PC. Über Konsolenversionen würde man zu einem späteren Zeitpunkt nachdenken. Dafür haben die Entwickler aber erstmals von Anfang an eine Unterstützung für Controller mit in den Blick genommen. So soll das Spiel alle möglichen Gamepads unterstützen und auch auf Handheld-Geräten wie dem Steam Deck funktionieren. Los geht es bereits im August 2026 mit einer Early-Access-Version. Der finale Release ist dann für Anfang 2027 vorgesehen. Auf dem Weg dahin soll das Spiel mehrere Updates mit Gameplay-Features und mehr Story erhalten.
Meinung
Expeditions: Samurai wird von Campfire Cabal entwickelt und von THQ Nordic vertrieben. Das Rollenspiel soll im August 2026 auf dem PC in den Early Access starten und Anfang 2027 final erscheinen. Transparenzhinweis: Zur Erstellung dieses Artikels lud uns Publisher THQ Nordic zu einer digitalen Präsentation ein.
