Das Warten hat sich gelohnt, Codemasters liefert mit F1 2010 ein fast perfektes Rennspiel ab das zu begeistern versteht.
Der Online-Mulitplayer
Online oder per lokalem Netzwerk können bis zu 12 Spieler gegeneinander antreten, wobei das restliche Feld der 24 Fahrer wunschweise mit KI-Fahrern aufgefüllt wird. Das Training hat man sich in diesem Spielmodi gespart, ob man die Qualifikation fahren möchte, steht aber zur Wahl. Die wurde allerdings auf 15 Minuten gestutzt, wohl um zu verhindern, dass zu viele Spieler bis zum Start des Rennens gelangweilt aussteigen. Davon abgesehen hat der Host online auch sämtliche Möglichkeiten wie in der Offline-Karriere, was die Fahrhilfen, Länge des Rennens, Regeln und das Schadenssystem betrifft. Hat der Host die Session gestartet, können keine weiteren Spieler mehr hinzukommen, das ist erst wieder nach dem Ende des Rennens möglich, wenn sich wieder alle Spieler in der Lobby befinden. In der Praxis als etwas unangenehm empfand ich es, dass der Host jederzeit Spieler entfernen kann, die ihm nicht zu Gesicht stehen. Das führt schnell dazu, dass man aus einer Lobby geworfen wird weil man sein Headset nicht benutzen will, nicht die gewünschte Sprache spricht oder schlicht dem Host zu gut gefahren ist. Ebenfalls ein Problem online stellen die einbetonierten Strecken in Monaco und Singapur dar, dort nämlich ist es möglich mit einem quer gestellten Wagen das komplette Feld zu blockieren. Zwar gibt das eine saftige Strafe bis hin zur Disqualifikation, den anderen Spielern das Rennen versaut hat man trotzdem. Zudem hatten wir während unserer Testphase erstaunlich oft das Problem einer Session erst gar nicht beitreten zu können, und das auf allen drei Systemen, also der Xbox ebenso wie der Playstation oder dem PC. Hier wird hoffentlich noch Hand angelegt.
Generell also muss man sagen, dass es beim online Spielen von F1 2010 sehr darauf ankommt an welche Spieler man gerät, ob man Spaß haben kann oder schon bald frustriert die jeweilige Session verlässt. Findet man die richtigen Spieler, welche die Sache auch Ernst nehmen, ist es ein Heiden Spaß, kommt man hingegen an die falschen oder an blutige Anfänger, wird's schnell ärgerlich.
Die Unterschiede zwischen den Systemen
Was das Gameplay betrifft, unterscheiden sich die drei Versionen für Xbox 360, Playstation 3 und PC überhaupt nicht. Alle drei Versionen bieten exakt denselben Umfang und dieselben Features. Da es sich bei der PC-Fassung um ein Games for Windows LIVE handelt, bietet uns also auch diese Version exakt dieselben Achievements und Online-Features. Grafisch hingegen hebt sich die Version für die Rechenknechte nochmal deutlich von den beiden Fassungen für die Konsolen ab. Während es auf den Konsolen bei den Drahtzäunen und ähnlichen Konstrukten noch zu leichten Kantenflimmern kommt, ist davon auf dem PC überhaupt nichts zu sehen. Zusätzlich gibt's am PC auch noch diverse Kleinigkeiten wie ein schöneres Hitzeflimmern oder voluminösere Staubfahnen.
Auf den ersten Blick gleichen sich die Playstation 3 und die Xbox 360 Version wie ein Ei dem anderen, doch in Bewegung stellt man fest, dass die Spiegelungen auf dem Wagen und die Bilder im Rückspiegel auf der PS3 nur mit halber Framerate dargestellt werden, wohingegen sie auf der Xbox 360 flüssig laufen. Auf das Gameplay freilich wirkt sich das nicht aus, schon deswegen, weil die Rückspiegel auf allen Systemen kaum taugen um ein herankommendes Auto zu erkennen, denn die Details wurden extrem heruntergeschraubt. Besser ist es bei Bedarf mit dem rechten Stick einen kurzen Blick nach hinten zu werfen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass auf der Playstation 3 eine Zwangsinstallation vor dem ersten Spielstart nötig ist, welche exakt 999 MB auf die Festplatte schaufelt.
