Die Blätter fallen von den Bäumen, das Wetter wird kühler und Vettel steht mal wieder vor dem Gewinn eines weiteren Weltmeistertitel - Zeit also, sich, wie jedes Jahr, mit der neuen F1-Umsetzung aus dem Hause Codemasters zu beschäftigen. Ernüchterndes Ergebnis: Der Rennspielserie droht ein kapitaler Motorschaden.
Der Grafikmotor zeigt einige Aussetzer
Technisch hat sich praktisch nichts getan und so müsst ihr unter anderem weiter damit leben, dass euch der eine oder andere Ruckler gerade bei Mehrspielerrennen den Spaß gehörig verderben kann. Besonders negativ fällt in diesem Zusammenhang die PS3-Version auf, die erheblich mit Framerateeinbrüchen zu kämpfen hat. Auf Xbox360 läuft es da schon etwas flüssiger. Dafür muss man auf dieser Plattform aber mit längeren Ladezeiten leben.
Entschuldigen könnte man diese technischen Macken teilweise durch die nach wie vor wirklich ansehnliche Grafik. Gerade die Fahrzeuge selbst sind ein optisches Meisterwerk und protzen geradezu vor Detailliebe. Aber auch das Streckendesign kann sich sehen lassen, zumindest alles dort, was nicht zu weit vom Asphalt oder besser der Ideallinie entfernt ist. Abgerundet wird das Ganze durch die tollen Licht- und Wettereffekte, sowie die absolut stimmige Akustik. Gerade letzteres kann praktisch nicht mehr von einer realen Fernsehübertragung unterschieden werden. Wären jetzt nicht der teilweise dümmliche Boxenfunk und die dürftigen Kommentare, der Sound bekäme eine glatte 10 in der Bewertung.
Quelle: Codemasters
F1 2013 (11)
Schade auch, dass die Präsentation, nach dem bekannt langweiligen Schema, nur das große Gähnen erzeugen kann. Irgendwie komisch, weshalb es bei Rennspielen, egal ob selbige nun Autos oder Motorräder zum Thema haben, so schwierig zu sein scheint, das ganze Drumherum durch mitreißende und realistische Zwischensequenzen aufzupeppen. Keine Grid-Girls, keine "Vor-dem-Rennen"-Hektik in der Startaufstellung, keine große Siegesfeier samt Champagnerduschen, keine Zusammenfassung der Rennhighlights, keine Interviews vor bzw. nach dem Rennen, keine Pressekonferenzen… - es wäre so viel möglich gewesen, stattdessen werden einem zum x-ten Mal "tolle" Zeitungsartikel zum stupiden Durchklicken angeboten und gefühlt gibt es wohl nur eine, höchstens zwei Zwischensequenzen für das Rennende. Nein, also diesbezüglich ist und bleibt die F1-Umsetzung von Codemasters eine richtige Enttäuschung.
