Schön, dass die DS-Version in Umfang und Spielspaß den Konsolen in nichts nachsteht und unterwegs für Unterhaltung sorgt.
In München sind es immer 69.000, im Barcelona sind es sogar 100.000. Die Rede ist von begeisterten Fußballfans die Woche für Woche die Stadien füllen um ihre Mannschaft anzufeuern. Und damit diese Fans auch unterwegs einen mobilen Schuss ihrer Lieblingsdroge dabei haben können, kamen die Jungs bei EA Sports auf die Idee die zehnte Auflage der Fifa Serie dieses Jahrhunderts auch auf den DS zu bringen. Und wir waren als Greenkeeper für euch wie immer mittendrin!
Alles hat sich zum Gleichen verändert
FIFA 10
Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten des Nintendo DS könnte man annehmen, der Umfang der Handheld-Version kann mit der Heimkonsole keine ausgeglichene Partie bestreiten. Bei genauerer Betrachtung der integrierten Modi, könnte man seine Meinung diesbezüglich auf alle Fälle ändern. Neben dem typischen Anstoß- und Manager-Modus ist auch wieder der Be-A-Pro-Modus in der Startaufstellung vertreten. Gerade bei Letzterem ist aber noch mal am Umfang geschraubt worden. In "Verein und Land" könnt ihr euch in einen Spieler eurer Wahl hinein versetzen lassen und euch dann mit guten Spielen in der Liga für ein Ticket in die Nationalmannschaft bewerben. Im Manager-Modus übernehmt ihr wie immer eine Doppelfunktion aus Spieler und Manager. Wollt ihr zum Beispiel die Abwehrprobleme des FC Bayern lösen, könnt ihr euch im Transferfenster austoben und die absolute Spitzenklasse des europäischen Fußballs verpflichten. Sollten Spielertransfers ein Umdenken in Sachen Aufstellung und Verhalten nach sich ziehen, könnt ihr diese Punkte nach Belieben ändern. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass ihr Verhaltensweisen bei Standardsituationen wie Freistößen oder Eckbällen festlegt. Soll der Ball vom Schützen einer Ecke an den zweiten Pfosten getreten werden, um dann per Kopfball in die Mitte auf den gut postierten Stürmer gespielt werden, so soll euer Wille geschehen. Könnt ihr euch in der eigenen Liga nicht mit den besten Mannschaften messen, kreiert ihr ein eigenes Turnier und zeigt den anderen Mannschaften wer der Herr auf dem Platz ist.
FIFA 10
Der kreative Teil hört dort aber noch nicht auf. Wenn ihr schon immer in der Startelf des FC Liverpool auflaufen wolltet, während die Fans "You'll never walk alone" aus vollen Lungen in den Abendhimmel schmettern, erschafft ihr euch einfach im Spiel selbst und implementiert euch in die Mannschaft. Oder ihr lasst erstmals auf einem Handheld einen eigenen Club inklusive zugehöriger Trikots und auch Wappen auferstehen. Habt ihr andere Besitzer der DS-Version von Fifa 10 regelmäßig zur Hand, könnt ihr euch in den Modi des Einzelspielers austoben und duellieren. Die gute Nachricht dabei ist, dass man notfalls auch mit einer Spielkarte Spaß mit Fifa haben kann.
Unterwegs im Stadion
FIFA 10
Mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde seid ihr auch außerhalb eures trauten Heims immer in der optischen Heimmannschaft. Hinzu gesellen sich für den Maßstab des kleinen, tragbaren Klapp-Gerätes schön gestaltete Spieler, Stadien und Spielplätze. Auch die Bewegungsabläufe wirken flüssig und geschmeidig. Auf die gleiche Weise kann die Steuerung beschrieben werden. Auch ohne das Benutzen von Analog-Sticks wird euch eine Steuerung geboten die intuitiv ist und die Einsätze des Stylus kurz und knackig hält. Dieser kommt nur zum Tragen, wenn ihr beispielsweise einen Freistoß oder einen Elfmeter tretet. Hierfür führt ihr den Ball auf dem Touchscreen mit dem Stylus in die gewünschte Richtung, um so die Flugrichtung des Balls zu bestimmen. Die Schusshöhe hängt davon ab wo ihr den Ball mit dem Stift berührt. Zieht nun den Ball in die weiße Zone des Screens um die Härte des Schusses zu bestimmen. Klingt vielleicht kompliziert, ist aber im Alltag spielend einfach anzuwenden und lässt sich schnell verinnerlichen.
FIFA 10
Die Soundkulisse im Stadion ist genauso klasse wie die Qualität der Tonspur des altbekannten Kommentatoren-Duos. Ballabgaben und Schüsse klingen verblüffend real - vielleicht ist man aber auch einfach schon zu viel Schlimmes aus den kleinen Lautsprechern gewohnt, so dass man die Fifa-Töne als überaus wohlwollend am Ohr vernimmt.
