Das Fußballjahr neigt sich so langsam aber sicher dem Ende, da biegt Fifa 13 für Nintendos neuesten Konsolenspross Wii U um die Ecke und schickt uns zum Abschluss des Jahres noch einmal auf's virtuelle Grün. Aufstieg oder Abstieg für den Neuankömmling?
Der harte Kern und nicht mehr...
FIFA 13 für Wii U (15)
In den Grundzügen präsentiert sich Fifa 13 auf der Wii U wie auch schon in den anderen Konsolenversionen. Allen voran marschiert wie auch auf anderen Plattformen das fette Lizenzpaket der Marke. Insgesamt 500 topaktuelle Mannschaften der ganzen Welt werden in voller Pracht und sogar mitsamt der aktuellen Schuhmode präsentiert und werden auch regelmäßig auf dem Laufenden gehalten. Ein anderes, eingeschränkteres, Bild bieten die vorhandenen Spielmodi. Zwar ist der harte Kern rund um Karriere, Be a Pro, Anstoß, Turnier und Xbox Live vertreten, allerdings glänzen wirklich etablierte Modi wie beispielsweise der Ultimate-Team-Modus oder auch die nagelneue virtuelle Bundesliga komplett. Fortgesetzt wird diese Reduktion auf das Nötigste auch in puncto Spielmechanik bzw. Spielablauf. Man fühlt sich ohne das durch Fifa 13 gewonnene neue Spielgefühl direkt um Jahre zurückversetzt, bekommt man die Wii U-Version in die Finger.
FIFA 13 für Wii U (9)
Allerdings hat EA dem Titel natürlich auch die Möglichkeiten eingeräumt den Touchscreen des Controllers für allerlei Spielereien auszunutzen. Neben dem Feature das Spiel auch ohne Fernseher spielen zu können bietet uns der Touchscreen im Menü eine eigenständige Oberfläche und im Match jene Inhalte, die bei einem normalen Controller mit dem Druck auf den Startknopf aufgerufen werden. Auch im Wii-U exklusiven Co-Op-Modus kommt der Touchscreen gekonnt zum Einsatz. Während der eine Spieler per Wiimote das eigentliche Spiel spielt, bleibt dem Tablet-Nutzer die Rolle des Managers. Somit werden Spieltage bzw. das Geschehen auf dem Platz und die Aufgaben dahinter, wie beispielsweise Taktiken, Transfers, Aufstellungen oder bestimmte Angriffsmuster strikt von einander getrennt und die Aufgaben fair verteilt. So ganz kann die Tablet-Anbindung, so frisch sie im ersten Moment wirkt, jedoch nicht über die fehlenden Spielmodi hinweg täuschen.
In technischer Hinsicht merkt man der Version auch nicht unbedingt an, dass die Grafik besser sein soll als die der anderen Konsolen. Zwar ist an manchen Stellen ein wenig mehr Schärfe zu vernehmen und ein paar Details wurden besser ausgearbeitet, insgesamt jedoch hat Fifa 13 auf der Wii U in erster Linie mit einem leicht trüben Gesamtbild und gravierenden Einbrüchen der Framerate zu kämpfen. Vor allem letzteres reicht so weit, dass der Bildschirm für den Bruchteil einer Sekunde in blütenreinem weiß erstrahlen darf. In tonaler Hinsicht ist jedoch kein Klassenunterschied festzustellen. Die Menümusik ist noch immer fantastisch abgestimmt und auch die Kommentatoren verrichten ihren Job auf dem Niveau ihrer Ebenbilder der Konkurrenzkonsolen.
