FIFA 19 auf der gamescom gespielt: Licht und Schatten
Special
Auf der gamescom 2018 in Köln hatten wir nicht nur aufgrund vieler Termine ein sportliches Programm vor uns, sondern natürlich auch, weil wir dort erneut Electronic Arts' Fußballsimulation FIFA 19 anzocken durften. Was sich seit der E3 und unserem letzten Anspieltermin getan hat, erfahrt ihr in unserer FIFA 19-Hands-on-Vorschau von der Messe.
Bereits auf der E3 und auch vor ein paar Wochen auf einem weiteren Termin durften wir FIFA 19 (jetzt kaufen ) anspielen. Doch da sich die Fußballsimulation erfahrungsgemäß in den Wochen und Monaten bis zum Release oftmals stark verändert, freuten wir uns erneut zum Controller greifen zu dürfen. Wir konnten die Version, die der Launch-Variante am nächsten steht, auf der gamescom 2018 in Köln anzocken. Da wir zuletzt bereits über die neuen Party-Modi berichteten, legten wir hier unseren Fokus auf das Gameplay in normalen Partien. Was zählt, ist schließlich auf'm Platz.
Mehr Taktik, aber auch mehr Tore
Während unseres Anspiel-Slots zockten wir mehrere Matches. Vor allem blieb unser Champions League Finale mit dem Liverpool FC gegen den KI-Klub Real Madrid im Gedächtnis, da man anhand dieser Partie wunderbar die Stärken und Schwächen von FIFA 19 aufdecken konnte. Die Präsentation gehörte hier klar zu den Pluspunkten, da EA die neu erhaltene Lizenz der Königsklasse voll auskostet. Sämtliche Banner, Anzeigen, Fan-Choreografien und natürlich die ikonische CL-Hymne stimmen auf das größte Spiel im europäischen Vereinsfußball perfekt ein. Die Grafik ist nun noch etwas detaillierter, die Lichteffekte hübscher und die Starspieler sehen ihren realen Vorbildern noch ähnlicher. Zudem machen die Fans beider Vereine mächtig Radau und singen während der Partie bekannte Lieder.
Als das Spiel angepfiffen wird, üben wir gemäß der Pressing-Taktik von Jürgen Klopps FC Liverpool mächtig Druck auf die Madrilenen aus und attackieren früh den ballführenden Spieler. Offenbar überrumpeln wir den Champions-League-Rekordsieger und gehen so früh in Führung, als wir mit Bobby Firmino den Ball erobern, schnell auf Tempodribbler Mané abspielen und mit diesem auf Salah querlegen, der nur noch einzuschieben braucht. Nach dem Anstoss macht nun aber Real Druck und versucht Fehler zu provozieren. Sehr schön: Nun wirken sich hektische Aktionen endlich auch in FIFA auf das Gelingen aus. Habt ihr nicht genug Zeit für die Ballannahme oder könnt euch vor dem Pass nicht richtig ausrichten, wird der gespielte Ball ungenauer und auch die Bewegung des Spielers sieht holpriger und somit authentischer aus. Hierfür hat man den Kickern offenbar ein paar neue Animationen spendiert.
Quelle: EA
FIFA 19: Licht und Schatten in der gamescom-Vorschau (2)
Im Folgenden entbrennt auf dem Platz ein offener Schlagabtausch, der richtig Laune macht, da EA enorm am Balancing gearbeitet hat. Die Spieler bewegen sich nun etwas träger, müssen erstmal Fahrt aufnehmen, um in den Sprint zu kommen und vor allem ist der Mann mit Ball am Fuß nicht mehr schneller als der mitlaufende Verteidiger. Selbst Bale, Mané oder Salah können nicht einfach durchsprinten. Dadurch kommt es bei Kontern auch mehr darauf an, den Überblick zu behalten und einen klugen, gut getimten Pass zum mitsprintenden Teamkollegen zu bringen.
Durch die realistischeren Bewegungen der Spieler, die nun nicht mehr fast sofort von Null auf Hundert beschleunigen, ist das allgemeine Spieltempo etwas langsamer geworden, obwohl natürlich weiterhin so ein offener Schlagabtausch wie bei unserem Spiel möglich ist. Allerdings lässt sich nun das Tempo auch selbst besser bestimmen. Nachdem Madrid uns zunächst ordentlich zusetzt, versuchen wir die Partie zu entschleunigen und Ruhe hereinzubringen. Dies gelingt uns mit ein wenig Übersicht und gut getimten Flügelwechseln. Bislang fühlt sich FIFA 19 weitaus authentischer an als der Vorgänger, da zudem die Zweikämpfe verbessert wurden.
Da steht noch Arbeit an
Allerdings offenbaren sich auch bald ein paar Mängel, an denen EA bis zum Release noch arbeiten sollte. So wurden die Flanken im Vergleich zur E3-Demo wieder ein wenig an die schwächlichen Hereingaben der letzten Teile angepasst. Hier hat PES 2019 weiterhin die Nase vorn.Das größte Problem von FIFA 19, das wir während unseres Hands-on-Termins ausmachten, war jedoch das Balancing bei Schüssen. Unser Spiel geht letztendlich 5:2 aus, da es teilweise den Eindruck machte, dass jeder Schuss mit ein wenig Schmackes auch im Netz landet. Das Match bot hierbei recht absurde Fernschusstore als auch zwei Stolperbälle, die jeder Drittliga-Keeper halten würde. Überhaupt schien die Defensiv-KI teilweise etwas überfordert, wenn man schnell kombinierte und einen hohen Pass in den Lauf des Stoßstürmers spielte. FIFA 19 mag in vielen Bereichen ein Schritt nach vorn sein, doch bei den genannten Mängeln sollte man dringend noch nachbessern. FIFA 19 erscheint am 28. September 2018 für PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Nintendo Switch. Alles zu FIFA 19 lest ihr auf unserer Themenseite.
