"Wie Idioten auf einem Schulhof": Fable-Schöpfer Peter Molyneux über seine Zeit bei EA

News Marc Zander
"Wie Idioten auf einem Schulhof": Fable-Schöpfer Peter Molyneux über seine Zeit bei EA
Quelle: EA

Peter Molyneux und EA waren schon immer für eine News gut. Jetzt äußert sich die "Entwickler-Legende" über seine Zeit bei Electronic Arts.

Im Zuge der Übernahme von Electronic Arts durch Investoren aus Saudi-Arabien, Silver Lake und Affinity Partners äußern sich immer mehr Branchenkenner zu dem Thema. Oder wie in diesem Fall zum Übernahmekandidat EA. Kein Geringerer als Peter Molyneux hat in seinem Freundebuch gekramt und plaudert von vergangenen Zeiten.

Peter Molyneux und EA waren irgendwie immer eine Hassliebe

Diesmal geht es gar nicht um die merkwürdige Art der Kündigung von Molyneau bei EA. Diese hatte er im betrunkenen Zustand verfasst und ein Freund von ihm (Ex-EA-Mitarbeiter Tim Rance) klickte dann einfach auf Senden. Mittlerweile bereut Peter Molyneaux diesen "denkbar schlechtesten Weg, seine Kündigung einzureichen" und bezeichnet den Vorfall als "einfach unprofessionell".

In Folge bekam er direkt Hausverbot und verlor viele seiner sozialen Kontakte, da diese zum großen Teil aus Mitarbeitern bestnden. An Electronic Arts hat er weiterhin einiges auszusetzen, wenngleich er sich zwischenzeitlich mit der Aussage "EA ist kein bösartiges Imperium" auf die Seite des Spiele-Konzerns stellte.

Im Magazin The Edge Ausgabe 416 ist ein Interview mit Peter Molyneux über seine "Triumphe, Fehler und sein letztes Spiel" enthalten. Hier spricht er auch über seine erste Vorstandssitzung, bei der er "zutiefst enttäuscht war, da es einem Schulhof voller Idioten glich: Leute sprangen auf Tischen herum und schrien wild durcheinander. So etwas hatte ich nicht erwartet".

Danach gab es direkt Druck von oben: Dungeon Keeper müsse in etwa sechs Wochen fertig sein, hieß es. Dem widersprach Molyneaux, weil es nicht realistisch wäre, bot jedoch an, ein anderes Spiel mit seinem Studio Bullfrog zu entwickeln: Das Rennspiel Hi-Octane war geboren.

Im Interview mit The Edge verrät der Entwickler zusätzlich, dass er nach 40 Jahren in der Gaming-Branche und im Alter von 66 Jahren mit seinem neuen Strategiespiel Masters of Albion einen Schlussstrich ziehen möchte, weil ihm schlicht die Lebensenergie fehle, noch einmal ein neues Projekt zu beginnen.

Quelle: The Edge, via GamesRadar

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