Far Cry: Vengeance im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Wo ist nur das geniale Far Cry geblieben? Weder das Gameplay noch die Technik können richtig überzeugen!

Über eine verhältnismäßig schlichte Grafik kann man ja noch gut hinweg sehen, sofern die Technik des Spiels ordentlich umgesetzt wurde. Aber auch hier wurde Pfusch betrieben und ein geradezu unfertiges Spiel abgeliefert. Alle grafischen und technischen Fehler nun aufzuzählen, würde den Rahmen des Reviews sprengen. Einige wenige Details sollen aber dennoch angesprochen werden. Während Jack durch die tropische Welt wandert, bauen sich die Details drei Meter vor seinen Füßen erst auf. Deutlich schlimmer ist es aber, dass viele Objekte unerwartet erscheinen und selbst ganze Abschnitte einer Welt plötzlich aufpoppen. Zudem flimmern einige Texturen stark, ähnlich wie wir es aus Red Steel schon kennen. Sehr komisch verhält sich auch der Schatten von Häusern und ähnlichen Objekten, welcher sich bei Annäherung durch Jack in Luft auflöst. Auch die Engine läuft nicht stabil und bringt das Bildschirmabenteuer oftmals ins stottert, so dass wir immer wieder fast schon mit einer Diashow rechnen müssen. Bei so viel Schwächen können selbst die Highlights wie ein verschwommener Blick nach dem Baden nicht mehr viel reißen

Far Cry: Vengeance Far Cry: Vengeance Klangtechnisch steht der Titel der Grafik in nichts nach. Die meiste Zeit betäubt euch die Stille - einen großartigen Soundtrack findet ihr nämlich nicht vor. Nur selten startet eine hektische musikalische Untermahlung, welche kurz darauf in eine Dauerwiderholung übergeht. Aufgelockert wird der Titel durch die Schussgeräusche und Soundeffekte, welche meist sehr billig und monoton klingen, als ob man sie mit einem Mikrofon an einem normalen Rechner aufgenommen hätte. Auch die Sprachausgabe, zumindest außerhalb der Videosequenzen, erklingt monoton, emotionslos und vor allem abgehackt. "Nimm da..." oder "Ich brauch Hil ... " kreischen die Feinde, lächerlicherweise auch immer wieder noch nach ihrem Ableben. Immerhin gibt es auch hier den einen oder anderen Lichtblick wie betäubte Ohren inklusive einem Nerven zerreisenden Pfeifen nach einer Explosion, welche aber nicht mehr viel retten können.

Aber der Mehrspielermodus bringt doch Spaß, oder?

Leider nur Wunschdenken und ein Traum, welcher ebenfalls nicht von den Entwicklern erfüllt wurde. Da die Wii derzeit noch keine Onlinespiele anbietet, sehen wir gerne über einen solchen fehlenden Modus hinweg. Aber immerhin könnte man offline ordentlich Spielspaß für mehrere Teilnehmer erwarten. Die acht vorhandenen Arenen sind sehr abwechslungsreich ausgefallen und führen euch durch diverse Bauten, aber auch in den dichten Dschungel. Ein stets weitläufiges Areal bieten genügend Verstecke und ordentlich Spielraum. Stellt sich nur die Frage, wer diese Freiheit letztendlich nutzen soll? Bis auf einen weiteren Freund befinden sich keine weiteren Spielfiguren in der Arena, nicht einmal computergesteuerte Gegner. Gegen einen Kontrahenten in einer wahrlich großen Umgebung vorzugehen, entpuppt sich sehr schnell als noch langweiligere Alternative zum Solospiel. Sinnloser konnte ein solcher Modus wohl kaum umgesetzt werden!

Meinung

Wertung zu Far Cry: Vengeance (Wii)

Wertung:

4.6 /10
Pro & Contra
Der Name Far Cryzielsicher Dank der Wii-Remoteimmer noch tolles karibisches Flairakzeptabler Spielumfanggroße Weltenreichliches Waffenarsenalviele Fahrzeuge
Dümmliche KIsimple und offensive Spielweise meist die effektivste VarianteWii-Steuerung beschränkt sich auf schütteln und schlagengrafisch niedriges Playstation 2 Niveauviele kleine technische Fehlerschwache Soundunterstützungabgehackte Sprachausgabesinnloser Mehrspielermodus
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