God of War Laufey: Ich hätte nicht gedacht, dass mich ausgerechnet DIESER Charakter so abholt!

Kolumne Viktor Eippert
God of War Laufey: Ich hätte nicht gedacht, dass mich ausgerechnet DIESER Charakter so abholt!
Quelle: Playstation

In der State of Play wurde das neue God of War angekündigt und alle sprechen über die Protagonistin Faye. Aber für mich ist ein ganz anderer Charakter ein richtiges Highlight.

Die Ankündigung des neuen God of War: Laufey war ohne Zweifel eins der Highlights der gestrigen State of Play und für mich persönlich sogar DER Höhepunkt insgesamt. Ich finde die klasse, jetzt Fayes Seite der Story zu erzählen, das fügt sich super in die bisherige Nordland-Saga ein. Und außerdem freue ich mich auf Fayes schnelleren Kampfstil, der andere Möglichkeiten bieten wird als Kratos' wuchtige, aber behäbige Schläge. Und vor allem bin ich mega gespannt darauf, was wir alles in dem Allwann - dem göttlichen Jenseits - erleben werden. Und welche Götter aus welchen Mythologien wir abseits von Sekhmet und Begtse noch aufs Korn nehmen werden.

Und was hat es mit dem mysteriösen Schwert auf sich, dass Faye direkt zu Spielbeginn ergattert? Offenbar hat er bereits einen gewissen Ruf - und vielleicht auch verborgene Spezialfähigkeiten, die man im Lauf des Spiels freischalten wird?

Irrwitziger Charakter oder kreative Idee?

Aber so spannend ich diese Dinge finde, war es eine ganz andere Sache, die mich beim ersten Ansehen des Gameplay-Trailers am meisten faszinierte. Denn während sich Teile des Internets aktuell mal wieder die Finger darüber wundtippen, wieso das Abendland untergeht, weil man eine Frau spielen wird, frage ich mich stattdessen: Wer kam eigentlich auf die großartige Idee, mit Phranque im Grunde die gallertartige Fantasy-Variante von Hughie Campbell aus The Boys ins Spiel zu packen?

Im Playstation Blog beschreibt Sony Phranque als Wesen mit einem sehr aufrichtigen Gemüt und dass er alles tun würde, um seine Freunde zu beschützen. Und passend dazu wird er natürlich auch direkt von Jack Quaid gesprochen, dem Hughie-Darsteller. Jetzt steht natürlich die Frage im Raum, wie weit es die Entwickler mit ihm als lustigen Charakter treiben möchten. Für die humorigen Aspekte waren in den letzten beiden God of Wars ja in erster Linie die Interaktionen mit den Zwergen da - das ist also an sich nichts Neues. Aber ich hoffe, es wird dennoch nicht zu albern, da die Handlung in God of War trotz der lockeren Momente für mich schon immer zur ernsten Sorte gehörte und das auch gut umgesetzt war.

Aber wenn die Entwickler ein gutes Händchen beweisen, könnte Phranque als Begleiter eine gute Mischung aus liebenswert und praktisch werden. Welche Möglichkeiten er für Kombos in den Kämpfen bietet, hat man ja bereits in dem Gameplay-Ausschnitt gesehen. Als ich den Gallertwürfel das erste Mal sah, erinnerte mich das auch direkt an Dungeons & Dragons mit den entsprechenden Monstern, die unachtsame Abenteuerer in sich gefangen nehmen und langsam auflösen. Das würde so Ähnlich sicher auch in God of War: Laufey Sinn machen. Wenn Phranque Gegner zumindest teilweise in sich einschließt, damit ihnen Faye ganz in Ruhe den Rest geben kann.

Ich muss jedenfalls sagen, mit dem kreativen Charakter haben mich die Entwickler gekriegt. Ich hätte das nächste God of War zwar früher oder später wahrscheinlich sowieso gespielt, aber so ist mir die Enthüllung noch viel stärker als größtes Highlight der State of Play im Gedächtnis geblieben.

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